Ich will...
Ich will, dass du mir zuhörst, ohne über mich zu urteilen
Ich will, dass du mir die Meinung sagst, ohne mir Ratschläge zu erteilen
Ich will, dass du mir vertraust, ohne etwas zu erwarten
Ich will, dass du mir hilfst, ohne für mich zu entscheiden
Ich will, dass du für mich sorgst, ohne mich zu erdrücken
Ich will, dass du mich siehst, ohne dich in mir zu sehen
Ich will, dass du mich umarmst, ohne mir den Atem zu rauben
Ich will, dass du mir Mut machst, ohne mich zu bedrängen
Ich will, dass du mich hältst, ohne mich festzuhalten
Ich will, dass du mich beschützt, aufrichtig
Ich will, dass du dich näherst, doch nicht als Eindringling
Ich will, dass du all das kennst, was dir an mir missfällt, / dass du all das akzeptierst… versuch es nicht zu ändern
Ich will, dass du weißt... dass du heute auf mich zählen kannst....
Bedingungslos.
(Jorge Bucay)
AW: Ich will
Hallo Rosmarie,
danke - das ist ein schöner und guter Text und trifft sehr gut auf unsere Kinder zu.
AW: Ich will
Liebe Rosmarie
ein sehr sinnvoller Text. Er gefällt mir sehr.
Liebe Grüße
lazarus
AW: Ich will
Hallo,
mir gefällt der Text auch sehr gut. Würden wir versuchen, so mit unseren Kindern umzugehen, wären sie sehr nahe dran am selbstbestimmten Leben.
Und wir wären auch gut beraten, wenn wir andere einfach mal anders sein liessen. Was zugegebener Maßen auch mir oft manchmal nicht leicht fällt

AW: Ich will
Wollen kommt von Wählen. Als Ich-kann-Schule-Lehrer befasse ich mich weit über 30 Jahre mit dem Wollen und wie man dieses souverän und mächtig praktiziert. Ich habe nur einmal im obigen Text "will" durch "wähle" ausgetauscht, damit man sich die Wirkung seines Wollens tiefer bewusst machen kann:
Ich wähle...
Ich wähle, dass du mir zuhörst, ohne über mich zu urteilen
Ich wähle, dass du mir die Meinung sagst, ohne mir Ratschläge zu erteilen
Ich wähle, dass du mir vertraust, ohne etwas zu erwarten
Ich wähle, dass du mir hilfst, ohne für mich zu entscheiden
Ich wähle, dass du für mich sorgst, ohne mich zu erdrücken
Ich wähle, dass du mich siehst, ohne dich in mir zu sehen
Ich wähle, dass du mich umarmst, ohne mir den Atem zu rauben
Ich wähle, dass du mir Mut machst, ohne mich zu bedrängen
Ich wähle, dass du mich hältst, ohne mich festzuhalten
Ich wähle, dass du mich beschützt, aufrichtig
Ich wähle, dass du dich näherst, doch nicht als Eindringling
Ich wähle, dass du all das kennst, was dir an mir missfällt, / dass du all das akzeptierst… versuch es nicht zu ändern
Ich wähle, dass du weißt... dass du heute auf mich zählen kannst....
Bedingungslos.
Ich habe gewählt.
Franz Josef Neffe
AW: Ich will
Ich möchte mein Leben leben, wie andere auch.
Ich möchte dazugehören, wie mein Nachbar auch.
Ich möchte geachtet und respektiert werden.
Ich möchte wissen lassen, dass ich liebe und leide.
Ich möchte sagen, dass ich Schmerzen fühlen kann.
Ich möchte sagen, dass ich Stimmungen spüren kann.
Ich möchte keinen Krebs bekommen und keine Zahn-OP.
Ich möchte schmusen, kuscheln, lieben und träumen.
Ich möchte nicht blind sein, ich würde lieber sehen,
Ich möchte rennen, hüpfen und springen über Bäche.
Ich möchte Auto fahren und im Internet surfen.
Ich möchte reiten, häkeln und Knöpfe annähen können.
Ich möchte meine Mama einmal sehen, wie sie aussieht.
Ich möchte wissen, welche Farbe hat das Haar meines Papa`s?
Ich möchte wissen, ob mein Freund genauso aussieht, wie ich ihn mir vorstelle.
Ich möchte wissen, ob die Banane, die ich so gerne esse, hübsch ist.
Ich möchte diese Tabletten nicht mehr nehmen, die meinen Körper zerstören!
Ich möchte meiner Mama sagen, sie soll das lassen, mir die auszuzwingen.
Sie wollte doch auch nichts essen, was sie krank macht.
Warum tut sie es mir denn an?
Ich möchte meinen Papa sagen, dass ich auf den Tisch schlage und zwar so fest,
weil ich mich spüren möchte.
Er soll mich nicht daran hindern, auch wenn es ihm weh tut.
Er soll kein Mitleid haben, ich habe auch keines mit ihm.
Es ist mein Leben, es sind meine Wünsche und nur ich weiß, warum ich all das tue.
Nur ich weiß, was ich mir wünsche und nur ich weiß, was gut für mich ist.
Ich will nicht das tun und sein, was andere immer von mir erwarten.
Ich bin ich und werde nie ein anderer sein.
Löwenkinds Sohn
AW: Ich will
Hallo Löwenkind,
das gefällt mir sehr, sehr gut.
