Bei der vorgeburtlichen Präimplantationsdiagnostik, kurz PID genannt, werden die Eizelle der Frau und der Samen des Mannes außerhalb des Körpers in einem Labor zusammengeführt. Aus dem entstehenden Embryo wird eine Zelle entnommen, die bereits die gesamte Erbinformation des entstehenden Menschen in sich trägt - also auch mögliche Gendefekte. Nur die gesunden Embryos werden in den Körper der Frau zurückverpflanzt, die kranken werden getötet. [...]Quelle und kompletter Text: 3sat
PID 31.03.-15.05 Uhr - 3sat - Genjäger (PID)
AW: 31.03.-15.05 Uhr - 3sat - Genjäger (PID)
Heute zur Debatte im Bundestag:Donnerstag, 14. April
Präimplantationsdiagnostik (PID): Die umstrittene PID soll gesetzlich geregelt werden. Der Bundestag berät am Donnerstag ab 9 Uhr in erster Lesung drei Gesetzentwürfe, deren Ziel es ist, einen einheitlichen Umgang mit Gentests an künstlich erzeugten Embryonen festzuschreiben. Alle Gesetzesentwürfe stammen von jeweils fraktionsübergreifenden Parlamentariergruppen. So haben unter anderem 192 Abgeordnete um Birgitt Bender (Bündnis 90/Die Grünen), Volker Kauder (CDU/CSU) und Pascal Kober (FDP) einen Gesetzentwurf für ein komplettes Verbot der PID (17/5450) eingebracht. 36 Parlamentarier um René Röspel (SPD), Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) und Patrick Meinhardt (FDP) setzen sich mit ihrem Gesetzentwurf (17/5452) hingegen für eine begrenzte Zulassung ein. PID soll zwar grundsätzlich untersagt sein, in Ausnahmefällen jedoch unter strengen Auflagen angewandt werden dürfen. Auch 215 Abgeordnete um Ulrike Flach (FDP), Peter Hintze (CDU/CSU) und Dr. Carola Reimann (SPD) setzen sich mit ihrem Gesetzentwurf (17/5451) für eine Zulassung in Ausnahmefällen ein. Für die Aussprache sind zwei Stunden und 30 Minuten vorgesehen.
Heute Morgen hat mich Ulla Schmidt (ehem. Gesundheitsministerin) mit einer Aussage zum Thema beeindruckt. Sie meinte u.a. wie sich den Eltern fühlen, wenn sie sich für ihr behindertes Kind entscheiden, oder auch unbewußt ein behindertes Kind bekommen. Wie fühlen sich Menschen mit einer Behinderung, die ihr Leben meistern?
Wird ihnen dann evtl. das Gefühl vermittelt werden, sie hätte Schuld, da sie es hätten verhindern können? Oder wird sich der Mensch mit Behinderung fragen, ob sein Leben weniger wert ist? Daher wird sie sich für ganz klar für ein "Nein" aussprechen. So heute Morgen im Morgenmagazin zu sehen und hören gewesen.
Ulla Schmidt ist ja auch eine Sonderschullehrerin. Heute Morgen hat sie mich ja wirklich mit ihrer klaren Linie zum Thema PID beeindruckt. Sie gab zu verstehen, dass auf 1 Embryo 33 Verworfene kommen, die aber auch schon das Recht auf Leben und Menschenwürde hatten. Auch nicht alle verpflanzten Embryonen kommen gesund auf die Welt. Ich denke, es ist nach wie vor ein heißes Thema mit vielen Meinungen dazu. Jede vielleicht für sich verständlich, aus der Sicht, woher sie kommt.
Ganz krass nur so in den Raum gestellt, würde ich mich als heute Schwangere, die ganz normal ein Baby-ohne PID- bekommt, schon dadurch diskriminiert fühlen, da ich nicht die Wahl habe, ein oder auch gleich 2 oder auch drei Kinder auf einmal zu bekommen. Und wenn mein Baby dann auch noch einen Defekt hat, geht die Diskriminierung weiter. Ich höre gerne eure Meinung dazu.
Ich habe gerade noch gehört, dass heute Abend um 21 Uhr 45 ein Beitrag zum Thema "Wie schwangere Frauen und Ärzte von Abtreibungsgegnern verfolgt werden?" in der Sendung "Kontraste" läuft.
Viele Grüße
Löwenkind
Heute zur Debatte im Bundestag:Donnerstag, 14. April
Präimplantationsdiagnostik (PID): Die umstrittene PID soll gesetzlich geregelt werden. Der Bundestag berät am Donnerstag ab 9 Uhr in erster Lesung drei Gesetzentwürfe, deren Ziel es ist, einen einheitlichen Umgang mit Gentests an künstlich erzeugten Embryonen festzuschreiben. Alle Gesetzesentwürfe stammen von jeweils fraktionsübergreifenden Parlamentariergruppen. So haben unter anderem 192 Abgeordnete um Birgitt Bender (Bündnis 90/Die Grünen), Volker Kauder (CDU/CSU) und Pascal Kober (FDP) einen Gesetzentwurf für ein komplettes Verbot der PID (17/5450) eingebracht. 36 Parlamentarier um René Röspel (SPD), Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) und Patrick Meinhardt (FDP) setzen sich mit ihrem Gesetzentwurf (17/5452) hingegen für eine begrenzte Zulassung ein. PID soll zwar grundsätzlich untersagt sein, in Ausnahmefällen jedoch unter strengen Auflagen angewandt werden dürfen. Auch 215 Abgeordnete um Ulrike Flach (FDP), Peter Hintze (CDU/CSU) und Dr. Carola Reimann (SPD) setzen sich mit ihrem Gesetzentwurf (17/5451) für eine Zulassung in Ausnahmefällen ein. Für die Aussprache sind zwei Stunden und 30 Minuten vorgesehen.
Heute Morgen hat mich Ulla Schmidt (ehem. Gesundheitsministerin) mit einer Aussage zum Thema beeindruckt. Sie meinte u.a. wie sich den Eltern fühlen, wenn sie sich für ihr behindertes Kind entscheiden, oder auch unbewußt ein behindertes Kind bekommen. Wie fühlen sich Menschen mit einer Behinderung, die ihr Leben meistern?
Wird ihnen dann evtl. das Gefühl vermittelt werden, sie hätte Schuld, da sie es hätten verhindern können? Oder wird sich der Mensch mit Behinderung fragen, ob sein Leben weniger wert ist? Daher wird sie sich für ganz klar für ein "Nein" aussprechen. So heute Morgen im Morgenmagazin zu sehen und hören gewesen.
Ulla Schmidt ist ja auch eine Sonderschullehrerin. Heute Morgen hat sie mich ja wirklich mit ihrer klaren Linie zum Thema PID beeindruckt. Sie gab zu verstehen, dass auf 1 Embryo 33 Verworfene kommen, die aber auch schon das Recht auf Leben und Menschenwürde hatten. Auch nicht alle verpflanzten Embryonen kommen gesund auf die Welt. Ich denke, es ist nach wie vor ein heißes Thema mit vielen Meinungen dazu. Jede vielleicht für sich verständlich, aus der Sicht, woher sie kommt.
Ganz krass nur so in den Raum gestellt, würde ich mich als heute Schwangere, die ganz normal ein Baby-ohne PID- bekommt, schon dadurch diskriminiert fühlen, da ich nicht die Wahl habe, ein oder auch gleich 2 oder auch drei Kinder auf einmal zu bekommen. Und wenn mein Baby dann auch noch einen Defekt hat, geht die Diskriminierung weiter. Ich höre gerne eure Meinung dazu.
Ich habe gerade noch gehört, dass heute Abend um 21 Uhr 45 ein Beitrag zum Thema "Wie schwangere Frauen und Ärzte von Abtreibungsgegnern verfolgt werden?" in der Sendung "Kontraste" läuft.
Viele Grüße
Löwenkind
AW: PID 31.03.-15.05 Uhr - 3sat - Genjäger (PID)
Hallo Löwenkind,
danke für die Links. Über kobinet habe ich auch noch folgende Artikel gefunden:
Hallo Löwenkind,
danke für die Links. Über kobinet habe ich auch noch folgende Artikel gefunden:
Streitfall PID im BundestagQuelle und kompletter Text: Berliner Zeitung I
Berlin - Der Bundestag berät heute über die ethisch heikle Frage der Präimplantationsdiagnostik (PID). Es geht darum, ob Gentests an künstlich erzeugten Embryonen vor Einpflanzung in den Mutterleib strikt verboten werden sollen - oder ob begrenzt Ausnahmen möglich sind.
Drei Gesetzentwürfe liegen dazu dem Parlament für eine erste Lesung vor. Das Lager der Gegner wie der Befürworter geht quer durch alle Fraktionen. In dieser Debatte ist die übliche Fraktionsdisziplin aufgehoben [...]
"Menschen sind nicht planbar"Quelle und kompletter Text: Berliner Zeitung II
Autor Peter Radtke über PID, behinderte Kinder und gesellschaftlichen Druck
Peter Radtke ist promovierter Literaturwissenschaftler, Autor und Schauspieler. Seit 2003 ist er zudem Mitglied des Nationalen Ethikrats. Selbst körperlich behindert, ist Radtke ein entschiedener Gegner der Präimplantationsdiagnostik.
Herr Radtke, Sie leiden an der Glasknochenkrankheit. Viele Betroffene lehnen den Begriff Krankheit für sich ab. Wie halten Sie es?
Es ist in erster Linie eine Behinderungsart. Krankheit bezeichnet für mich einen Zustand, der geheilt, wieder gesund gemacht werden kann. Das ist hier nicht der Fall. Es bleibt. Man hat es eben. Ich leide aber nicht an der Behinderung. Ich habe sie einfach. Es ist eine Art Lebensform. [...]
