Kai lacht wieder
von Hartmut Gagelmann
http://www.amazon.de/Kai-lacht-wieder-Hartmut-Gagelmann/dp/3426023385/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1248542132&sr=8-1
Dies ist die herzzerreißende Geschichte des Jungen Kai, der überaktiv ist und geistig behindert. Er kommt in einem schlechten Zustand in einem Kinderheim an und Herr Gagelmann nimmt sich seiner an. Aus den äußerst auffälligen und unruhigen Jungen wird ein fast normales Kind. Seine Familie buch einen Urlaub auf Mallorca und davor gibt es leider noch ein Tief, wo alles weg ist, was Herr Gagelmann aufgebaut hatte. Es gibt auch ein Happy-End und Kai lernt wieder, was er einst gekonnt hatte.
Dieses Buch hat mir damals, als ich es gelesen hatte, Mut gemacht, dass ich mit meiner Tochter auf dem richtigen Weg bin. Es hat mich darin bestärkt, meiner Tochter etwas zuzutrauen, und zwar Dinge, die für sie möglich sind. Leider hat es auch aufgezeigt, wie es heute noch in den Einrichtungen organisatorisch zugeht. Damals konnte ich nach dem Lesen dieses Buches erstmals verstehen, warum sich die Betreuer immer wieder profilieren mussten: weil sie nie Berichte lasen oder auch keine Zeit oder Interesse daran hatten, diese zu lesen.
Micha
AW: Buchtipp: Kai lacht wieder
an miau:
ich sehe das ganz anderst als sie,ich denke das es in dem buch relativ deutlichgemacht wird das wir als betreuer die unterlagen nicht aus desinteresse nicht lesen sondern einfach weil wir unser eigenes bild machen möchten wir möchten den menschen selber kennenlernen ihr selbsteinschätzen und den umgang mit ihm ohne jegliche vorbelastung ausüben.
ich bezweifel in keinsterweisse das unfähige betreuer in jedem heim rumlaufen!!!
dennoch versuchen wir alle unser bestens jeder hat eine andere auffassung von dem was das beste ist.aber man sollte nicht immer die schuld bei erziehern betreuenden ect suchen sondern ihnen einfach zeit lassen um den menschen richtig kennenzulernen und den umgang mit ihnen lernen!
ich will auch nicht behaupten wir machen alles richtig auch ich habe schon fehler gemacht aber einzig und alleine aus dem grund weil ich dachte es sei das beste.und auch wir sind nur menschen und haben genau wie jeder andere mensch ein recht auf fehler!
und ich denke dies ist nicht unbedingt falsch das auch menschen mit einer behinderung unsere schwächen und fehler sehen...unsere verzweifulng und unsere hoffnung da ich der meinung bin man sollte einen menschen mit einer behinderung so weit wie möglich in das normale leben einführen soweit wie es eben möglich ist...sie sollten auch unsere liebe unsere hoffnung und zuwendung unser vertraun aber auch unsere in wirklich extrem fällen unsere verzweiflung unsere enttäuschung unsere ja auch wenn wir wütend sind wir sie schimpfen weil sie spüren das es echte emotionen sind!!!
und jetz noch zu dem buch es ist wirklich eins der shönsten bücher die ich jemals las!
es gibt viele wörter von hartmut gagelmann die mir förmlich aus dem herzen sprachen...
es ist wundervoll wie hartmut gelernt hat menschen zuakzeptieren wie sie sind!es wirklich begriffen zuhaben nicht viele menschen verstehen dies!es ist auch wirklich herzergreifend wie hartmut uns nahe legt wie wundervoll diese menschen sind!!das sie sind wie wir wenn nicht noch besser das wir mehr von ihnen lernen können als sie von uns!ich habe selten ein buch gelesen was mich wirklich so ergriffen hat wo ich geweint habe und überglücklich war und die ganze welt hätte knutschen können!
ich mag zb mal ein beispiel nennen wir ``normalen menschen´´ sind es gewohnt das zb an gesamtschulen die schulhöfe getrennt werden die grossen von den kleinen weil es anders total eskalieren würde...ich arbeite in einem behindertenheim mit menschen aller alters gruppen menschen mti den verschiedensten behinderungen wirklich menschen die untereinander nicht verschiedener sein könnten...aber dennoch ist die atmosphäre wirklich bemerkenswert toll klar gibt es auch mal kleine zickerrein aber nicht in dem ausmasse wie wir sie heutzutage an ``normalen schulen´´ kennen oder allein schon die turerneien an arbeitsplätzen!weil diese wunderbaren menschen einfahc gelernt haben das wir ein recht auf fehler haben jeder einzelne von uns und sich einfach akzeptieren und vorallem auch respektieren was unter uns ``normalen´´ eher der seltenheit entspricht
also klasse buch ich bin dankbar das hartmut diese geschichte mit uns geteilt hat
AW: Buchtipp: Kai lacht wieder
Hallo Jan,
auf den ersten Blick mag es sinnvoll erscheinen, sich ein eigenes Bild vom behinderten Menschen zu machen. Was meinst du, was mit ein Grund ist, dass die "Gesundheitsreform" kam? Weil jeder sein eigenes Ergebnis braucht und mit denen der Vorgänger nichts (wenig) anzufangen weiß, weil er sich eben - sein eigenes Bild machen will.
Dabei geht viel Zeit verloren.
Stell dir mal vor, du bist so ein Behinderter, kommst in eine neue Einrichtung, oder in die Einrichtung kommt ein neuer Betreuer, der sich erst ein eigenes Bild machen möchte. Was meinst du wie du dich fühlst? Als ob wieder alles von vorne anfänge und das, was die Vorgänger als wichtig befanden, unter den Teppich gekehrt wird. Gerade bis zur Pubertät, wo das Gehirn sich noch im Aufbau befindet, hat so ein Vorgehen verheerende Folgen für so einen behandelten Behinderten.
lg Micha
AW: Buchtipp: Kai lacht wieder
Hallo Micha,
ich habe das Buch nicht gelesen, aber ich verstehe nicht, warum es dir nicht passt, dass sich der Betreuer ein eigenes Bild machen wollen?!
Du beschwerst dich in anderen Threads, dass deine Tochter falsch behandelt wurde. Ist es denn schlecht, wenn sich neue Betreuer nicht von den vorherigen Ansichten, von dem was evtl. zu schlechter Behandlung deiner Tochter geführt hat, leiten lassen, sondern versuchen sie unvoreingenommen als Person und nicht als Akte kennen zu lernen?
Als Lehrerin weiß ich: Akten sind nicht unparteilich und ich hätte viele Menschen anders kennen gelernt, wenn ich ich vorher alle Akten gelesen hätte. Trotzdem wirft ein verantwortungsvoller Mensch einen Blick auf die medizinischen Besonderheiten.
Liebe Grüße
Lehrerin
AW: Buchtipp: Kai lacht wieder
Hallo Lehrerin,
dann müsste es ja nur Fortschritte bei den Behinderten geben und keine Rückwärtsentwicklung wegen solchen Vorgehens.
Demnach hätten die Betreuer auch genügend Zeit sich ein Bild zu machen, und auch die Ausbildung dazu. Ist nur Fakt, dass die Mehrzahl der Betreuer aus Praktikanten besteht, die alles erst lernen. Von denen wird auch viel zu viel verlangt.
Es gibt auch Ausnahmen und andere Einrichtungen. Nicht alle gehen so wie in dem obigen Buch beschrieben vor. Zum Glück!
Deshalb kenne ich auch den Unterschied und kann mitreden.
lg Micha
AW: Buchtipp: Kai lacht wieder
anstatt über mich herzufallen, weil ich meine Kritik äußere, würde ich sie mir mal "zu Herzen" nehmen und überlegen, ob da nicht was dran ist. Als Lehrer ist man nur für ein paar Schuld-Stunden in der Klasse, und hat mehrere Klassen. Hat man da 50 Schüler und muss sich erst ein Bild machen, ist das reine Zeitverschwendung. Zudem kommt hinzu, dass ein Lehrer jedes Jahr neue Klassen zugeteilt bekommt. Und das ist dann "Zum Besten des Behinderten"????
In keiner normalen Schule würde man sich so ein arrogantes Verhalten anmaßen.
AW: Buchtipp: Kai lacht wieder
Persönlich kann ich schon auch nachvollziehen, wenn eine Fachkraft sich ein Bild ihres Schützlings machen möchte.
Wenn ich z.B. in der Asylbegleitung neu jemanden "an die Hand" bekomme, mache ich mir auch automatisch erst mal ein subjektives Bild.
Aber:
mir ist es genauso wichtig, mit den Menschen zusammenzuarbeiten, die den Schützling länger -und daher besser- kennen als ich.
D.h. ich mache mir zwar mein "eigenes Bild" - das aber nur subjektiv ist.
Um ein objektives Bild von einer Person zu bekommen, die ich begleite, ist es m.E. ausschlaggebend, sich alle Seiten anzusehen und anzuhören.
Ich reagiere auch ungehalten, wenn eine Fachkraft mir nach einem kurzen "Scan" meint sagen zu können, wie meine Kinder "wirklich sind".
In dem Moment akzeptiere ich diese Fachkräfte absolut nicht mehr als Fachkräfte.
Das war ja z.B. damals bei der Einschulung unserer Kleinen so, als die Konrektorin der Schule meinte mir nach einem Test sagen zu können, unser Kind hätte "überhaupt keine psychischen Probleme, es wäre ja mit ihr sofort mitgegangen...."
Von dem Moment an, habe ich diese Frau in keinster Weise mehr als Fachkraft akzeptiert und daher geht unsere Kleine auch definitiv nicht in diese Schule!
Das positive Gegenbeispiel fand dann in der Schule statt, die unsere Kleine jetzt besucht:
da wurde sich zusammen mit uns hingesetzt, die Hintergründe unserer Kleinen ausgiebig besprochen und beleuchtet (eben, dass sie drei Familien in einem Jahr durchlaufen hat, dass sie traumatisiert von der Mutter weggenommen wurde, dass sie eine Bindungsstörung hat usw. usw).
Da spielte auch die Einschätzung unseres Jugendamtes eine Rolle, das uns ja seit Jahren als Pflegefamilie begleitet usw. usw.
Das hatte eine ganz andere Qualität, als die pauschale Bemerkung der Fachkraft, die sich da ihr "eigenes Bild" zusammengeschustert -aber von der Realität null Ahnung- hatte!
Eigens Bild: ja - wir alle sind unserem subjektiven Denken "ausgesetzt" und ich glaube nicht, dass es einen einzigen Menschen gibt, der davon frei ist.
Jeder kann/darf/soll sich ein eigenes Bild machen - und (gerade als Fachkraft) genug Verstand besitzen zu wissen, dass das eigene Bild nichts mit Objektivität und Realität zu tun hat.