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Die frage nach dem warum?

Traurige_maus 29.05.2009, 19:07#1
ich stelle mich erstmal vor...ich bin doreen,24 jahre jung und habe drei kinder..eine tochter namens sophia(2jahre)und meine zwillinge Lukas und Leon..Grade ein jahr geworden..ich war bis zum18.03.09 die glücklichste mama der welt bis dieser schreckliche umfall pasierte...;(ich weiss nicht wie ich s in worte fassen kann oder soll...denn bis heute fällt es mir sowas von schwer darüber zu reden oder mich dazu zu äusern denn ich trage die schuld für das was pasierte...ich dreh mich im kreis weiss nicht mehr weiter..weiss nicht mehr wie ich damit umgehen soll...warum?warum ich?warum mein sohn?
Carmen62 29.05.2009, 19:29#2
AW: Die frage nach dem warum?

Hallo
Herzlich Willkommen hier,mags Du erzählen was passiert ist.
Ich kann so schlecht was sagen,da ich nicht weiss,was geschehen ist.
Schuldgefühle müssen immer verarbeitet werden,ich drücke dich erstmal.
Viel Kraft,gruss Carmen
Traurige_maus 29.05.2009, 20:15#3
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von Carmen62
Hallo
Herzlich Willkommen hier,mags Du erzählen was passiert ist.
Ich kann so schlecht was sagen,da ich nicht weiss,was geschehen ist.
Schuldgefühle müssen immer verarbeitet werden,ich drücke dich erstmal.
Viel Kraft,gruss Carmen

dankeschön für deine antwort...ich weiss nicht wie ich anfangen soll...denn ich bin doch dran schuld...;(ich wollt ihm niemals weh tun oder das ihm was pasiert...er ist doch mein sohn...und ich liebe ihn über alles... okay ich versuchs mal zu erzählen ....**er war in der badewanne und sein bruder lag im bett bis leon(der im bett lag sehr doll geschriehen hat)ich überlegte nicht und lief zu leon in das zimmer wo ich ihm den nuckel gab...und wieder auf sein platz im bettchen legte..ich machte die tür zu drehte mich um und ging zurück in das bad..bis dahin muss wo ne minute vergangen sein...ich merkte im flur das irgendwas nicht stimmt und lief schneller denn ich örte kein plätschern vom wasser......als ich vor der wanne stand lag mein sohn unter wasser und der babywannensitz auf ihm drauf..ich stand unter schock..und wusste nicht gleich was zutun war und zog ihn vorsichtig aus der wanne raus und versuchte ihn wiederzubeleben..doch zwecklos...ich schaffte es nicht..ich rief mein mann an und schrie das er sofort nach hause kommen soll lukas atmet nicht mehr sagte ich in etwa...keine ahnung ich weiss es nicht mehr genau-er sagte nur zu mir ich solle sofort den notarzt anrufen...was ich auch getan habe...innerhalb von c.a fünf minuten waren die ärtze da und versuchten lukas widerzubeleben...es dauerte lange..zu lange...ich war verzweifelt machte mir sofort vorwüfe ohne ende..mein mann und mein bester freund waren sofort an meiner seite und haben versucht mich zu beruhigen..doch zwecklos...es brach für mich eine welt zusammen...!!Man brauchte ihn nach ner stunde c.a.ins krankenhaus..dort beschloss man sie müssen ihn ins koma verlegen..da lag er dann im künstlichen koma drei wochen lang..nach den drei wochen beschloss man ihn aufwachen zu lassen..jedoch war ich noch nicht soweit denn als ich ihn das erste mal an den ganzen schleuchen liegen lag brauch ich zusamm...wieder diese bilder vor den augen zu haben..wieder die vorwürfe...wieder die gleichen gedanken..warum mein sohn warum lies ich ihn alleine...?Es war eine zeit mit höhen und tiefen mit negativen und positiven ereignissen..jedoch ist er jetzt bei der kur und mein mann fährt immer zu ihn nach kreischa denn ich bin noch nicht soweit um das zu packen mit hielfe von anderen müttern versuche ich es zu schaffen...das hier ist mein erster schritt um damit umzugehen...doch immer wieder hab ich an mir gezweifelt ob ich überhaput jemals wieder kraft haben werde um den kleinen selbständig zu versorgen...denn ich bin doch allem schuld...ich muss ein leben lang damit leben den kleinen fast umgebraucht zu haben...wie soll ich das jemals schaffen????
Carmen62 29.05.2009, 20:29#4
AW: Die frage nach dem warum?

Hallo
Danke für dein Vertrauen,ich glaube es ist der Alptraum aller Mütter,in so
einer Situation zu geraten.
Es ist ja noch so frisch,das dauert bis du damit ins Reine kommt.
Keiner sollte Dir die Schuld geben,3 so kleine Kinder,das ist viel Arbeit.
Meine Kinder waren auch so dicht hintereinander geboren.
Was haben wir alles durchgemacht.
Mach Dich nicht selbst fertig,dein Sohn braucht Dich ,mehr als zuvor.
Du kannst es nicht ungeschehen machen,aber du kannst dein Sohn auf seinem
weiteren Lebensweg begleiten und beistehen.
Du wirst es schaffen,du wächst an dieser Herrausforderung.
Gebe nicht auf,und suche Dir proffessionelle Hilfe.
Suche Beratungsstellen auf,die dir zusätzlich Hilfe gewähren.
Ich wünsche Dir alles Gute,ich weiss es wird nicht einfach
LG Carmen
elfriede 29.05.2009, 20:42#5
AW: Die frage nach dem warum?

hallo traurige maus.
ja,es ist ein langer weg,den mütter mit behinderten kindern gehen.aber der mensch wächst daran.
das leben wird irgendwann ,mit ganz anderen augen gesehn,
es sind ganz andere werte,die mütter mit behinderten kindern haben.
nur mut,und kraft wünsche ich dir.
du wirst es auch schaffen.es will alles erstmal verarbeitet werden.
und irgendwann hast du dein schiksal angenommen,und dann wird es irgendwie
einfach leichter.so hab ich das für mich empfunden.
Traurige_maus 30.05.2009, 13:51#6
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von Carmen62
Hallo
Danke für dein Vertrauen,ich glaube es ist der Alptraum aller Mütter,in so
einer Situation zu geraten.
Es ist ja noch so frisch,das dauert bis du damit ins Reine kommt.
Keiner sollte Dir die Schuld geben,3 so kleine Kinder,das ist viel Arbeit.
Meine Kinder waren auch so dicht hintereinander geboren.
Was haben wir alles durchgemacht.
Mach Dich nicht selbst fertig,dein Sohn braucht Dich ,mehr als zuvor.
Du kannst es nicht ungeschehen machen,aber du kannst dein Sohn auf seinem
weiteren Lebensweg begleiten und beistehen.
Du wirst es schaffen,du wächst an dieser Herrausforderung.
Gebe nicht auf,und suche Dir proffessionelle Hilfe.
Suche Beratungsstellen auf,die dir zusätzlich Hilfe gewähren.
Ich wünsche Dir alles Gute,ich weiss es wird nicht einfach
LG Carmen
Ja aber ich weiss doch noch nicht mal wie ich jemals damit klar kommen soll..mein sohn wäre bei nah gestorben und des nur weil verantwortungslos gehandelt habe..ich habe Angst das man mir immer wieder wieder die gleiche schuld gibt das ich ihn nicht alleine lassen hätte sollen usw...ich weiss das ich mein sohn das irgendwann mal erklären muss was pasiert ist..und ich hoffe man versteht mich hier irgendwann mal..denn momentan kann man mir noch nicht sagen in wie fern er behindert sein wird..und wie lange er noch bei der kur bleiben muss...Anfangs war ich bei ihm für zwei tage bei der kur habe sie aber abgebrochen weil ich es nicht konnte und weil es mir so schwer viel ihn da so zu shehen..wie er lag und gelitten hat..mittlerweile lacht er wieder und macht vortschritte...vieleicht und des hoffe ich so sehr wird er wieder ein stück weit ''normal''werden...ich habe angst vor dem was auf mich zukommt...
Traurige_maus 30.05.2009, 13:57#7
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von elfriede
hallo traurige maus.
ja,es ist ein langer weg,den mütter mit behinderten kindern gehen.aber der mensch wächst daran.
das leben wird irgendwann ,mit ganz anderen augen gesehn,
es sind ganz andere werte,die mütter mit behinderten kindern haben.
nur mut,und kraft wünsche ich dir.
du wirst es auch schaffen.es will alles erstmal verarbeitet werden.
und irgendwann hast du dein schiksal angenommen,und dann wird es irgendwie
einfach leichter.so hab ich das für mich empfunden.

ich hoffe so sehr das ich irgendwann damit umgehen kann und ich mir keine vorwürfe mehr machen muss.
Doch ich glaube wo ich werd es ein leben lang im kopf behalten und mich an diesen gedanken nicht mehr los lassen das ich schuld dran bin...
ich wünschte dieser tag wäre niemals pasiert...ich wünschte lukas wäre noch immer so wie vorher..bei mir..bei seiner schwester und sein zwillingsbruder..Ich liebe ihn und brauche ihn doch...
**Claudia** 30.05.2009, 14:32#8
AW: Die frage nach dem warum?

Hallo Traurige Maus,

ich bin auch nicht der Ansicht, dass Du verantwortungslos gehandelt hat, so wie Du den Unfall-Hergang beschreibst.
Ich denke aber auch, dass die Bestätigung von Aussen (dass Du keine Schuld hast) allenfalls so etwas wie eine "vorübergehende Pflasterfunktion" hat, die innere "Wunde" aber trotzdem nicht abheilen kann.

Hast Du Dir schon mal überlegt, Dir psychologische Unterstützung zu holen, um den ganzen Unfallhergang aufarbeiten zu können - auch, um wieder "innere Sicherheit" zu gewinnen, die Deine Lebensqualität wieder erhöht?

Du könntest Dich an eine Beratungsstelle wenden, in Halle gibt es folgende Adressen:

pro familia-Beratungsstelle
Träger: Pro Familia
Wilhelm-von-Klewitz-Str. 11
06132 Halle
Tel. (03 45) 7 74 82 42
Fax. (03 45) 7 74 82 41
E-Mail:



AWO-Erziehungshilfe (S.) gGmbH Erziehungsberatungsstelle
Träger: AWO-Erziehungshilfe (S.) gGmbH
Zerbster Str. 14
06124 Halle
Tel. (03 45) 50 39 60
Fax. (03 45) 47 015 08
E-Mail:

Um eine Stabilität in der Familie gewährleisten zu können, ist es wichtig, dass Du als Mutter erst einmal wieder selbst Stabilität entwickeln kannst.

Solltest Du Fragen zu der Vorgehensweise bei Beratungsstellen haben, kannst Du Dich sehr gerne an mich wenden - mit dieser Thematik habe ich viel zu tun. Sowohl als Pflegemutter, die sich selbst gerne mal den einen oder anderen Rat holt, als auch als Ehrenamtliche.
Kiri 30.05.2009, 20:22#9
AW: Die frage nach dem warum?

Hallo Traurige Maus,

das ist ein tragischer Schicksalsschlag, den du erlebt hast...

Du steckst noch mittendrin, die Verarbeitung wird noch eine Weile dauern. Klar, sowas vergisst man sein Leben lang nicht. Gedanken an den Unfall werden immer wieder mal hochkommen. Aber Vorwürfe brauchst du dir keine zu machen, du hast ohne Absicht gehandelt und warst eh in einer Stresssituation.

Aber das Leben muss weitergehen. Deine Kinder brauchen dich. Überlege, wo du Kraft herbekommen kannst, was dir gut tut.

Wenn du es schaffst, das Ganze mal mit Abstand zu betrachten, denk`daran, wieviele andere Leute solche Schicksalsschläge erleiden und lernen müssen, damit umzugehen... Vielleicht tröstet es dich, von solchen Familien zu hören / lesen, hier im Forum z.B.
Es gibt auch Bücher, von Leuten verfasst, die auf diese Weise ähnliche Schicksalsschläge zu verarbeiten suchen...

Ich weis einen Fall aus dem Bekanntenkreis, da hatte die Mutter ihren Sohn im Kleinkindalter für einige Tage in ein Kinderheim gegeben ( ist schon Jahrzehnte her), weil sie zur Geburt des nächsten Kindes in die Klinik musste und keine andere Betreuungsmöglichkeit damals hatte...
Sie musste dann kurz nach der Niederkunft den Schock verkraften, dass ihr anderer Sohn im Kinderheim in einem unbewachten Moment in der Badewanne dort ertrunken war. ( Nach dem Vorfall wurde das Kinderheim damals geschlossen).

Das hat sie sehr "`reingerissen"...
Sie war danach nicht mehr die unbeschwerte Person von vorher.
Aber sie hat sich mit der Zeit gut gefangen, wie man sagt.
Da sie noch mehr Kinder hatte, die versorgt werden mussten, musste sie halt auch sofort wieder "funktionieren"...

Wünsche dir alle Kraft und deinem Sohn eine möglichst gute Entwicklung !
Hoffentlich steht deine Familie und Freunde hinter dir und stützen dich !

LG, Kiri
Traurige_maus 01.06.2009, 22:38#10
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von Kiri
Hallo Traurige Maus,

das ist ein tragischer Schicksalsschlag, den du erlebt hast...

Du steckst noch mittendrin, die Verarbeitung wird noch eine Weile dauern. Klar, sowas vergisst man sein Leben lang nicht. Gedanken an den Unfall werden immer wieder mal hochkommen. Aber Vorwürfe brauchst du dir keine zu machen, du hast ohne Absicht gehandelt und warst eh in einer Stresssituation.

Aber das Leben muss weitergehen. Deine Kinder brauchen dich. Überlege, wo du Kraft herbekommen kannst, was dir gut tut.

Wenn du es schaffst, das Ganze mal mit Abstand zu betrachten, denk`daran, wieviele andere Leute solche Schicksalsschläge erleiden und lernen müssen, damit umzugehen... Vielleicht tröstet es dich, von solchen Familien zu hören / lesen, hier im Forum z.B.
Es gibt auch Bücher, von Leuten verfasst, die auf diese Weise ähnliche Schicksalsschläge zu verarbeiten suchen...

Ich weis einen Fall aus dem Bekanntenkreis, da hatte die Mutter ihren Sohn im Kleinkindalter für einige Tage in ein Kinderheim gegeben ( ist schon Jahrzehnte her), weil sie zur Geburt des nächsten Kindes in die Klinik musste und keine andere Betreuungsmöglichkeit damals hatte...
Sie musste dann kurz nach der Niederkunft den Schock verkraften, dass ihr anderer Sohn im Kinderheim in einem unbewachten Moment in der Badewanne dort ertrunken war. ( Nach dem Vorfall wurde das Kinderheim damals geschlossen).

Das hat sie sehr "`reingerissen"...
Sie war danach nicht mehr die unbeschwerte Person von vorher.
Aber sie hat sich mit der Zeit gut gefangen, wie man sagt.
Da sie noch mehr Kinder hatte, die versorgt werden mussten, musste sie halt auch sofort wieder "funktionieren"...

Wünsche dir alle Kraft und deinem Sohn eine möglichst gute Entwicklung !
Hoffentlich steht deine Familie und Freunde hinter dir und stützen dich !

LG, Kiri


Liebe kira...
vielen lieben dank für dein schreiben..
es hat mir sehr geholfen und treibt mir die tränen in die augen wenn ich sowas lese...
man sieht immer wieder aufs neue das ich nicht alleine bin mit all der angst und dem leiden..
ich finde es schwierig darüber zu schreiben weil es noch so frisch ist°° und ich viel weine und nachdenke..
doch ich denk;tränen sind nichts schlimmes..
ich meide es nur es raus zu lassen wenn meine anderen beiden kinder da sind..
am abend sitz ich da und denke viel'sehr viel nach../warum wieso und weshalb.../ich stell mir vor wie weit er jetzt schon wäre...sein zwillingsbruder erinnert mich sehr an ihm...an die wunderschöne zeit mit ihm...er fehlt mir so...der schmerz und die trauer um ihm will nicht vergegehn...!!Sicherlich bin ich glücklich das er trotzdem lebt-aber ich will nicht das er leiden tut.../ist es das was ich mich so beschäftigt..angst vor dem zu haben was kommt..oder ist es die angst,sich damit ''anzufreunden''das es pasiert ist aber nicht zu ändern geht?
Traurige_maus 01.06.2009, 22:53#11
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von **Claudia**
Hallo Traurige Maus,

ich bin auch nicht der Ansicht, dass Du verantwortungslos gehandelt hat, so wie Du den Unfall-Hergang beschreibst.
Ich denke aber auch, dass die Bestätigung von Aussen (dass Du keine Schuld hast) allenfalls so etwas wie eine "vorübergehende Pflasterfunktion" hat, die innere "Wunde" aber trotzdem nicht abheilen kann.

Hast Du Dir schon mal überlegt, Dir psychologische Unterstützung zu holen, um den ganzen Unfallhergang aufarbeiten zu können - auch, um wieder "innere Sicherheit" zu gewinnen, die Deine Lebensqualität wieder erhöht?

Du könntest Dich an eine Beratungsstelle wenden, in Halle gibt es folgende Adressen:

pro familia-Beratungsstelle
Träger: Pro Familia
Wilhelm-von-Klewitz-Str. 11
06132 Halle
Tel. (03 45) 7 74 82 42
Fax. (03 45) 7 74 82 41
E-Mail:



AWO-Erziehungshilfe (S.) gGmbH Erziehungsberatungsstelle
Träger: AWO-Erziehungshilfe (S.) gGmbH
Zerbster Str. 14
06124 Halle
Tel. (03 45) 50 39 60
Fax. (03 45) 47 015 08
E-Mail:

Um eine Stabilität in der Familie gewährleisten zu können, ist es wichtig, dass Du als Mutter erst einmal wieder selbst Stabilität entwickeln kannst.

Solltest Du Fragen zu der Vorgehensweise bei Beratungsstellen haben, kannst Du Dich sehr gerne an mich wenden - mit dieser Thematik habe ich viel zu tun. Sowohl als Pflegemutter, die sich selbst gerne mal den einen oder anderen Rat holt, als auch als Ehrenamtliche.


Hallo Claudia..
Auch an dich ein liebes dankeschön..für die adressen und telefonnummern...
ich habe mir jetzt ein ziel gesetzt undwerde mir langsam aber sicher
hilfe suchen denn ich glaub allein werd ich damit nicht fertig...
allein schaff ich es nicht mit dem schmerz zu leben...
ich frage mich oft..warum?warum mein sohn..?habe mir immer gesagt und war stolz drauf gesunde kinder zu haben...
zwillinge gesund gebohren zu haben..und das nach all dem schwierigkeiten und schicksaalschläge(vorher)gehabt zu haben..war ich einfach nur froh gewesen das sie da waren...
Lukas war von geburt an nicht einfach..war oft krank..musste viel in die klinik...
hatte zwei op's gehabt...war ein schreikind usw...!!Ich hatte es nicht einfach mit ihm...und genau da wo sich alles beruhigt hatte..die lage sich entspannte pasierte dieser umfall...ist es nicht komisch das ich nur noch negative darüber denke?an was liegt es das ich so denke und fühle..?kein mehr an mich ran lasse..bei allem abblocke...ich versteh es doch selber nicht aber irgendwas hintert mich daran,wieder nähe zuzulassen...!!
**Claudia** 02.06.2009, 09:21#12
AW: Die frage nach dem warum?

Hallo Traurige Maus,
an was liegt es das ich so denke und fühle..?kein mehr an mich ran lasse..bei allem abblocke...ich versteh es doch selber nicht aber irgendwas hintert mich daran,wieder nähe zuzulassen...!!

was ich bei Deiner Antwort wahrnehme ist, dass Du "trotzdem" sehr klar denkst und auch Deine Gefühle gut verständlich benennen kannst.

Genau das halte ich für einen guten Ansatzpunkt, wenn Du Dir Unterstützung holst - durch diese Unterstützung kannst Du erst mal "angeleitet" (später völlig eigenständig) an diese Gefühle herankommen und mit ihnen arbeiten.

Die (Auf)lösung ergibt sich dann von selbst.
Die "Fragezeichen" werden zu Antworten und die führen dann wiederum zu mehr Selbstvertrauen.

Ich hatte neulich in meinem "Ehrenamt" einen "Fall", bei dem ich mein Handeln selbst nicht so ganz verstanden habe.
Habe mich dann mit meiner Supervisorin zusammengesetzt und die Situation mit Männchen nachgebaut, um das gefühlte "Kuddelmuddel" von Aussen erst mal nachzustellen.
Die Supervisorin hat dann durch passende Bemerkungen und gezieltes Nachfragen eine Brücke zu meinen ganzen "Fragezeichen" gebaut und auf einmal war alles gelöst - inklusive ich ;-).


Natürlich ist das jetzt kein Vergleich zu Deiner Situation, aber die Arbeitsweise bei professionellen Unterstützern ist sicher eine ähnliche und ich will Dir Mut zusprechen, das zu nutzen.

Die Beratungsstellen sind übrigens kostenfrei!
Traurige_maus 02.06.2009, 13:38#13
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von **Claudia**
Hallo Traurige Maus,



was ich bei Deiner Antwort wahrnehme ist, dass Du "trotzdem" sehr klar denkst und auch Deine Gefühle gut verständlich benennen kannst.

Genau das halte ich für einen guten Ansatzpunkt, wenn Du Dir Unterstützung holst - durch diese Unterstützung kannst Du erst mal "angeleitet" (später völlig eigenständig) an diese Gefühle herankommen und mit ihnen arbeiten.

Die (Auf)lösung ergibt sich dann von selbst.
Die "Fragezeichen" werden zu Antworten und die führen dann wiederum zu mehr Selbstvertrauen.

Ich hatte neulich in meinem "Ehrenamt" einen "Fall", bei dem ich mein Handeln selbst nicht so ganz verstanden habe.
Habe mich dann mit meiner Supervisorin zusammengesetzt und die Situation mit Männchen nachgebaut, um das gefühlte "Kuddelmuddel" von Aussen erst mal nachzustellen.
Die Supervisorin hat dann durch passende Bemerkungen und gezieltes Nachfragen eine Brücke zu meinen ganzen "Fragezeichen" gebaut und auf einmal war alles gelöst - inklusive ich ;-).


Natürlich ist das jetzt kein Vergleich zu Deiner Situation, aber die Arbeitsweise bei professionellen Unterstützern ist sicher eine ähnliche und ich will Dir Mut zusprechen, das zu nutzen.

Die Beratungsstellen sind übrigens kostenfrei!


Hallo Claudia...
Also ich habe ja schon von der awo ne familiehilfe bekommen und sie war heute da...
auch wenn es mir verdammt schwer viel darüber zu reden und mich dazu zu äusern was lukas betrifft...
doch ich habe erkannt das ich es nicht anderster schaffe damit zu leben und damit umzugehen...ich bin wie man so schön zu sagen pflegt nicvht mehr bodenständig und habe das gefühl das man mir immer wieder aufs neue den boden unter den füßen weg zieht...
irgendwann das weiss ich genau schaff ich des net mehr und tu mir damit kein gefallen..
**Claudia** 02.06.2009, 16:08#14
AW: Die frage nach dem warum?

Hallo Traurige Maus,

das mit der Familienhilfe klingt doch schon mal prima :-).
Ich denke, dass durch die FH schon einmal die Situation entzerrt wird. Wichtig ist dann m.E. noch, dass Du dann selbst wieder den Boden unter Deinen Füssen spürst - und da kann Dich sicherlich die Beratung ausserhalb der Familienhilfe unterstützend zur Seite stehen.

Ich merke auch in dieser Antwort eine gute Selbsteinschätzung, Du findest konkrete Worte, um (D)einen konkreten Zustand zu beschreiben.

Von daher bin ich sicher, dass Du zwar momentan und vorübergehend eine Beratung für Dich sicher gut "gebrauchen" kannst (nicht im Sinne eines "Opfers", das zwingend auf einen Retter angwiesen ist - deshalb habe ich das Wort "gebrauchen" gewählt, denn Du wirst die Beratung bestimmt ganz aktiv für Dich verwenden), die dann vermutlich einen Brückenschlag zu Deinem Selbstvetrauen wieder herstellen wird.

Dann wirst Du auch wieder den Boden unter Deinen Füssen spüren :-).
Traurige_maus 02.06.2009, 18:38#15
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von **Claudia**
Hallo Traurige Maus,

das mit der Familienhilfe klingt doch schon mal prima :-).
Ich denke, dass durch die FH schon einmal die Situation entzerrt wird. Wichtig ist dann m.E. noch, dass Du dann selbst wieder den Boden unter Deinen Füssen spürst - und da kann Dich sicherlich die Beratung ausserhalb der Familienhilfe unterstützend zur Seite stehen.

Ich merke auch in dieser Antwort eine gute Selbsteinschätzung, Du findest konkrete Worte, um (D)einen konkreten Zustand zu beschreiben.

Von daher bin ich sicher, dass Du zwar momentan und vorübergehend eine Beratung für Dich sicher gut "gebrauchen" kannst (nicht im Sinne eines "Opfers", das zwingend auf einen Retter angwiesen ist - deshalb habe ich das Wort "gebrauchen" gewählt, denn Du wirst die Beratung bestimmt ganz aktiv für Dich verwenden), die dann vermutlich einen Brückenschlag zu Deinem Selbstvetrauen wieder herstellen wird.

Dann wirst Du auch wieder den Boden unter Deinen Füssen spüren :-).


LiEbE CLaudia...
ich weiss es wird ein sehr langer weg sein den ich gehen muss...
aber ich hoffe sehr und das auch im sinne meiner kinder das alles wieder besser wird..
die sonne wieder mehr in meinen herzen scheinen wird und ich mich wieder mehr auf den tag mit meinen kindern freune kann..
denn momentan scheint für mich nichts mehr einen sinn zu haben...
tagüber sind die zwei kleinen in der kita(ganztagsplatz)(von 7.30-15.30)also genug zeit um darüber nachzudenken wie es weiter geht...wenn ich dann auch noch alleine bin fällt es mir sehr schwer den weg in das Badezimmer zu gehen..wobei ich sagen muss das es nicht mehr ganz so schlimm ist wie anfangs als ich das badezimmer betrat...!!Mein mann fährt morgen wieder zu klein lukas...und bleibt dort auch wieder für einige zeit...das heist für mich wieder voll mama zu sein und nur für meine kinder da zu sein...mein mann hat mir in der letzten zeit viel arbeit abgenommen so das ich mehr zeit für mich habe..ich denke aber es ist an der zeit das ich wieder einsatzbereit sein muss...ich ''funktioniere eigendlich nur noch stehts meiner kinder zu liebe''!!ich habe mir hilfe gesucht weil ich mir anderster nicht mehr zu helfen weiss und ich das umgehen mit dem altag schwer finde...doch das ist erst seid dem tragischen umfall so geworden...normalerweise bin ich eine ziehlstrebige person...kümmere mich um fast alles...und hatte immer spass am haushalt..!!
**Claudia** 02.06.2009, 21:37#16
AW: Die frage nach dem warum?

Hallo, liebe Traurige Maus -
...wenn ich dann auch noch alleine bin fällt es mir sehr schwer den weg in das Badezimmer zu gehen..wobei ich sagen muss das es nicht mehr ganz so schlimm ist wie anfangs als ich das badezimmer betrat

das kann ich gut nachvollziehen.
Als ich über den Satz nachgedacht habe, ist mir eine Situation eingefallen, die ich vor ein paar Jahren erlebt habe:
wir waren nachts im Auto unterwegs und wurden in einen Unfall verwickelt, der wohl nur wenige Minuten vorher passiert ist.

Dabei wurde eine blutjunge Mopedfahrerin verletzt. Ich habe Erste Hilfe geleistet, habe erst gar nicht das "schockierende Bild" richtig wahrgenommen.

Ich habe dem Mädel instinktiv den Helm abgenommen, obwohl mein Verstand "Nein!!!" geschrien hat. Ich kann bis heute noch nicht sagen, warum ich das getan habe.
So lange ich im Ungewissen war, ob das Mädel überlebt hatte, hat mich das schlechte Gewissen geplagt - wann immer wir an der Unfalstelle (wir haben nahe der Stelle gewohnt) vorbeigekommen sind, war es für mich ein Horrorgefühl, weil ich Schuldgefühle hatte.

Es ging mir erst besser, als ich als Zeugin von der Polizei einige Tage später gefragt wurde und erfahren habe, dass es "in dem Fall" absolut ok gewesen war, den Helm abzunehmen (das Mädel hatte überlebt, es hatte "nur" Brüche erlitten)- von dem Moment an, wurde es für mich leichter, an der Unfallstelle vorbeizukommen.
...normalerweise bin ich eine ziehlstrebige person...kümmere mich um fast alles...und hatte immer spass am haushalt..!!

Zielstrebigkeit ist ein wunderbares Potenzial, das Du da in Dir trägst und diese Zielstrebigkeit wird Dich im Unterbewusstsein garantiert auch durch diese Krise bringen.
Selbst wenn Du sie im Moment nicht spüren kannst, weil Du gerade mit anderen Dingen gedanklich beschäftigter bist:
Du hast die Zielstrebigkeit in Dir und die kommt mit Sicherheit wieder zurück und wird Dir Antworten und vor Allem Lösungswege anbieten.

Versuch' Dir "trotz allem" ein Ziel zu setzen, auch wenn es ein ganz kleines ist.
Manchmal setze ich mir (wenn ich das Gefühl habe, das Chaos hat mich im Griff ;-) ) "nur" das Ziel: ich teste mal ein neues Putzmittel, das gut duftet....dann macht mir die Arbeit in dem Moment irgendwie mehr Spass und wenn ich dann den frisch geputzten Raum angucke, habe ich schon ein Ziel erreicht.

Verlier' nur nicht den Glauben an Deine Kraft!
Traurige_maus 04.06.2009, 12:43#17
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von **Claudia**
Hallo, liebe Traurige Maus -



das kann ich gut nachvollziehen.
Als ich über den Satz nachgedacht habe, ist mir eine Situation eingefallen, die ich vor ein paar Jahren erlebt habe:
wir waren nachts im Auto unterwegs und wurden in einen Unfall verwickelt, der wohl nur wenige Minuten vorher passiert ist.

Dabei wurde eine blutjunge Mopedfahrerin verletzt. Ich habe Erste Hilfe geleistet, habe erst gar nicht das "schockierende Bild" richtig wahrgenommen.

Ich habe dem Mädel instinktiv den Helm abgenommen, obwohl mein Verstand "Nein!!!" geschrien hat. Ich kann bis heute noch nicht sagen, warum ich das getan habe.
So lange ich im Ungewissen war, ob das Mädel überlebt hatte, hat mich das schlechte Gewissen geplagt - wann immer wir an der Unfalstelle (wir haben nahe der Stelle gewohnt) vorbeigekommen sind, war es für mich ein Horrorgefühl, weil ich Schuldgefühle hatte.

Es ging mir erst besser, als ich als Zeugin von der Polizei einige Tage später gefragt wurde und erfahren habe, dass es "in dem Fall" absolut ok gewesen war, den Helm abzunehmen (das Mädel hatte überlebt, es hatte "nur" Brüche erlitten)- von dem Moment an, wurde es für mich leichter, an der Unfallstelle vorbeizukommen.




Zielstrebigkeit ist ein wunderbares Potenzial, das Du da in Dir trägst und diese Zielstrebigkeit wird Dich im Unterbewusstsein garantiert auch durch diese Krise bringen.
Selbst wenn Du sie im Moment nicht spüren kannst, weil Du gerade mit anderen Dingen gedanklich beschäftigter bist:
Du hast die Zielstrebigkeit in Dir und die kommt mit Sicherheit wieder zurück und wird Dir Antworten und vor Allem Lösungswege anbieten.

Versuch' Dir "trotz allem" ein Ziel zu setzen, auch wenn es ein ganz kleines ist.
Manchmal setze ich mir (wenn ich das Gefühl habe, das Chaos hat mich im Griff ;-) ) "nur" das Ziel: ich teste mal ein neues Putzmittel, das gut duftet....dann macht mir die Arbeit in dem Moment irgendwie mehr Spass und wenn ich dann den frisch geputzten Raum angucke, habe ich schon ein Ziel erreicht.

Verlier' nur nicht den Glauben an Deine Kraft!



**********Liebe Claudia.********
ich danke dir für deinen hilfreichen text...
Wobei ich sagen muss das ich mopmentan nicht weiss wo mir der kopf steht..**
Ich habe das gefühl und das schon seid gewisser zeit das ich
obwohl ich es nicht will)nichts mehr in die reihe bekomme..**
Egal..was auch immer in meinen kopf vorgeht..ich bekomm die bilder nicht aus meinen kopf**
*****ausen bin ich stark(versuch es zumindest)aber innen?'bin ich eine zerbrechliche person''*****
****aber wielange muss ich es noch mit mir machen lassen**wielange soll das so noch weiter gehen?
***ich habe oft sehr oft gedacht und das zu recht(irgendwo zu recht'(Oder))ob ich wo doch im badezimmer stehen bleiben sollen...?aber dennoch die gegenfrage stelle..hätte nicht mit leon auch etwas geschehen können?**

**********************************************************************************************************************************auf jedenfall danke ich dir**das du so gut´überlegte antworten findest auf meine texte***denn es hilft mir ein wenig die ''innere ruhe zu finden''
:-)
**Claudia** 04.06.2009, 18:09#18
AW: Die frage nach dem warum?

Liebe Traurige Maus,

ich freue mich, wenn ich wenigstens ein kleines bisschen zur Entlastung beitragen kann.
Wir können gerne weiter in Verbindung bleiben :-).

Ich sitze allerdings gerade auf gepackten Koffern, werde morgen eine Reise antreten, die für mich vielleicht eine weitreichende sein wird - im Moment geht sie fast ins Ungewisse.

Wenn ich wieder zurück bin, melde ich mich hier auch wieder zurück.
Behalt' den Kopf auf jeden Fall oben und glaube an Dich!

Bis bald!
HHelmutS 04.06.2009, 22:23#19
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von Traurige_maus
ich stelle mich erstmal vor...ich bin doreen,24 jahre jung und habe drei kinder..eine tochter namens sophia(2jahre)und meine zwillinge Lukas und Leon..Grade ein jahr geworden..ich war bis zum18.03.09 die glücklichste mama der welt bis dieser schreckliche umfall pasierte...;(ich weiss nicht wie ich s in worte fassen kann oder soll...denn bis heute fällt es mir sowas von schwer darüber zu reden oder mich dazu zu äusern denn ich trage die schuld für das was pasierte...ich dreh mich im kreis weiss nicht mehr weiter..weiss nicht mehr wie ich damit umgehen soll...warum?warum ich?warum mein sohn?

Hallo Traurige_maus

die Frage nach dem warum klärt sich leichter, wenn man einen Blick in die Natur wirft. Da sieht man, das in allen Lebenswelten immer mal wieder Einzelne, aus unterschiedlichsten Gründen anders sind, als die Meisten ihrer Art. In noch so schönen Wäldern stehen gerade, krumme und sonst wie verwachsene Bäume, in noch so schönem Rasen wachsen wild krum wachsende Halme neben greaden. Genau so ist das bei den Tieren und uns Menschen halt auch, und wir können trotz aller Möglichkeiten die wir haben, nichts dagegen tun.

Neulich berichtete mir eine Nachbarin, das ihre Tochter alles mögliche getan hat, um kein behindertes Kind zu bekommen. Von genetischen Tests vor der Zeugung, über PID, bis zur Fruchtwasseruntersuchung. Was nach 9 Monaten optimal verlaufender Schwangerschaft u. Geburt kam, war ein Schreibaby das mit 4 J. trotz MMR Impfung Masern bekam, und seitdem ein Pflegefall ist. Meine Tochter hatte im Alter von 2 Wochen eine Meningitis, und ist heute mit 25 J. auf dem Stand eine Kleinkindes. Das fitte Kind einer Bekannten hatte mit 7 J. eine Meningitis, und kann heute mit 22 J. nicht halb so viel wie meine Tochter. Eine Schulkollegin von mir sagte mir vor Jahren, wie froh sie sei, mit ihrem Kind, nicht solche Probleme zu haben... bis sie es 6 Wochen später beim einparken zu spät sah, und es im Rollstuhl landete.

Das ist so, weil es zu keiner Zeit eine Garantie für ein nicht behindertes Kind gibt. Wer sich fragt, warum es sein Kind trifft, wirft damit die Frage auf, warum es ihn....oder wenn wen überhaupt treffen soll. Versorgen andere Eltern so ein Kind besser als man selbst ? Egal wie es ist, wir müssen das Leben so annehmen wie es kommt, und für alle Beteiligten das Beste daraus machen. Da Wälder und Rasen mit krummen und sehr verwachsene Bäumen u. Halmen meist die Schönsten sind, wird auch das Leben mit einem behinderten Kind schöner, als man anfangs glaubt.

:-) Helmut
Traurige_maus 05.06.2009, 13:53#20
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von **Claudia**
Liebe Traurige Maus,

ich freue mich, wenn ich wenigstens ein kleines bisschen zur Entlastung beitragen kann.
Wir können gerne weiter in Verbindung bleiben :-).

Ich sitze allerdings gerade auf gepackten Koffern, werde morgen eine Reise antreten, die für mich vielleicht eine weitreichende sein wird - im Moment geht sie fast ins Ungewisse.

Wenn ich wieder zurück bin, melde ich mich hier auch wieder zurück.
Behalt' den Kopf auf jeden Fall oben und glaube an Dich!

Bis bald!


*Liebe Claudia;)
ich danke dir ganz lieb für deine zeilen auch wenn es mir momentan mies geht scheint für mich es langsam berg auf zu gehen..so hoff ich es ja auch...
Ich wünsche dir alles gute und hoffe das du deine reise gut übersthen tust..Wo geht es denn hin?Liebe grüsse sagt dir doreen
Traurige_maus 05.06.2009, 13:55#21
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von HHelmutS
Hallo Traurige_maus

die Frage nach dem warum klärt sich leichter, wenn man einen Blick in die Natur wirft. Da sieht man, das in allen Lebenswelten immer mal wieder Einzelne, aus unterschiedlichsten Gründen anders sind, als die Meisten ihrer Art. In noch so schönen Wäldern stehen gerade, krumme und sonst wie verwachsene Bäume, in noch so schönem Rasen wachsen wild krum wachsende Halme neben greaden. Genau so ist das bei den Tieren und uns Menschen halt auch, und wir können trotz aller Möglichkeiten die wir haben, nichts dagegen tun.

Neulich berichtete mir eine Nachbarin, das ihre Tochter alles mögliche getan hat, um kein behindertes Kind zu bekommen. Von genetischen Tests vor der Zeugung, über PID, bis zur Fruchtwasseruntersuchung. Was nach 9 Monaten optimal verlaufender Schwangerschaft u. Geburt kam, war ein Schreibaby das mit 4 J. trotz MMR Impfung Masern bekam, und seitdem ein Pflegefall ist. Meine Tochter hatte im Alter von 2 Wochen eine Meningitis, und ist heute mit 25 J. auf dem Stand eine Kleinkindes. Das fitte Kind einer Bekannten hatte mit 7 J. eine Meningitis, und kann heute mit 22 J. nicht halb so viel wie meine Tochter. Eine Schulkollegin von mir sagte mir vor Jahren, wie froh sie sei, mit ihrem Kind, nicht solche Probleme zu haben... bis sie es 6 Wochen später beim einparken zu spät sah, und es im Rollstuhl landete.

Das ist so, weil es zu keiner Zeit eine Garantie für ein nicht behindertes Kind gibt. Wer sich fragt, warum es sein Kind trifft, wirft damit die Frage auf, warum es ihn....oder wenn wen überhaupt treffen soll. Versorgen andere Eltern so ein Kind besser als man selbst ? Egal wie es ist, wir müssen das Leben so annehmen wie es kommt, und für alle Beteiligten das Beste daraus machen. Da Wälder und Rasen mit krummen und sehr verwachsene Bäumen u. Halmen meist die Schönsten sind, wird auch das Leben mit einem behinderten Kind schöner, als man anfangs glaubt.

:-) Helmut



Ich finde da keine antwort auf meine fragen in dem text^^es klingt so kompliziert.....!!!!!!!
elfriede 05.06.2009, 14:10#22
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von Traurige_maus
Ich finde da keine antwort auf meine fragen in dem text^^es klingt so kompliziert.....!!!!!!!

hallo traurige maus.
meine tochter ist 49jahre von geburt an mehrfach behindert,ich war 19jahre als sie geboren wurde.
warum sollte ich fragen warum??????????????
ich hab lernen müssen,mein leben mit ihr zu leben,und das beste daraus zu machen.
nimm es als dein schiksal an.es ist dir so bestimmt.
das einzigste was ich dir sagen kann.
uns geht es heute gut.
HHelmutS 05.06.2009, 16:47#23
AW: Die frage nach dem warum?
Zitat von Traurige_maus
Ich finde da keine antwort auf meine fragen in dem text^^es klingt so kompliziert.....!!!!!!!


Hallo Traurige-maus,

ich will es mal so sagen : Was hättest du damals anders machen können, wodurch zwar nicht das.. aber wohl was anderes passiert wäre ? Hättest du nicht nach dem anderen Kind gesehen, hätte es sich durch das Schreien verschlucken können, und könnte dadurch wohlmöglich noch schwerer betroffen sein können, als es das andere Kind nun ist. Was hättest du in der Situation sonst mache können ? Das eine Kind nas aus der Wanne nehmen, und damit auf dem Arm zum anderen Kind rennen, und dumm fallen.. oder es so lange auf den Wickeltisch legen... wo es runter fallen, oder es mit der Badeliege neben die Wanne stellen, wo ruck zuck eine Lungenentzündung, und dadurch die gleichen Probleme bekommen kann, die es nun hat ?

Andere Eltern tun (fast) alles menschenmögliche, um kein behindertes Kind zu bekommen, und bekommen dennoch eines... du hast das getan was du für richtig gehalten hast, was du tun konntest, und hast auch eines. Andere Eltern tun (auch) nur fast alles, weil der einzig sichere Weg, kein behindertes Kind zu haben der ist, kein Kind zu haben. Entscheidet man sich für ein Kind, ist die Entscheidung immer "all inclusive" denn eine Garantie dagegen gibt es nicht.

Ich war bei der Geburt meine Tochter dabei, und mir war sie von Anfang an viel zu ruhig. Die Ärzte im KH fanden ihr Verhalten normal, und holten nur wiederwillig einen Kinderarzt dazu. Der kontrollierte alles, und fand nichts.. ich war damit nicht zufrieden.. konnte aber nicht mehr tun. Nach 2 sehr ruhigen Wochen bekam sie hohes Fieber, mußte in ein andres KH, und die Ärzte meinten, das die Entzündung schon weit fortgeschritten sei, und wohlmöglich schon länger aktiv war...und ihr Verhalten nach der Geburt dazu passen könnte. Die Befunde kurz nach der Geburt waren jedoch alle unauffällig.... Ich könnte nun auch sagen : Warum nur ach hätte ich blos... Das hilft einem dann jedoch nicht weiter. Mit solchen Sachen kann man nur leben lernen und seine Erfahrungen daraus ziehen.

:-) Helmut
Luka 05.06.2009, 22:40#24
AW: Die frage nach dem warum?

Hallo traurige Maus,

die Frage nach dem Warum begleitet wohl alle Menschen die ein schwer erkranktes oder behindertes Familienmitglied haben. Und ich denke, das ist ganz normal. Ein Schritt in der Verarbeitung von schlimmen Ereignissen. Auch mich, wie sicher alle anderen Betroffenen hat das begleitet. Aber über die Zeit tritt das Warum in den Hintergrund. Kein Mensch kann sagen was passiert wäre, wenn du anders entschieden hättest... Du hast das getan, was in dem Moment für dich richtig war. Jetzt bleibt auch erst einmal abzuwarten, welche Auswirkungen das alles hat und dann, einen Weg zu finden, damit zu leben.
Wenn du dafür offen sein kannst - dann nimm Hilfe an, Hilfe von jemanden, der dir hilft all das zu ordnen. Ein erster Schritt ist, hier darüber zu sprechen. Für diesen Weg wünsche ich dir viel Kraft und auch viel Zuversicht, in deine eigenen Strärken zu vertrauen.
Alles Liebe

Anja
**Claudia** 18.06.2009, 11:20#25
AW: Die frage nach dem warum?

Hallo Traurige Maus,

wie geht es Dir denn inzwischen?