Mein Name ist Stefan, ich bin 32 Jahre alt und beschäftige mich beruflich viel mit behinderten Kindern. Selber wohne ich in Diedorf bei Augsburg, bin verheiratet und habe eine 2-jährige Tochter.
Ich bin Orthopädietechnikermeister. Unser Sanitätshaus befindet sich in einer Behinderteneinrrichtung und gehört zum Dominikus Ringeisenwerk in Ursberg.
Somit können meine Kollegen und ich auf viel Erfahrung in der Versorgung behinderter Kinder zurückgreifen.
Wir bauen Orthesen sämtlicher Bauweise, Ringorthesen, Nancy Hylton Orthesen, Orthesen mit Carbonfeder, sensomotorische Einlagen n. Jahrling, Korsette usw. Natürlich auch Sitzschalen!
Sehr gerne beantworte ich Fragen zu Versorgungen, wenn dies möglich ist.
herzlich Willkommen hier. Schön, dass du dich den Usern hier zur Verfügung stellst.
Meine Tochter selbst hatte auch mal Nancy Hilton Orthesen und braucht Heute nur noch Einlagen. Oftmals werden ja immer mal wieder die Orthesen abgelehnt und ich denke es ist oftmals eine Sache in welchem Wortlaut sie verordnet werden.
[Bild: dl4.glitter-graphics.net]
Hallo Stefan
Freue mich auf Austausch,auch mein Sohn hat beidseitig kniehohe Orthesen,
ohne Carbonfedern.Eine Handorthese wird noch gefertigt.
Werde bei Zeiten ,wohl viele Fragen haben
Gruss Carmen [Bild: dl4.glitter-graphics.net]
Schön, daß deine Tochter nur noch Einlagen benötigt.
Bei falschen Text auf dem Zezept sollte der Techniker gleich reagieren und mit dem Arzt reden. Fuß-Knöchelorthesen sollte auf dem Rezept stehen, dann gibts keine Probleme.
Wenn ich darf, stelle ich gerne auch den Link zu unserer Homepage rein!
herzlich Willkommen in unserem Forum. Ich freue mich, dass du uns dein Fachwissen zur Vefügung stellst!
Kurz die Regeln bei uns im Forum: Wenn du explizit Werbung machen willst, dann kannst du dies im Unterforum "Jobbörse und Werbung" machen, in den anderen Foren sollte immer die sachliche Diskussion im Vordergrund stehen.
Ich glaub darauf kann man sich ganz gut einigen, oder?
Ich habe doch tasächlich eine Frage.
Meine Tochter hat einen leichten Entengang und sie dreht einen Fuß ständig nach außen, so dass sie beim Laufen etwas witzig aussieht. Es sieht aus, als würde sie beim Laufen ihre Füße nach außen *schmeißen*.
Die Ärztin im KH sagte, sie benötige keine Orthesen, sondern nur Einlagen. Aber leider sieht das Ergebnis nach einem Jahr nicht wesentlich besser aus.
Sie meinte auch, dass Orthesen veraltet sind (nicht meine Meinung, denn ich kenne viele positive Ergebnisse) und Einlagen ausreichen.
Wie man sieht, anscheinend nicht.
Jetzt zu meiner Frage: Kannst du mir einen Tipp geben, wie eine bessere Lösung aussehen könnte und gibt es Orthesen, die die Fußstellung korrigiert?
Tja, es ist schwierig hier eine konkrete Antwort zu geben.
Hat deine Tochter einen starken Knickfuß(knickt die Ferse rein)? Ist sie eher hypoton oder hyperton? Was ist das eigentliche Krankheitsbild? Wie alt ist sie? Welche Art von Einlagen hat sie bisher gehabt? Wie wurden diese angepaßt? Ist der Fuß sehr beweglich oder eher steif? Was macht der restliche Körper beim laufen?
Fragen über Fragen, aber sonst wird die Antwort auf deine Frage zu pauschal und bringt dich auch nicht weiter!
Einlagen haben durchaus ihre Berechtigung und können manchmal Orthesen ersetzen.
vielen Dank für die rasche Antwort.
Indira ist hypoton, der Rumpf ist auch nicht soooo stabil, aber dennoch kann sie gut gehen/laufen, der Fuß geht seitlich nach innen und dreht aber auch leicht nach außen. Wenn sie richtig läuft, bewegt sich der komplette Körper etwas "hilflos" mit. Ihre Einlagen wurden ganz genau dem Fuß angepasst, mit Höhen und tiefen, so dass der Fuß (wohl) massiert wurde (so drücke ich es einfach mal aus). Die Dinger waren recht hart und mir wurde gesagt, dass sie die am Anfang immer nur kurz anziehen solle, da es sehr gewöhnungsbedürftig ist, könnte auch weh tun (am Anfang), was mir auch einleuchtet. Aber ich habe eben nicht den Eindruck, dass es wirklich viel gebracht hat. Steif ist der Fuß eher nicht, sie bewegt ihn *normal*.
Indira ist nun seit Oktober 4 Jahre alt. Sie hat das Prader-Willi-Syndrom.
Deiner Beschreibung nach würde ich deine Tochter auch mit Einlagen versorgen. Wir machen ausschließlich sensomotorische Einlagen nach Jahrling und fahren damit sehr gut. Es kommt auch immer auf die Rückfußführung durch den Schuh an, aber man kann schon sehr gut auf das Gangbild eingehen.
Anzudenken wäre vielleicht noch eine Ringorthese. Diese führt auschließlich den Rückfuß.
Wo ist sie denn versorgt worden? Handelt es sich um sensomotorische Einlagen?
ich kann dir leider nicht sagen, was genau für welche Einlagen das sind. Wir waren in der ortop. Klinik in Harlaching. Ist eigentlich rrecht gut dort und ich zweifle auch nicht an die Fähigkeiten, aber einer Mutter gehen manche Dinge vielleicht einfach nicht schnell genug.
Vielen Dank nochmal für deine Antwort.
Auf jeden Fall werde ich dort nochmal Vorsprechen und auch das Thema Ringorthesen mal ansprechen.
In Harlaching, also Dr. Bernius, ist sehr fixiet auf die Einlagen, er schickt uns auch öfters Patienten. Es sind dann mit Sicherheit sensomotorische Einlagen.
Läuft sie denn mit den Einlagen besser? Verändert sich das Gangbild mit den Einlagen? Das sollte auf jeden Fall erfüllt sein!!!
Ohne Einlagen wird sie sicherlich noch eine Zeit lang "schlechter" laufen, da das Krankheitsbild generell mit Hypotonie in Verbindung zu bringen ist.
ich hatte den Eindruck, dass sie mit den Einlagen nicht besser gelaufen ist, aber vielleicht war es auch nur eine ganz kleine Veränderung, die mir nicht aufgefallen ist.
Ich muss auf jeden Fall wieder hin, denn sie braucht nun größere Einlagen, ...muss ja immer wieder neu angepasst werden, wie du ja weißt.
Die haben ja eine eigene Werkstatt.
Wir waren bei einer Ärztin, die aber, nach meiner Meinung recht gut war.
Ich werde mal berichten, wenn wir wieder dort waren.
Das mit dem Entengang kenne ich von mir selber. Laut Aussage meiner Familie "schmeiße ich wohl auch öfters meinen rechten Fuß weg". Mir selbst ist das nur richtig bewusst, wenn ich darauf angesprochen werde oder bewusst darauf achte, wo mein Fuß eigentlich hingeht und wenn ich rechts an Dinge wie Wegbegrinzungen anstoße, die mein Stock nicht vor mir anzeigt. Wenn ich alleine mit dem stock unterwegs bin, dann achte ich eher auf den Stock und auf die Ohren, als auf den Fuß. Bis jetzt hat er mich noch immer dahin gebracht, wohin ich wollte. Ich hatte als Kind für ganz kurze Zeit auch mal Einlagen, aber die sind irgendwie, wer weiß warum und wohin, ziemlich schnell wieder aus meinem Leben verschwunden. Ich glaube, die hatten ziemlich gedrückt. Jetzt trage ich zu Hause Biolatschen und sonst Turnschuhe oder Eckoschuhe (Wie schreibt man das eigentlich?) und im Sommer Sandaletten. Damit fühle ich mich ganz wohl.
Was sind eigentlich sensomotorische Einlagen und wo genau werden Ringorthesen am Fuß angebracht?
hier ist kirsty. Schön mal wieder von dir zu lesen. Ich schreibe dir wegen den Ecco-Schuhen. Die trage ich auch sehr gerne. Man schreibt sie mit e c c o. Mancherorst gibt es Läden, die haben sogar nur die tollen Ecco´s. Schuhe von der Fa. Paul Green sind ähnlich gut gearbeitet. Vielleicht kennst du auch die Schuhe von der Fa. Josel Seibl? Die haben teilweise Sohlen aus einem Korkgemisch und sind sehr bequem zu tragen.
mein Sohn ist 18 Jahre alt und wird mit handgefertigten Schuhen versorgt. Die Einlage, bzw. der Schaft um den Fuß herum ist eine sehr stabile Plastikschale, die unter dem Futter sitzt. Wir sind mit dieser Versorgung gar nicht glücklich. Erstens haben wir nur 1 Paar feste Schuhe und 1 Paar offene Schuhe. D.h. unser Stefan trägt seine Schuhe tagein tagaus. Seine Diagnose ist Knick/Plattfußbildung beidseits, angeb. Fehlbildungssyndrom bei Neugeborenentoxoplasmose. Stefan ist völlig erblindet und geht mit gebeugten Knien. Wenn er barfuß steht, sind seine Füße ganz nach innen geknickt. Mittlerweile fangen seine Zehen an, sich über die anderen zu schieben. Seine Füße sind auch recht schmal und die Ferse ist auch sehr schmal. Wir werden hier in Unterfranken versorgt. Ich frage mich im Moment, ob diese Versorgung wirklich die Beste ist. Seine Krankengymnastin meinte seinerzeit, sie würde Gelenk-Orthesen bevorzugen. Stefan toleriert seine Schuhe so la la. Es sind halt schwere und feste Schuhe. Kannst du mir bitte erklären, wann man mit solchen Schuhen und oder aber mit Orthesen versorgt?
Da die Krankenkassen keine Hausschuhe bezahlen, läuft Stefan zuhause mit ganz normalen Hausschuhen herum. Das ist bestimmt nicht förderlich, aber wie sollte es sonst gehen.
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
kirsty