[...] Viele Dienste gingen im Interesse der behinderten Menschen über ihre Grenzen hinaus, um eine Teilnahme an Ferienfreizeiten zu ermöglichen, sagt die Pressesprecherin weiter. "Dies vor dem Hintergrund schwieriger und unzureichender Finanzierung durch Pflegekasse und Eingliederungshilfe und einer daraus resultierenden knappen personellen Ausstattung." [...]Quelle und kompletter Text: RP Online
Probleme bei Freizeiten für Schwerstbehinderte
Wenn ich so einen Artikel lese, kommen mir viele Gedanken in den Sinn. Ich schwebe dann zwischen einem sofortigem Tränenausbruch und einem Erkennen der Wirklichkeit. Wir müssen unser Leben so annehmen, wie es ist. Wir können dabei für eine bessere Welt kämpfen. Wir können aber auch den Glauben in die Gerechtigkeit, Politik und Menschheit verlieren. Ich selbst bin immer wieder fassungslos, mit welchen Ansichten ich in meinem Engagement konfrontiert werde. Diese zu hinterfragen... und auf deren Auswirkungen hinzuweisen ist meine Aufgabe, die ich sehr ernst nehme. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass es am Ende respektiert wird. Die Politik und die Verwaltung geben die Vorgabe und die Parole heraus, wie Menschen mit Behinderung behandelt werden, wieviel Inklusion ihnen zugestanden wird du wieviel Menschlichkeit am Ende für diese Personengruppe übrig bleibt. Wenn es doch nur einen aus der Politik geben würde, der sich trauen würde, den Mund aufzumachen. Aber es gibt niemanden, der sich über das allgemeine Stimmungsbild laut erhebt. Hoffnung hatte ich schon und ich bleibe auch dran, aber meine Illusionen sind schon lange auf dem Seitenstreifen unterwegs. Aber wenn man nichts mehr zu verlieren hat, warum sollte man dann aufhören zu kämpfen? Einzelfallentscheidungen wie z.B. der Fall im Link, helfen niemanden so wirklich weiter. Es bleiben Einzelfälle und viele weitere landen aufgrund der Überlastung der Eltern in einem Wohnheim, verweilen dort, bekommen kaum Ansprache, werden krumm und ziehen sich immer weiter in sich zurück. Das ist auch Realität und weitab von einer Ferienfreizeit. Die gibt es in Wohnheimen schon längst nicht mehr. Dafür wird kein Geld bereit gestellt. Kein Personal mehr gefördert. Wie breit ist diese Schiene in Deutschland geworden. Kommerz, Freiheit und Erfolg, gegen Vereinsamung, Mutlosigkeit und Separierung?
