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Zeit Online: Artikel zur PID - Aus Liebe zum Leben

Inge 26.01.2011, 07:55#1
[....] Am 6. Juli 2010 entschied der Bundesgerichtshof, dass erlaubt ist, was die meisten bis dahin für gesetzeswidrig hielten: Embryonen im Labor auf schwere Erbkrankheiten zu testen. Kurze Zeit später hatten die Bauerfeinds ein Gespräch im Medizinisch-Genetischen Zentrum in München. Seit vier Jahren ist das Paar hier in Behandlung. Erst wegen des kranken Sohnes, den sie schon haben. Nun wegen des gesunden Kindes, das sie bekommen möchten. Man könnte die neue Technik versuchen, sagte die Ärztin. Sie sei eine Chance. Seitdem hat die Hoffnung für die Bauerfeinds drei Buchstaben: PID.

»Präimplantationsdiagnostik.« Christian Papadopoulos kommt der Begriff sicher von den Lippen. Schon im Soziologiestudium hat er sich mit der Embryonenauswahl beschäftigt. Bioethik und Utilitarismus hieß der Titel seiner Magisterarbeit. Lange Zeit hat er gehofft, dass in Deutschland verboten bleibt, was im Ausland längst üblich ist: behindertes Leben im Frühstadium auszusortieren. Papadopoulos ist sich sicher: »Die PID ist ein Selektionsinstrument.« Seit dem 6. Juli sieht er die Zukunft für Seinesgleichen düster. [...]
Quelle und kompletter Text: Zeit-Online
Kirsten 26.01.2011, 10:00#2
AW: Zeit Online: Artikel zur PID - Aus Liebe zum L

Hallo Inge,

schon komisch und mit viel Einfühlungsvermögen kann man versuchen, beide Seiten zu verstehen. Meine Gedanken, die mir beim Lesen des Artikels kamen auszuführen, würde den Rahmen sprengen. Sicher kann man die Familie auch verstehen. Es sind die modernen Familien, sie leben in einer Zeit, wo man Hoffnungen und Träume auch tatsächlich realisieren kann. (Wenn man es kann!)

Geht man von den Betroffenen aus, fragt man sie selbst, höre und lese ich weniger, dass eine Behinderung ein unwertes Leben ist. Sicher gibt es auch da Betroffene die aus dem Umfeld und ihrer eigenen sozialen Herkunftsfamilie mit ihrem Leben nicht zurechtkommen, an Depressionen leiden und unglücklich sind, mit ihrem Leben hadern. Doch gibt es auch nicht unter den "Normalos" diese Psychologischen Probleme? Die sieht man nur nicht und auch diese Menschen würden machmal lieber tot sein, als weiter leben müssen.
Es ist eben dieses Lotteriespiel, auf das ich mich einlasse, wenn ich ein Kind bekomme. Es kann in den 40 Wochen so unendlich viel passieren und selbst wenn dann die Geburt ohne Zwischenfälle abläuft, ist es noch lange keine Garantie ein Leben zu führen, ohne jemals die Pflege durch andere in Anspruch nehmen zu müssen.

Irgendwann werden unsere Nachfahren Kinder nicht mehr einfach nur so bekommen (dürfen) dann wird es vielleicht staatlich geregelt werden, wer mit wem - was - wann - und wie oft - darf?

L.G.
Kirsten
Seti 26.01.2011, 10:22#3
AW: Zeit Online: Artikel zur PID - Aus Liebe zum L
Zitat von Kirsten
Hallo Inge,

schon komisch und mit viel Einfühlungsvermögen kann man versuchen, beide Seiten zu verstehen. Meine Gedanken, die mir beim Lesen des Artikels kamen auszuführen, würde den Rahmen sprengen. Sicher kann man die Familie auch verstehen. Es sind die modernen Familien, sie leben in einer Zeit, wo man Hoffnungen und Träume auch tatsächlich realisieren kann. (Wenn man es kann!)

Geht man von den Betroffenen aus, fragt man sie selbst, höre und lese ich weniger, dass eine Behinderung ein unwertes Leben ist. Sicher gibt es auch da Betroffene die aus dem Umfeld und ihrer eigenen sozialen Herkunftsfamilie mit ihrem Leben nicht zurechtkommen, an Depressionen leiden und unglücklich sind, mit ihrem Leben hadern. Doch gibt es auch nicht unter den "Normalos" diese Psychologischen Probleme? Die sieht man nur nicht und auch diese Menschen würden machmal lieber tot sein, als weiter leben müssen.
Es ist eben dieses Lotteriespiel, auf das ich mich einlasse, wenn ich ein Kind bekomme. Es kann in den 40 Wochen so unendlich viel passieren und selbst wenn dann die Geburt ohne Zwischenfälle abläuft, ist es noch lange keine Garantie ein Leben zu führen, ohne jemals die Pflege durch andere in Anspruch nehmen zu müssen.

Irgendwann werden unsere Nachfahren Kinder nicht mehr einfach nur so bekommen (dürfen) dann wird es vielleicht staatlich geregelt werden, wer mit wem - was - wann - und wie oft - darf?

L.G.
Kirsten

Wird ja jetzt schon gemacht ich erinner hier an die neue Reglung im SGB II anrechung Elterngeld.

Für mich ein versuch die Hartz4 Empfänger davon abzuhalten Kinder in die Welt zu setzen.

Als ich meinen jetzigen Mann kennen gelernt habe und wir nach kurzer Zeit festegellt hatte wir sind schwanger gabs für uns keine Diskusion . Wir wollten das Kind , auch wenn es eine Behinderung gehabt hätte.
Die Ärtze hatte uns regelrecht bedrängt Fruchtwasseruntersuchung und und und.

Wollten wir nicht.