Nach 20 Lebensjahren in Lüchow (vor den Castor-Transporten nach Gorleben wusste kein Mensch, wo das liegt) hat mich die Sporthochschule nach Köln gezogen.
Mittlerweile sind 33 weitere Jahre vergangen.
Meine Tochter (25 Jahre) hat in Erlangen Soziologie und Pädagogik studiert und arbeitet jetzt in Berlin.
Nun bilde ich mit meinem Sohn (23 1/2) eine gut gelaunte 2er-WG zwischen Köln und Aachen. Nach der Trennung von Ehemann und Vater vor 22 Jahren gab es einige harte Jahre durchzustehen - vor allem, weil mein Sohn geistig schwerstbehindert ist mit autistischen Zügen und Epilepsie. Nach Ende seiner GB-Schulzeit wollte die Werkstatt vor Ort ihn wegen des Ausmaßes seiner Behinderung nicht aufnehmen. Mittlerweile besucht er eine andere Werkstatt und ist dort sehr glücklich.
Ich selbst arbeite seit 10 Jahren für einen gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Familien mit kranken und behinderten Kindern und bin dort für die Durchsetzung von Rechtsansprüchen zuständig. Hierzu ist zu bemerken, dass ich eigentlich keine Freundin von Bürokratie bin, aber die Erfahrung lehrt, dass es für mein behindertes Kind von entscheidender Bedeutung ist, wenn ich dem Sachbearbeiter eines ablehnenden Leistungsträgers erklären kann, welchen Fehler er gerade (absichtlich) macht.
Während ich in früheren Jahren manchmal die Frage "warum gerade ich" im Kopf hatte, überwiegt jetzt die Überzeugung, dass es ganz gut passt, dass mein Sohn mich zur Mutter hat. Wir haben das große Glück, in einem ausgesprochen positiven Umfeld zu leben (Wohnsituation, gute Freunde, die Kinderärztin, die uns seit Geburt begleitet usw), und da unsere Werte-Skala andere Einheiten hat als die der meisten "normalen" Menschen, ist unsere Lebensqualität wahrscheinlich höher zu bewerten als die mancher Schreibtischtäter, die sich die Zähne daran ausbeißen, um uns irgendwelche Leistungen zu kürzen.
Wenn ich mir etwas Freizeit nehme, ziehe ich mir meistens Laufschuhe an, um einige Kilometer lang Endorphine zu produzieren. Anschließend kann mich nichts und niemand mehr ärgern, so dass der Wand-Smiley hier wohl nie zum Einsatz kommen wird.
So - genug philosophiert.
Gute Nacht an alle!
Gisela
Mittlerweile sind 33 weitere Jahre vergangen.
Meine Tochter (25 Jahre) hat in Erlangen Soziologie und Pädagogik studiert und arbeitet jetzt in Berlin.
Nun bilde ich mit meinem Sohn (23 1/2) eine gut gelaunte 2er-WG zwischen Köln und Aachen. Nach der Trennung von Ehemann und Vater vor 22 Jahren gab es einige harte Jahre durchzustehen - vor allem, weil mein Sohn geistig schwerstbehindert ist mit autistischen Zügen und Epilepsie. Nach Ende seiner GB-Schulzeit wollte die Werkstatt vor Ort ihn wegen des Ausmaßes seiner Behinderung nicht aufnehmen. Mittlerweile besucht er eine andere Werkstatt und ist dort sehr glücklich.
Ich selbst arbeite seit 10 Jahren für einen gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Familien mit kranken und behinderten Kindern und bin dort für die Durchsetzung von Rechtsansprüchen zuständig. Hierzu ist zu bemerken, dass ich eigentlich keine Freundin von Bürokratie bin, aber die Erfahrung lehrt, dass es für mein behindertes Kind von entscheidender Bedeutung ist, wenn ich dem Sachbearbeiter eines ablehnenden Leistungsträgers erklären kann, welchen Fehler er gerade (absichtlich) macht.
Während ich in früheren Jahren manchmal die Frage "warum gerade ich" im Kopf hatte, überwiegt jetzt die Überzeugung, dass es ganz gut passt, dass mein Sohn mich zur Mutter hat. Wir haben das große Glück, in einem ausgesprochen positiven Umfeld zu leben (Wohnsituation, gute Freunde, die Kinderärztin, die uns seit Geburt begleitet usw), und da unsere Werte-Skala andere Einheiten hat als die der meisten "normalen" Menschen, ist unsere Lebensqualität wahrscheinlich höher zu bewerten als die mancher Schreibtischtäter, die sich die Zähne daran ausbeißen, um uns irgendwelche Leistungen zu kürzen.
Wenn ich mir etwas Freizeit nehme, ziehe ich mir meistens Laufschuhe an, um einige Kilometer lang Endorphine zu produzieren. Anschließend kann mich nichts und niemand mehr ärgern, so dass der Wand-Smiley hier wohl nie zum Einsatz kommen wird.
So - genug philosophiert.
Gute Nacht an alle!
Gisela

