Hallo, ich bin aus Bayern und die Tante einer gehörlosen jungen Frau.
Ich hoffe, das ich damit hier "aufgenommen" werde.
Meine Nichte Miriam ist bereits 24, also kein Kind mehr und ich bin nicht die Mutter, sondern die Tante.
Miriam ist im Laufe ihres ersten Lebensjahres ertaubt und bisher mit Hürden einen guten Weg gegangen. Sie studiert inzwischen und will Förderschullehrerin werden.(ebenfalls mit vielen Hürden wegen der Verständigung).
Über mein langjähriges Problem/ Kummer würde ich mich gerne mit Euch/Ihnen austauschen, weil ganz sicher alle Eltern oder Angehörigen von Behinderten sich damit herumschlagen: das Ausgrenzen Behinderter, weil sie "anstrengend" sind.
In Miriams Geschichte bezieht sich die Anstrengung auf die Verständigung (Gebärdensprache haben wir alle mehr oder weniger gut gelernt).
Wir haben in der Familie grundsätzlich einen sehr guten Zusammenhalt.
Nun ist es aber aktuell so, dass meine Schwester /Miriams Mutter mit Freund und der anderen, jüngeren Tochter, sowie deren Freund in Urlaub fahren wollen.
Die jüngere Schwester mag nun nicht, dass Miriam mitfährt (sie sit eigentlich eine Liebe, aber die Beziehung zwischen den Schwestern ist nicht besonders gut, d.h. die Jüngere zeigt wenig Interesse an ihrer Schwester).
Der Freund meiner Schwester meinte, Miriam sei zu anstrengend für sie und sie müsse sich mal erholen.
Meine Schwester hängt nun dazwischen und ich kann sie nicht auch noch mit meinem Ärger belasten.
Ich hab so eine Wut, dass ich eine mail geschickt habe. Dabei bin ich nicht ausfallend geworden, habe nur meine Meinung geschrieben zum Thema ausgrenzen und "Rücksicht auf die Mutter". Meiner Schwester täte Unterstützung gut und nicht die Aussage, sie solle Miriam zu Hause lassen. Das habe ich auch so geschrieben.
Und nun habe ich Sorge, ich könnte Unheil und Streit gestiftet haben, dass meine Schwester noch mehr Stress bekommt weil ich mich (zum ersten Mal in vielen Jahren) eingemischt habe.
Kennt Ihr/kennen Sie das auch? Ich habe schon öfter gehört und gelesen, dass Familien mit behinderten Kindern in Hotels etc. nicht sehr willkommen sind. Dass Schulen und Kindergärten Probleme machen wegen der "aufwändigen" Betreuung.
Aber, dass die eigene Schwester (sie wird bald 19) so mit meiner geliebten Miriam umgeht tut weh. Und meine Schwester tut mir leid, weil ihr Freund Miriam nicht akzeptiert wie sie nun mal ist. Sie ist eine ganz liebe,humorvolle, süße "Hexe".
Wie geht es Ihnen /Euch mit solch einem Problem. Oder ist das im Vergleich zu anderen Kämpfen mit Krankenkassen, Ärzten, Lehrern kein wirkliches Problem und ich stelle mich zu empfindlich an???
Liebe Grüße von
Isabella
Puhh, das war jetzt ein langer Beitrag. Ich hoffe nicht zu lang!!!
Ich hoffe, das ich damit hier "aufgenommen" werde.
Meine Nichte Miriam ist bereits 24, also kein Kind mehr und ich bin nicht die Mutter, sondern die Tante.
Miriam ist im Laufe ihres ersten Lebensjahres ertaubt und bisher mit Hürden einen guten Weg gegangen. Sie studiert inzwischen und will Förderschullehrerin werden.(ebenfalls mit vielen Hürden wegen der Verständigung).
Über mein langjähriges Problem/ Kummer würde ich mich gerne mit Euch/Ihnen austauschen, weil ganz sicher alle Eltern oder Angehörigen von Behinderten sich damit herumschlagen: das Ausgrenzen Behinderter, weil sie "anstrengend" sind.
In Miriams Geschichte bezieht sich die Anstrengung auf die Verständigung (Gebärdensprache haben wir alle mehr oder weniger gut gelernt).
Wir haben in der Familie grundsätzlich einen sehr guten Zusammenhalt.
Nun ist es aber aktuell so, dass meine Schwester /Miriams Mutter mit Freund und der anderen, jüngeren Tochter, sowie deren Freund in Urlaub fahren wollen.
Die jüngere Schwester mag nun nicht, dass Miriam mitfährt (sie sit eigentlich eine Liebe, aber die Beziehung zwischen den Schwestern ist nicht besonders gut, d.h. die Jüngere zeigt wenig Interesse an ihrer Schwester).
Der Freund meiner Schwester meinte, Miriam sei zu anstrengend für sie und sie müsse sich mal erholen.
Meine Schwester hängt nun dazwischen und ich kann sie nicht auch noch mit meinem Ärger belasten.
Ich hab so eine Wut, dass ich eine mail geschickt habe. Dabei bin ich nicht ausfallend geworden, habe nur meine Meinung geschrieben zum Thema ausgrenzen und "Rücksicht auf die Mutter". Meiner Schwester täte Unterstützung gut und nicht die Aussage, sie solle Miriam zu Hause lassen. Das habe ich auch so geschrieben.
Und nun habe ich Sorge, ich könnte Unheil und Streit gestiftet haben, dass meine Schwester noch mehr Stress bekommt weil ich mich (zum ersten Mal in vielen Jahren) eingemischt habe.
Kennt Ihr/kennen Sie das auch? Ich habe schon öfter gehört und gelesen, dass Familien mit behinderten Kindern in Hotels etc. nicht sehr willkommen sind. Dass Schulen und Kindergärten Probleme machen wegen der "aufwändigen" Betreuung.
Aber, dass die eigene Schwester (sie wird bald 19) so mit meiner geliebten Miriam umgeht tut weh. Und meine Schwester tut mir leid, weil ihr Freund Miriam nicht akzeptiert wie sie nun mal ist. Sie ist eine ganz liebe,humorvolle, süße "Hexe".
Wie geht es Ihnen /Euch mit solch einem Problem. Oder ist das im Vergleich zu anderen Kämpfen mit Krankenkassen, Ärzten, Lehrern kein wirkliches Problem und ich stelle mich zu empfindlich an???
Liebe Grüße von
Isabella
Puhh, das war jetzt ein langer Beitrag. Ich hoffe nicht zu lang!!!

Dann wünsch ich dir, dass du die anderen Aufgaben erledigen kannst, die Wogen sich vielleicht schon ein wenig geglättet haben und du ein wenig Muße für den Austausch hier im Forum findest.

Auch scheint sich hier der Titan Kopf oft zu entzünden.

,ich habe ihn mal ausgetrickst....
