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Gedicht für die Seele

**Claudia** 23.12.2010, 17:20#1
Hallo zusammen,

das Gedicht ist zwar "off topic", aber es berührt mich sehr:

Wenn leuchtend die Gestirne tauchen
im dunklen Äthermeer empor
und in geheimnisvollem Hauchen
die Welt umweht ein Dämmerflor,
entschwebt der Geist zu wachen Träumen
ins große heilige Reich der Nacht,
beschwingt nach unermessnen Räumen
von tiefer Phantasien Macht.
Im weichen Zauber solcher Nächte
scheint sich die Schöpfung zu entfalten,
und dunkel ahnen wir die Mächte,
die über unserem Leben walten.


(Christian Morgenstern)


Vielleicht gefällt es Euch genauso wie mir.
Auguste 28.12.2010, 16:34#2
AW: Gedicht für die Seele

Das ist schön. Das gefällt mir.

Viele Grüße

Auguste
Leserin 28.12.2010, 18:35#3
AW: Gedicht für die Seele

Nein, das Gedicht ist scheußlicher Anthro-Kitsch. Das hat schon Zeitgenossen wie Kurt Tucholsky verwundert, wieso Christian Morgenstern, der viele schöne Gedichte geschrieben hatte, sich schließlich zu Rudolf Steiners esoterischem Wahn bekannte und den dann auch noch in solche Zeilen goss.
Inge 28.12.2010, 19:04#4
AW: Gedicht für die Seele

Hallo zusammen,

meine persönliche Meinung ist, das man jedem Menschen seinen persönlichen Sinn für die eigenen Vorlieben zugestehen sollte.
Es ist m. E. recht aussichtslos, eine Diskussion über innere Empfindungen zu führen, da diese für sachliche Argumente nicht zugänglich sind.
Leserin 28.12.2010, 19:34#5
AW: Gedicht für die Seele

Och, ich würde sagen, über die durch Kunstwerke transportierten Inhalte lässt sich schon diskutieren. Das gilt für genuin politische Werke – z.B. nationalsozialistischer Provenienz – genauso wie über einen lyrischen Sektenwahn. „Die Mächte, die über unserem Leben walten“, wie Morgenstern dichtet, sind in der Anthroposophie höchst reale Geister, Dämonen, Engel, Kobolde, Elementarwesen … - Mächte des Lichts und Mächte der Finsternis. Erstere sind die Anthros und ihre guten Geister, letzteres ist alles, was irgendwie mit Rationalität zu tun hat.
Und der angebliche „Pädagoge“ Rudolf Steiner scherte sich nicht um Pädagogik, sondern lebte allein diese Vorstellungen aus. So sprach er z.B. nicht nur über degenerierte „Rassen“, „minderwertige“ Behinderte etc., sondern klassifizierte kleine Schulmädchen bisweilen als Dämonen, die gar keine Menschen sind.

Zitat:

„Dr. Steiner: Das Mädchen L. K. in der 1. Klasse, da wird irgend eine recht schlimme Verwickelung da sein mit dem ganzen Innern. Da wird auch nicht viel zu machen sein. Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, dass Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten.

x: Wie ist das möglich?

Dr. Steiner: An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange für einander determiniert die hinuntersteigenden Individualitäten. Es geschehen auch Generationen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächtnis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis.

Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesenheit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zurück.

Es könnte sein, dass irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirn-Automatismen eine Pseudo-Moral züchten.

Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies vielfach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, dass es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht solchen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, dass manche Leute herumgehen, die gerade dadurch, dass sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Menschen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt.

Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegnerschaft ist so schon groß genug. Solche Dinge chokieren die Menschen furchtbar. Es hat einen furchtbaren Chok hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, dass ein ganz berühmter Universitätsprofessor, der einen großen Ruf hat, dass der nach einem sehr kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher.

Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden.“

Zitat Ende.

(Rudolf Steiner: Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919-1924, GA 300, Konferenz vom 05.07.1923)

Diese Auffassung gilt wie jede Silbe Steiners in der anthroposophischen Parallelwelt bis heute unverändert:

http://wiki.anthroposophie.net/Ichlose_Menschen
gero 28.12.2010, 21:01#6
AW: Gedicht für die Seele
Zitat von Leserin
genauso wie über einen lyrischen Sektenwahn. „Die Mächte, die über unserem Leben walten“, wie Morgenstern dichtet, sind in der Anthroposophie höchst reale Geister, Dämonen, Engel, Kobolde, Elementarwesen … - Mächte des Lichts und Mächte der Finsternis.


und wie deuten Sie Bonhoeffers "gute Mächte"?
Gibt es für Sie da einen Unterschied oder ist das auch "Anthro-Kitsch"?
Alessio 28.12.2010, 21:22#7
AW: Gedicht für die Seele

Also, ich bin ganz ehrlich überrascht, was hier für eine Antwort auf den Post eines Gedichtes kommt. Der spontane emotionale Ausdruck einer Userin wird in die Ecke einer Indoktrinierung gedrängt. That's strange! Bitte liebe Userin, Sie können doch nicht jemanden, der erkennbar ohne jeden Hintergedanken hier ein Gedicht postet mit ihrem (sehr fundierten und völlig interessanten) Hintergrundwissen überrollen. Das geht doch auch anders! Claudia schreibt doch sogar Zitat:"Vielleicht gefällt es Euch genauso wie mir. " Das ist doch der Einstieg für einen respektvollen Umgang miteinander. Sonst wird der spontane Post oder die spontane Antwort zu einer komplexen Formulierungsaufgabe, bei der jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden muss, um alle eventuell bestehenden Problematiken ausfindig zu machen. Das macht doch keinen Spaß!

Ich bin wirklich beeindruckt über den Horizont den Sie, liebe Userin, in diesem Bereich haben. Dazu gleich eine Frage. Das Gedicht entstammt ja Morgensterns Nachlass. Wissen Sie zufällig, ob es datumstechnisch in Morgensterns anthroposophische Phase, also nach 1908 formuliert wurde?
Leserin 28.12.2010, 22:37#8
AW: Gedicht für die Seele

Alessio,

wollen Sie mich veräppeln?

Dieses Gedicht, das mit Behinderten nichts zu tun hat, gepostet von einer Redakteurin, die „Camphill-Einrichtungen“ ganz großartig findet, aber angeblich wenig bis gar nichts mit „Anthroposophie“ am Hut hat, soll rein zufällig „erkennbar ohne jeden Hintergedanken“ hier vorgestellt worden sein?

Glauben Sie das wirklich? Ich jedenfalls nicht.

Wann genau Morgenstern das Gedicht geschrieben hat, kann ich Ihnen momentan nicht sagen, da ich fern meines Zuhauses und meiner Bücher bin und es im Internet auf die Schnelle nicht eruieren konnte.
Leserin 28.12.2010, 22:38#9
AW: Gedicht für die Seele

Gero,

Ich kann nichts dafür, wenn Sie nicht lesen können. Ich habe mich über Steiner geäußert und nicht über Bonhoeffer. Der hat meines Wissens nicht kleine Kinder zu Dämonen erklärt und alle Wissenschaft, Vernunft und Rationalität als ahrimanisches Teufelswerk verdammt. Sie schreiben einfach nur wirres Zeug.
Lazarus 28.12.2010, 22:54#10
AW: Gedicht für die Seele

Ich bin sehr beeindruckt, wie doch die von Rudolf Steiner begründete Lehre vom Menschen in seiner Beziehung zum Übersinnlichen, hier einen Diskussionsrahmen bildet.

Ebenso beeindruckt bin ich davon, wie ein Gedicht ausgelegt werden kann. Das mag Hintergründe haben, die belegbar sind, kann aber auch sein, dass eben dieses Gedicht einfach ausgesucht wurde, weil es zum Gemütszustand eines Users just in jenem Moment des Schreibens passte.

Muss ich mich denn zu Steiners Lehre bekennen, wenn mir ein Gedicht gefällt, dass von anderen als "Anthro-Kitsch" bezeichnet wird, oder darf ich mir auch eine eigene Meinung dazu bilden und es einfach mal als "schön" bezeichnen?

Es geht hier doch eigentlich um sehr viel mehr. Gerne würde ich mich mit Ihnen "Leserin" und ihren Einträgen näher befassen. Leider schreckt mich aber ihr Ton eher ab, als dass ich mir zutrauen würde, eine Diskussion mit Ihnen zu führen.

Wenn es alles so ist, wie Sie es ausführen und wenn Sie die Behauptung aufstellen (leider anonym und damit meines Erachtens nicht relevant) dass nach wie vor in den Anthro-Einrichtungen so vorgegangen wird, wissen Sie eigentlich, was Sie hier in diesem Forum damit anrichten?

Sie schreiben hier in einem Forum, das von betroffenen Eltern besucht und gestaltet wird. Viele dieser Eltern haben vor, haben bereits oder sind auf der Suche nach Wohnformen und Lebensgemeinschaften, die z.B. von Anthro`s (wie Sie es nennen) geführt werden. Einige Eltern haben Ihre Kinder bereits in solch einer Einrichtung und werden nun von Ihnen anonym mit Ihren Aussagen konfrontiert. Haben Sie bitte eine Vorstellung, was das für diese Eltern erst einmal bedeutet? In welche Hysterie Sie Menschen mit Ihren Aussagen treiben können?

Wenn es Ihnen um das Mensch sein, bzw. Realität und Bewußtsein geht, dann müssten Sie meines Erachtens etwas sachlicher an das über aus sensible Thema heranführen.

Sie scheinen, wie auch Alessio bemerkte, über sehr gutes Wissen zum Thema zu verfügen. Um Ihren Aussagen nun Glauben zu schenken, Ihr Wissen auch annehmen zu können, bzw. Glauben zu schenken, würde mich jetzt erst mal Ihre Qualifikation interessieren. Dann Ihre persönliche Erfahrung mit Menschen und beschriebenen Einrichtungen. Können Sie Beispiele benennen, wo es den in Anthro-Einrichtungen betreuten Menschen mit Behinderung schlecht ergangen ist und/oder auch geht? Mir geht es dabei nicht um namentlich genannte Einrichtungen, sondern einfach um einzelne Schicksalwege, bzw. Verläufe, die negativ von den Anthroposophen beeinflusst wurden, oder auch werden?

Dann würde es mich interessieren, ob Sie evtl. beruflich negativ durch die Anthroposophen beeinflusst wurden und daher mit diesem Wissen sich dazu berufen fühlen, hier eine negativ Meinung gegenüber allen anthroposophischen Einrichtungen zu betreiben? Wenn es so wäre, dann fände ich es von Ihnen mehr als verantwortungsbewusst, sich hier zu outen und gezielte Hilfe in Form von sachlichen Beiträgen zu stellen. Sie wollen doch helfen, sonst würden Sie sich ja nicht in unserem Forum einbringen!

Sollte Ihre Meinung aufgrund von schlechten persönlichen Erfahrungen kommen, dann wäre es ebenso sehr hilfreich, auch diese näher zu beschreiben.

Wir befinden uns hier in einem Forum, wo man sich gegenseitig helfen möchte, kann, oder auch Hilfe sucht. Unter diesem Aspekt fände ich es daher gut, wenn auch Sie sich dahingehend mit Ihrem bemerkenswerten Wissen einbringen würden.
Denken Sie bitte einmal darüber nach.
Leserin 28.12.2010, 23:59#11
AW: Gedicht für die Seele

Lazarus,

ich habe Sie schon einmal darauf hingewiesen, dass „Leserin“ nicht mehr und nicht weniger anonym ist als „Lazarus“. Außerdem geht es nicht um meine Person, sondern um Inhalte und Argumente. Wenn Ihnen das namentlich beredte Schweigen der Anthro-Sympathisantinnen hier überzeugender erscheint, kann ich daran nichts ändern. Ich hatte auch schon erwähnt, wie die Anthros verfahren, wenn Ihnen ein Name bekannt ist. Für Ihren Bericht über die KJHE Rädel im RBB stand Gabi Probst unter anderem einmal vorm Rundfunkrat und acht Mal vor Gericht. Sie bekam zwar immer Recht, aber ohne Rechtsabteilung des Senders und unzähligen Nachstellungen ausgesetzt, hält das kein Journalist lange durch und die meisten lassen schnell die Finger von dem Thema, was ja auch der Sinn des anthroposophischen Engagements ist. Deshalb äußern sich Journalisten dazu eben bisweilen anonym.

Einige Details zum Fall Probst:

http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/08/kindesmisshandlung-und-terror-pr.html

Zu der Frage, ob ich weiß, dass das für Eltern ein Schock sein kann, derartiges über die Anthros mitgeteilt zu bekommen:

Ja, das weiß ich. Ich halte es dennoch für wichtig, dass sie es erfahren und sich dann selber verantwortungsvoll entscheiden können. Es ist nun einmal leider so, dass die Anthros ihr tatsächliches Gedankengut tunlichst nicht preisgeben. Ich habe mit vielen Eltern gesprochen, die auch glaubten, die Anthros seien ganz besonders liebenswerte Betreuer, bis es ein böses Erwachen gab. Die hatte niemand vorher gewarnt. Das ist hier nun anders. Wer das in den Wind schlagen will und meint, ich sei eine verwerfliche Figur, weil ich derartiges zu Protokoll gebe, der kann dann ja aus Überzeugung seine Kinder den Anthros anvertrauen und mich dafür verfluchen, dass ich nicht bereit bin, auch nur ein gutes Haar an dieser Sekte zu lassen. (So ähnlich lautet übrigens eine Überschrift in dem Buch von Katrin Taube) Andere werden es sich vielleicht noch einmal überlegen, ob eine Anthro-Einrichtung wirklich eine gute Wahl ist. Und ich hoffe im Interesse der Kinder, dass sie das verneinen.

Zur Frage, ob meine Meinung aus persönlicher Betroffenheit resultiert: Nein. Sie ist das Ergebnis wissenschaftlicher und journalistischer Recherchen. Auch das ist übrigens ein Standard: Die Pathologiesierung der Kritik. Persönliche Erfahrungen finden Sie z.B. in dem Buch von Taube, auf das ich in dem Thread zur „anthroposophischen Heilpädagogik“ hingewiesen habe. Einige Beschreibungen auch in den Kommentaren zu dem Artikel über „Seelenpflege-bedürftige Kinder“, auf den ich verlinkt habe. Ich hätte es sehr begrüßt, hier auf Eltern zu treffen, die sich mit der Thematik befassen würden, anstatt mit meiner Person. Aber das scheint nicht der Fall zu sein.
Leserin 29.12.2010, 00:06#12
AW: Gedicht für die Seele

PS

Unten in dem Artikel über die KJHE u. Gabi Probst finden Sie auch noch den Erlebnisbericht eines ehem. Camphill-Mitarbeiters. Auch der allerdings anonym und deshalb für Sie wohl nichts wert.
gero 29.12.2010, 09:53#13
AW: Gedicht für die Seele
Zitat von Leserin
Ich habe mit vielen Eltern gesprochen, die auch glaubten, die Anthros seien ganz besonders liebenswerte Betreuer, bis es ein böses Erwachen gab.
in welchen Einrichtungen war das?
Ich hätte es sehr begrüßt, hier auf Eltern zu treffen, die sich mit der Thematik befassen würden, anstatt mit meiner Person. Aber das scheint nicht der Fall zu sein.
so lange Sie den hier schreibenden und lesenden Eltern Ihre Ansichten mit aller Wucht um die Ohren klatschen, werde zumindest ich nicht zu einer Diskussion mit Ihnen bereit sein.

Zu Ihrer Person: die Art und Weise, wie Sie Ihre Internetauftritte gestalten (Anonymität, Schreiben in anmeldefreien Foren, Abspeichern von Screenshots), könnten mich zu dem (Trug?)Schluss verleiten, dass Sie in anderen Foren bereits wegen Ihrer Äußerungen oder der Art und Weise Ihrer Kritik gesperrt wurden.
Leser 29.12.2010, 11:11#14
Anonym?

"ich habe Sie schon einmal darauf hingewiesen, dass „Leserin“ nicht mehr und nicht weniger anonym ist als „Lazarus“. Außerdem geht es nicht um meine Person, sondern um Inhalte und Argumente. Wenn Ihnen das namentlich beredte Schweigen der Anthro-Sympathisantinnen hier überzeugender erscheint, kann ich daran nichts ändern. Ich hatte auch schon erwähnt, wie die Anthros verfahren, wenn Ihnen ein Name bekannt ist. Für Ihren Bericht über die KJHE Rädel im RBB stand Gabi Probst unter anderem einmal vorm Rundfunkrat und acht Mal vor Gericht. Sie bekam zwar immer Recht, aber ohne Rechtsabteilung des Senders und unzähligen Nachstellungen ausgesetzt, hält das kein Journalist lange durch und die meisten lassen schnell die Finger von dem Thema, was ja auch der Sinn des anthroposophischen Engagements ist. Deshalb äußern sich Journalisten dazu eben bisweilen anonym."




Es gibt ein paar Seiten im Internet, bei denen man fast glauben könnte, dass Leserin und Andreas Lichte ein- und dieselbe Person sind.

Andreas Lichte war seinerzeit Waldorflehrer und scheint in Berlin zu leben.

http://waldorfblog.wordpress.com/category/andreas-lichte/


Anhand der IP könnte man schnell herausfinden, aus welcher Ecke Deutschlands diese Beiträge kommen.
Leserin 29.12.2010, 11:22#15
AW: Gedicht für die Seele

Gero,

es waren verschiedene Einrichtungen von Nord bis Süd. Und es waren vertrauliche Gespräche, weil die Betroffenen Angst haben vor den Nachstellungen Ihrer ach so netten Anthroposophen. Zudem laufen teilweise noch juristische Verfahren. Ich hatte aber bereits unmittelbar zuvor auf veröffentlichte Berichte hingewiesen, resp. Verlinkt. Darin ging es um die KJHE Rädel und ein Camphill. Das interessiert Sie nur alles ohnehin nicht die Bohne. Sie sind eben der unbeirrbaren Meinung, dass das alles gar nicht stimmt, Journalisten, Eltern und ehemalige Angestellte sich das alles nur ausgedacht haben, um den freundlichen Anthroposophen ganz übel mitzuspielen und dass es ganz hervorragende anthroposophische Einrichtungen gibt, Paradise auf Erden für Menschen mit Behinderungen. Dagegen ist keine Information und kein Argument gewachsen.
Ich knalle nicht „Eltern“ etwas mit Wucht um die Ohren, sondern nur den Schönrednern einer Sekte, die ausschließlich mit persönlichen Angriffen, rhetorischem Abschweifungen und redaktioneller Zensur das Thema vom Tisch fegen möchten. Leute wie Sie, Gero. Datensicherung gehört übrigens zu meinem Beruf, auch wenn Ihnen das gänzlich fremd ist.
Leserin 29.12.2010, 11:29#16
AW: Gedicht für die Seele

Verehrer Leser,

ja, die Verschwörungstheorien, das war wohl das einzige aus dem Anthro-Abwehr-Repertoire, das noch fehlte.

Nein, ich bin nicht Andreas Lichte, der wie Sie selbst bemerkten, eben unter seinem Namen schreibt und dafür auch kürzlich von Ihren anthroposophischen Freunden verklagt wurde.
Sie zitieren meinen Hinweis auf Gabi Probst und die KJHE Rädel und das einzige, was Ihnen dazu einfällt, ist, ich könnte Andreas Lichte sein. Das spricht wirklich Bände.
Auguste 29.12.2010, 12:43#17
AW: Gedicht für die Seele

Liebe Leserin,

ich lese bei ihnen irgendwie eine ganz große Enttäuschung, die ihr Herz füllt. und sie verbittert sind. Warum immer das negative raussortieren. Das war damals doch auch normales Gedankengut, das sich im 3. Reich noch vertiefte.

Mir gefällt trotzdem das Gedicht. Was für mich wahr ist, filtere ich selbst raus und ich kann auch verstehen, dass Antroposophie nicht für jederman ist. Trotzdem hat sie auch gutes. Fehlgedanken hat doch jeder.

Was glaubst du denn? Erzähl mal, was für dich das perfekte ist.

Viele Grüße

Auguste
Leserin 29.12.2010, 13:16#18
AW: Gedicht für die Seele

Auguste,

wie schon gesagt, resultiert meine Haltung gegenüber der Sekte Rudolf Steiners nicht aus persönlicher Frustration, sondern aus wissenschaftlichen und journalistischen Recherchen. Das Stilmittel, Kritik an der „Anthroposophie“ zu pathologiesieren, ist mir, wie ebenfalls bereits erwähnt, sehr wohl bekannt.

Rudolf Steiners „Anthroposophie“ war auch in Kaiserreich und Weimarer Republik selbstverständlich kein allgemeines Gedankengut, wie Sie meinen, sondern nur das einer sehr kleinen isolierten Gruppierung, die auf dem Dornacher Hügel eine Kolonie gründete und mehrere Waldorfschulen zur Nachwuchsrekrutierung aufbaute. Und was sich inzwischen allgemein zum Positiven verändert hat, auch im Hinblick auf Menschen mit Behinderungen, das hat in der anthroposophischen Parallelwelt eben gerade nicht stattgefunden, denn dort gilt alles, was Rudolf Steiner bis zu seinem Ableben 1925 von sich gegeben hat, und zar ohne Abstriche und nichts anderes.

Verraten Sie doch den Lesern mal, was Ihnen an dem rassistisch durchtränkten esoterischen Wahn und der Verachtung von Menschen mit Behinderungen, genannt „Anthroposophie“, so gut gefällt? Wo bitte gibt es welchen positiven Aspekt? Warum sagen Sie nicht konkret, welche Schrift Steiners Sie meinen? Diese Frage bleibt stets unbeantwortet, denn es lässt sich bei dem Guru nichts dergleichen finden.

Denen, die sich im Interesse Ihrer Kinder lieber etwas genauer informieren, bevor Sie sich für eine derartige Einrichtung entscheiden, sei neben den „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“ im Internet und dem Buch von Katrin Taube über die „anthroposophische“ Behindertenbetreuung noch zu Thema „Anthroposophie“ im Allgemeinen empfohlen:

Bierl, Peter: Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik, 2. Aufl., Hamburg 2005

Prange, Klaus: Erziehung zur Anthroposophie. Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik, 3. Aufl., Bad Heilbrunn 2000
Fine 29.12.2010, 14:20#19
AW: Gedicht für die Seele
Zitat von Auguste
Liebe Leserin,

ich lese bei ihnen irgendwie eine ganz große Enttäuschung, die ihr Herz füllt. und sie verbittert sind. Warum immer das negative raussortieren. Das war damals doch auch normales Gedankengut, das sich im 3. Reich noch vertiefte.

Mir gefällt trotzdem das Gedicht. Was für mich wahr ist, filtere ich selbst raus und ich kann auch verstehen, dass Antroposophie nicht für jederman ist. Trotzdem hat sie auch gutes. Fehlgedanken hat doch jeder.

Was glaubst du denn? Erzähl mal, was für dich das perfekte ist.

Viele Grüße

Auguste



Liebe Auguste und auch liebe Claudia,

wenn Euch dieses Gedicht gefällt, lasst Euch nicht irritieren.:knuddel::-)

@ Herr/ Frau L................
es wäre schön, wenn sie die Gefühle und Gedanken und auch andere Meinungen von Mitgliedern dieses Forums respektieren würden. Vermutlich ist dieses Forum nicht dazu geeignet um einer , so würde ich es bezeichnen, fanatischen Abneigung Luft zu machen.
Leserin 29.12.2010, 14:34#20
AW: Gedicht für die Seele

Nein, lasst euch nicht irritieren. Betet den Guru an und betrachtet eure eigenen Kinder als "Trottelinkarnationen", so wie es der Meister sagte. Die "Anthroposophie", die Behinderte als "minderwertig" ansieht, verdient unbedingten Respekt. Ales andere ist Fanatismus.

Wie gesagt, Fine, wer sich informieren will, kann das tun. Wer es wie Du, Gero und andere nicht möchte, kann das lassen. Ein paar Quellen habe ich genannt. Falls doch noch jemand Interesse hat, kann ich denjenigen auch weiteres Material angeben. Aber in diesem Forum ist das wohl nicht der Fall.
Fine 29.12.2010, 14:50#21
AW: Gedicht für die Seele
Zitat von Leserin
Aber in diesem Forum ist das wohl nicht der Fall.

Hallo ,
das ist gut möglich. Und Zwang wollen Sie sicher nicht aussüben.

Es wird jeder das tun und lassen, was er für richtig hält. Und es wird jeder die Gedichte lesen, die ihn ansprechen.

Ob Ihre Art und Weise nun die richtige ist, das kann und darf auch jeder für sich entscheiden.
Auguste 29.12.2010, 17:33#22
AW: Gedicht für die Seele

Hallo Leserin,

auch wenn ich deine Gedanken nicht verstehe und ich die Bücher nicht besitze, werde ich sie mir ausleihen.

Wie ich denke, entscheide ich aber selbst.

Bei uns ist ein Kind an der Förderschule der Rudolf-Steiner-Schule seit Oktober und wir haben auch schon erleben müssen, wie insgesamt zwei Schüler dort verstorben sind (zuhause und im Krankenhaus). Ich durfte erleben, dass mit der Familie und mit den Kindern sehr liebevoll umgegangen worden ist, wesentllich menschlicher als wir es an der kirchlichen Schule erlebt haben. Sicher gibt es auch einiges, was auch uns verwundert, aber das Groh paßt.

Viele Grüße

Auguste
Electric Ladyland 03.01.2011, 01:34#23
AW: Gedicht für die Seele
Zitat von Claudia
Die Menschen sehen nur das, was sie noch alles haben und bekommen könnten, schätzen aber nicht was sie haben, bis sie es verlieren. (Jimmy Hendrix)

Andere bekommen noch posthum, was sie nie ersehnten, z.B. ein „m“ und ein „y“ von Claudia, obwohl sie mit einem "i" zu Lebzeiten sehr zufrieden waren, wie beispielsweise Jimi Hendrix.

E.L.
Fine 03.01.2011, 13:07#24
AW: Gedicht für die Seele
Zitat von Electric Ladyland
Andere bekommen noch posthum, was sie nie ersehnten, z.B. ein „m“ und ein „y“ von Claudia, obwohl sie mit einem "i" zu Lebzeiten sehr zufrieden waren, wie beispielsweise Jimi Hendrix.

E.L.


Hallo,
wie soll man diesen Quatsch verstehen? Es ist bedauerlich, dass man sich hier als Gast anmeldet, um über User die man weder durch den Kontakt hier, noch überhaupt kennt, irgendwelche fadenscheinige Aussagen abzugeben.
Löwenkind 03.01.2011, 17:04#25
AW: Gedicht für die Seele

Hallo Electric Ladyland,

du hast ja einen tollen Namen dir ausgesucht. Dann weißt du ja bestimmt, dass ein Album mit deinem Namen am 16. Oktober 1968 in den USA (25. Oktober 1968 in England) veröffentlicht wurde? Es war Hendrix' einziges Album, das Platz 1 der Charts erreichte. In Großbritannien erreichte das Album Platz 5.

Ja unser Idol Jimi Hendrix. Da kann man voll drauf abfahren. Ich finde solche Leute wie Claudia einfach klasse, wie sie an unseren Jimi erinnern. Wir beide sind halt schon die Oldies und wissen noch wie man Jimi schrieb. Trotzdem finde ich es echt stark von Claudia, wie sie mit einem Zitat an unseren Jimi erinnert.

Mich würde es jetzt aber interessieren liebe Electric Ladyland, wie du denn hier auf das Zitat gestoßen bist? Ich suche so viel über Jimi, aber hier in diesem Forum danach zu suchen, auf die Idee wäre ich ja jetzt nicht gekommen.

In diesem Sinne und mit der Erinnerung an den tollen Song "Freedom" - posthum veröffentlicht

grüßt euch
Löwenkind