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Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern

Bierchen 09.05.2010, 23:25#1
Hallo zusammen,

ich besuche erst seit kurzem dieses Forum. Kann sein, dass ich jetzt was frage, was was hier auf der Seite irgendwo zu finden ist, ich hab's aber nicht gefunden :engel:

In der Vorstellungsrunde hatte ich euch ja schon erzählt, dass meine Tochter (7 Wochen) eine schwere Hirnblutung hatte und bei ihr mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Behinderung zu rechnen ist. Nun beobachten mein Mann und ich unsere Kleine natürlich ziemlich genau, vielleicht etwas kritisch und freuen uns über schier alles, was sie jetzt schon als Baby macht (na, so wie alle Eltern), wissen aber auf der anderen Seite gar nicht, was "normal" ist, denn sie ist unser erstes Kind.

Nun wollte ich mir nicht irgendwelche "Was lernt mein Baby im ersten Jahr"-Ratgeber kaufen, die mich dann vielleicht recht bald deprimieren, weil es bei unserer Kleinen vielleicht langsamer geht, oder "anders".

Weiß jemand von euch ein gutes, anschauliches und verständliches Buch, welches die ersten Jahre eventuell entwicklungsverzögerter oder -gestörter Kinder beschreibt?
Ich denke, dass es vielleicht gut wäre, so bald wie möglich eventuelle Störungen zu erkennen und nicht erst nach ein paar Jahren.
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden wir zwar ohnehin in einem Sozialpädiatrischen Zentrum vorstellig werden, aber mir brennt das Thema jetzt schon unter den Nägeln und ich würde mich gerne vorher und frühzeitig mit dem Thema beschäftigen und darüber lesen.

Danke schon im Voraus für eure Hilfe!

LG
Sandra
miau 10.05.2010, 10:50#2
AW: Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern

Hallo Bienchen,

Bücher gibt es viele, das kann ich bestätigen, denn bei meiner Suche nach anschaulichen Entwicklungstabellen habe ich mir viele unnötige Exemplare zugelegt.

Folgende Homepage könnte dir weiter helfen:
http://www.gesundes-kind.de/u-untersuchungen/vorsorgeuntersuchungen.jsp
Darin werden gut übersichtlich die Entwicklungsphasen dargestelt.

Dann gibt es noch die Elternbriefe, die ich auch interessant finde:
http://www.ane.de/elternbriefe/nach-alter.html
http://www.elternbriefe.de/elternbriefe/index.html

und als weiteres geht es hier um Sorgenkinder:
https://www.elternimnetz.de/cms/paracms.php?site_id=5&dir=21

Welches Buch sinnvoll ist, da müsste ich meinen Bücherschrank mal durchforsten.

Alles Gute wünscht euch Micha
Bierchen 11.05.2010, 16:03#3
AW: Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern

Hallo Micha,

vielen Dank für die Links! Da werde ich mich nach und nach mal durchklicken. Elternimnetz ist sehr aufschlussreich.

Falls Du mal Zeit findest und Dir ein gutes Buch aus Deinem Regal ins Auge sticht, dann gib mir doch nochmal Bescheid. Ich hab gerne was "in der Hand", zum immer wieder Nachschlagen. Wäre halt wirklich gut, wenn im Buch auf Anzeichen für Entwicklungsstörungen eingegangen würde. Sonst reimt man sich im Vergleich zur "normalen" Entwicklung alles Mögliche zusammen, was vielleicht überhaupt nicht stimmt.

Gruß
Sandra
Mascht 11.05.2010, 20:07#4
AW: Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern

Hallo Bierchen!

Ich finde du solltest dich da nicht so hineinsteigern. Du wirst bald merken, daß du intuitiv das richtige machen wirst. In Österreich gibt es die regelmäßigen Mutter-Kind-Paß untersuchungen, wo sichergestellt wird daß nichts versäumt wird. Ich glaube daß es sehr wichtig ist einen guten vertrauenswürdigen Kinderarzt zu finden, mit dem du deine Probleme und Sorgen teilen kannst. Meine Meinung ist daß es sehr wichtig ist Liebe und Geborgenheit zu geben, als immer zu Beobachten und sich dadurch selber enorm stresst. der ist weder für dich noch für das Kind gut . Und glaube mir, die Zwerge merken das. Ich glaube daß es kein "Normkind" gibt. Auch "gesunde" Kinder können Verzögerungen haben.

Mein Sohn konnte erst mit 3 Jahren frei sitzen mit 4 1/2 erst frei gehen. und hatte
im 1. Lebensjahr schon 3 Operationen (Gaumenspalte).

Alles Gute und liebe Grüße

Martina und Daniel
Kirsten 12.05.2010, 00:33#5
AW: Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern

Hallo liebes Bierchen,

dem Eintrag von Martina möchte ich mich gerne anschließen. Sicher ist es ganz wichtig, frühzeitig evtl. Defizite in der Entwicklung zu fördern. Wichtig ist aber auch, erst einmal dein Baby richtig kennenzulernen, dich auf dein Baby einzulassen, Vertrauen zu ihm aufzubauen und ihm ganz viel Liebe und Wärme zu geben. Lass dich auf deine eigenen Gefühle ruhig ein und glaube nicht alles, was von außen kommt. Es ist dein Baby, dein ganz normales Baby und erst in zweiter Linie ein Baby, dass leider nun einmal eine Gehirnblutung hatte und man nun schauen muss, wie die Entwicklung vorangeht. Wenn am Anfang alles so auf einen einstürmt, die vielen Fragen und Gedanken und das warum und die anderen die alle sagen werden, man sieht doch gar nichts - lass es an dir abprallen. Lass dein Baby ein ganz normales Baby sein, dass schreit wenn es Hunger hat, dass auf den Arm genommen werden will, und auf dass man vielleicht noch ein wenig mehr achten muss, als man es doch sowieso tun würde. Ich habe mein schwerstbehindertes Kind, das alle nur erdenklich schlechten Prognosen hatte, man froh war, dass es die Geburt überhaupt schon überlebt hatte, immer, wenn ich mit ihm zusammen sein konnte, ganz dicht an meinem Herzen getragen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, es ist die Toxoplasmose, die muss behandelt werden. Alles stürzte von außen auf mich ein. Krankenhaus, Medikamente, Therapien, beobachten usw. Bis ich eines Tages erst merkte, halt, es ist mein Baby, mein Kind, so wie es ist.
Heute ist es schon ein junger Mann von 19 Jahren. Er hat sich weiter entwickelt. Er hat so viel gelernt und so viel Liebe und Wärme bekommen. Das was nötig war, haben wir gemacht. Wir haben ihm aber auch die Zeit gegeben, einfach ein ganz normales Kind zu sein.
Liebe Grüße
Kirsten
Bierchen 13.05.2010, 23:19#6
AW: Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern

Hallo Martina, hallo Kirsten,
danke für eure aufmunternden Worte.
Natürlich geben wir unserer Maus so viel Liebe und Wärme wie nur möglich. Und wir möchten sie auch in erster Linie mal als "ganz normales Baby" betrachten. Aber ich denke, wir werden uns trotz allem immer wieder viele Fragen stellen was ihre Entwicklung betrifft und da wir noch keine Kinder haben sind wir noch unsicherer.
Was die Aussagen und Prognosen von Ärzten betrifft versuche ich eh, so gelassen wie möglich zu sein. Aber das ist sehr schwierig. Solange sie noch im Krankenhaus bzw. in unserem Fall sogar Intensivstation ist, werde ich tagtäglich damit konfrontiert. Ich hoffe, das wird besser, wenn unsere Maus mal nach Hause kommt.
Danke nochmal und viele Grüße
Sandra
Moni R 18.05.2010, 19:02#7
AW: Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern

Hallo ich schliese mich den Worten meiner Vorrednerin gerene an. Ich finde auch das man sein Kind so annehmen sollte wie es ist. Um den richtigen spagat zwischen was braucht das Kind an Therapien und was nicht(,ist nicht leicht das weis ich aus erfahrung). Ist es einfach von nöten das Kind intensiefzu beobachten um dann zu entscheiden. Man kann nicht generell sagen was einen Kind gut tut und nicht man mus probieren und Versuchen. Und immer wieder den Mut haben nach einenen scheitern weiter zu machen. Dafür wünsche ich euch viel kraft und Mut. Eine Behinderung ist nicht heilbar nur mann kann versuchen diese durch bestimmte Therapieen etwas zu erleichten je nach dem wie sie sich auswirkt, aber dafür ist es bei euch einfach noch zu früh. Gruß Moni
Ps das wichtigste ist ein guter Kinderarzt dem ihr vertraut und der euer Kind durch intesiefe betreuung gut kennt das ist das A und O