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pseudo-lennox-syndrom

Paul 29.05.2009, 09:44#1
hallo zusamen von kurzem haben wir erfahren das unsere tochter 7 jahre an epilepsie leidet an pseudo-lennox -syndrom , und besucht sie normale grundschule in moment ist sie zu hause weil die grundschule weil die könnten keine hilfe leisten bei anfähle, wer hat erfahrung mit die krancheit und wie mann damit umgeht auf eure antwort würde mich freuen paul:unsicher:
Yvonne 29.05.2009, 12:43#2
AW: pseudo-lennox-syndrom

Hallo Paul,

leider kann ihr dir in deiner Frage nicht helfen, aber ich möchte dich trotzdem hier Willkommen heissen. Wir haben uns ja gestern Abend schon im Chat kennen gelernt.

Liebe Grüße

Yvonne
Carmen62 29.05.2009, 14:27#3
AW: pseudo-lennox-syndrom

Hallo Paul
Es gibt eine Lennox -Gestaud- Mailingsliste.
Dort findest du genug Austausch:
http://de.groups.yahoo.com/group/lennox/
Gruss Carmen
Paul 29.05.2009, 20:12#4
AW: pseudo-lennox-syndrom

hallo yvonne danke für die rückantwort da kann man nichts machen ,in moment ist schwierig weil unsere tochter zu hause ist und nichts in der
schule bis zum ferien soll ein lehrer nach hause kommen in momentane fase ist sie unruig
ich weiss nichts ob das kurz von dem anfällen ist,ist deine tochter in der schule und in welche

paul
Kirsten 11.06.2009, 23:38#5
AW: pseudo-lennox-syndrom

Hallo Paul,

herzlich willkommen im Forum. Wie seid ihr den zu der Diagnose gekommen? Wird eure Tochter bereits medikamentös behandelt? Welches Notfallmedikament benutzt ihr und wie sehen ihre Anfälle aus? Wart ihr schon in einem Epilepsiezentrum vorstellig? (Bethel ist sehr gut.)
Es ist traurig, dass eure Tochter zu ihrem Pseudo-Lennox jetzt auch nicht in ihre gewohnte Schule gehen kann. Bestimmt nicht einfach für sie - und euch.
Viele Grüße
kirsty
Paul 12.06.2009, 20:15#6
AW: pseudo-lennox-syndrom

Hallo
zur Diagnose kamen wir das unsere Tochter einfach umgefallen ist plötzlich ohne Einwirkung.
Sie brachten wir ins Krankenhaus. Dies war zweimal so. Man konnte aber nichts feststellen.
erst beim dritten mal kam sie bei uns ins UniKlinikum dort stellte man dies sofort fest. Sie hat dann alles an Untersuchungen bekommen. Das EEG zeigte ganz klar die entsprechende Störungen an. Sie wurde dann auf das Medikament Osopol eingestellt, was sie auch vertrug.
weiterhin wurde die Dosierung erhöht und mitlerweile neue EEG`s zeigen verbesserungen. das heisst aber nicht das die Anfälle aufhören. Die Anfälle kommen plötzlich sie sackt zusammen. Mal ohne verkrampfungen mal mit. Bei verkrampfung bekommt sie das Notfallmedikament Diazepam Desitin was im After verabreicht wird. Es entkrampft auch gut.
Nun wenn sie den Anfall hat ist sie dann Bewustlos verdreht die Augen und ist nicht ansprechbar wir sprechen sie immer wieder an. Nach ca bis zu 15 Minuten kommen dann die ersten Reaktionen wieder gibt Antwort oder zeigt mit den Fingern das sie uns versteht.
Dann fällt sie in ein Erholungsschlaf. Das ganze dauert zwischen 45 und 60 Minuten. Dannach ist sie wieder hergestellt als wäre nichts gewesen. Sie kann sich auch nicht daran erinnern. Die Anfälle kommen aus dem Schlaf herraus oft Morgens. mitlerweile auch am Tage. Einmal im Schlaf. also alles ist unberechenbar und man kann sich kaum darauf einstellen.
IM Epilepsiezentrum waren wir nicht bisher, da die Anfälle gerade erst begonnen haben. ich weis auch nicht ob dies notwendig ist. Mal schauen. Haben uns erst einmal mit der Krankheit auseinander gesetzt und sind nun die Dinge am regeln die zu regeln sind. Ämter Schule und so weiter. Was nun ist mussman schauen. Schwer ist auch die starken Gefühlsausbruche besonders kurz vor den Anfällen aber auch so. Es sieht aus als hätte das Kind kein soziales benehmen Leute die nicht wissen das sie Krank ist reagieren entsprechend. Ich hoffe Deine Fragen beantwortet zu haben.
Uns würde Interresieren wie es bei euch ist???
MFG Paul
Kirsten 13.06.2009, 00:23#7
AW: pseudo-lennox-syndrom

Hallo Paul,

unser Sohn hat eine therapieresistente Epilepsie, d.h. er ist mit Medikamente eingestellt die wirken, aber die Anfälle leider nur in der Häufigkeit reduzieren, was aber die Lebensqualität an sich verbessert hat.
Stefan`s Anfallsbild hat sich im Laufe der Jahre verändert. Waren es früher nur kurzer Rucker durch den Oberkörper und Augen verdrehen, sind es heute Anfälle, die sich in der Art zeigen, dass er kurz steif wird, dann wieder locker und er versucht aufzustehen. Das kann dann über einen Zeitraum von bis zu 30 Minuten gehen. Er ist dabei aber nicht bewußtlos, immer ansprechbar. Früher hatte er auch Grand Mal Anfälle und war bewußtlos dabei.

Vor 16 Jahren haben wir hier (ein paar junge Mütter damals) eine Selbsthilfegruppe für anfallskranke Kinder und Jugendliche aufgebaut. In den letzten 15 Jahren hat sich viel auf diesem Gebiet weiter entwickelt. Aus unserer Erfahrung heraus empfehlen wir immer wieder das Aufsuchen von speziellen (bekannten) Epilepsieambulanzen und auch einmal stationär. Gerade in Epilepsiezentren verfügt man über eine geballte Erfahrung und einem Spitzen Ärzteteam deren Namen man auch immer wieder in der Epilepsieliteratur wieder finden kann. Sei es Prof. Doose aus Kiel Raisdorf, Dr. Schneble aus Kehl/Kork oder Prof. Degen von Bethel. Das sind Urgesteine, die sehr viel in der Epilepsiebehandlung für Kinder und Jugendliche entwickelt haben.
Ist ein Kind frisch betroffen und noch nicht mit Medikamenten übertherapiert, lohnt sich eine Vorstellung in einer speziellen Epilepsie-Ambulanz alle Mal - wie auch die spezielle 2. Meinung gerade bei Epilepsie sehr wichtig sein kann. Das soll nicht heißen, dass man von Arzt zu Arzt wechseln soll, sondern manchmal trifft ein anderer Arzt genau in das Schwarze und das Kind wird anfallsfrei. In der Epilepsiekinder- und Jugendklinik in Kork z.B. werden die Kinder medizinisch, pädagogisch und psychologisch umfassend betreut und beobachtet. Im gesamten Team werden evtl. Auffälligkeiten, Ticks, Verhalten, Wirkung positiv oder negativ auf das neue Medikament besprochen. Man versucht, bzw. nimmt Kontakt zu Schulen, Kindergärten im Heimatbereich auf, um eine adäquate Betreuung und Förderung für das betroffene Kind zu erreichen.
Da eure Tochter noch nicht so lange betroffen ist, aber leider auch noch nicht anfallsfrei ist, würde ich dahingehend auf jeden Fall weiter dran arbeiten. D.h. entweder ist das Meikament noch nicht ausgereizt, oder es ist nicht ganz das Richtige. Eigentlich sollte eine Anfallsfreiheit erreicht werden. Entweder mit einem Medikament, das bis an die mögliche Spiegelgrenze (Wirkungsbereich des Medikaments) hochdosiert wird, (können mehrere Monate ins Land ziehen, da man das eine Medikament reinfährt, wenn es nicht wirkt wieder raus nimmt und das nächste Medikament hochfährt) oder wenn eine Monotherapie nicht die erwünschte Wirkung zeigt, ein zweites Medikament hinzudosiert.
Selbst mit einer Epilepsie kann man ein "normales" Leben führen. Je eher Anfälle in den Griff zu bekommen sind (je nach Anfallsart) um so größer ist die Chance.
Für euch ist alles ziemlich neu. Ich möchte euch auch keinesfalls "verschrecken". Nur durch unsere lange Arbeit in der Selbsthilfe und den vielen Fortbildungen hat man sich ein wenig "Wissen" angeeignet. Unser Sohn hat seine Epilepsie durch eine Hirnschädigung die er aufgrund einer Infektion während der Schwangerschaft erlitten hat.
Noch einmal möchte ich auf dein Beschreiben der Anfälle zurückkommen. Wenn eure Tochter ohne Reaktion zusammen fällt, gebt ihr kein Notfallmedikament? Bekommt sie in dieser Zeit blaue Lippen oder wird blass?
Nach längeren Anfällen brauchen Anfallskranke oft diesen Erholungsschlaf, andere stehen aber auch auf und sind fit wie vor dem Anfall.
Wir haben früher auch das Diazepam benutzt. Heute geben wir Tavor. Das wird in den Mund geschoben. Da unser Sohn bereits 18 Jahre alt ist und dies für ihn die bessere Versorgung ist.
Ich könnte jetzt noch ewig weiterschreiben z.B. wäre auch die Ursache der plötzlich auftretenden Epilepsie zu ergründen. Manche Epilepsien kann man eindeutig einem EEG zu schreiben. Man kann aber auch ein blitzsauberes EEG haben und ist permanent am krampfen, was aber nach außen gar nicht zu sehen ist.
Hier ist ein Link zu einer Seite, die ganz viel Info`s gibt. Man kann auch einen newsletter abonnieren. Ich bekomme ihn regelmäßig.

http://www.epinews.de/index.php?ACTION=home.inc&PV=1

Im neuen newsletter wird zum Beispiel auf das Lehrerpaket hingewiesen, welches man beziehen kann und an die Schule weitergeben kann. Auf dieser CD finden die Schulen genug Info`s, wie sie mit Kinder mit einer Epilepsie umgehen, bzw. was sie beachten müssen. Ebenso kann man auf dem letzten Newsletter auch Videobeispiele zu Anfallsformen sehen.

Beispiel:
Wichtige Informationen für Lehrer zum Thema Epilepsie
Jedes Kind mit Epilepsie kann, primär unabhängig von seiner Erkrankung, die Schule besuchen, die seiner Begabung entspricht. Bestimmte besondere Umstände, wie z. B. häufige Anfälle oder Medikamentennebenwirkungen, können jedoch das Lernverhalten und die Leistung der Betroffenen negativ beeinflussen. ... (mehr)

So, jetzt komm ich aber mal wieder zum Ende.
Viele Grüße
kirsty
Paul 15.06.2009, 22:03#8
AW: pseudo-lennox-syndrom

Hallo
Um deine Fragen zu beantworten bekommt sie nur Diazepam bei Verkrampfungen. Sie hat keine blaue Lippen oder sonstiges. Bisher wurde sie auf Osopol eingestellt wobei so nach und nach die Dosis erhöht wurde. Das Letzte EEG zeigte gegenüber des vorherigen keine Unterbrechungen in den Linien, also Normal. Was aber bisher nicht die Anfälle abstellt.
verschiedene Anfallsarten werden sichtbar so das man sich nicht einstellen kann. übrigens ist unsere tochter von vorn herrein im EpilepsieZentrum der Uni Klinik Essen.
MFG
Paul