Archiv des früheren intakt-Forums (schreibgeschützt, Beiträge bis 2020) · Zum aktuellen Forum: community.intakt.info · www.intakt.info

Spiegel-Artikel: die unverdünnte Hölle

Inge 23.01.2009, 10:15#1
Menschen mit Behinderungen werden in Deutschland ausgegrenzt und in Sonderschulen, Werkstätten und Heime abgeschoben. Nun tritt eine Uno-Konvention in Kraft, der ein radikales Umdenken folgen müsste. Doch die Bundesregierung signalisiert: Alles soll so bleiben, wie es ist. [...]

Quelle und kompletter Text: Spiegel
elisabeth 23.01.2009, 11:11#2
AW: Spiegel-Artikel: die unverdünnte Hölle

Hallo Forum,
dazu paßt auch gut der Kontraste-Bericht mit Video (rechts oben neben dem Bild anklicken) vom 04.12.08

http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_8307171.html
LG
Elisabeth
Andreas 23.01.2009, 21:11#3
AW: Spiegel-Artikel: die unverdünnte Hölle

Hallo Inge,

schön dass du den Link hier einstellst. Ich habe den Artikel gestern auch gelesen. Kann den Gefühlsmix den der ausgelöst hat noch immer nicht so ganz einordnen ... Welche Konsequenzen kann man aus dieser Feststellung ziehen?

Liebe Grüße
Andreas
Inge 24.01.2009, 19:32#4
AW: Spiegel-Artikel: die unverdünnte Hölle

Hallo Andreas,
hallo zusammen,

was mich wirklich zum "Zähneknirschen" bringt, ist die Einstellung vieler Politiker, dass bei uns in Deutschland doch alles bestens ist. Eine weitestgehende Normalität ist für Menschen (insbesondere mit so genannten geistigen Behinderungen oder Mehrfachbehinderungen) nicht möglich, da sie von Anfang an in Sondereinrichtungen ausgesondert werden.
Ich verlange da wirklich keinen Unterricht für alle Kinder in einer Klasse. Aber wenigstens der Besuch in einer gemeinsamen Schule sollte möglich sein.

Dann wird immer noch in allen Bereichen über die Köpfe der betroffenen Menschen hinweg entschieden.
Nicht der behinderte Mensch ist der Maßstab, sondern die "Kulanz" der Entscheidungsträger.
Nach dem SGB bestimmt der Bedarf die Leistung, aber in der Realität ist das umgekehrt...
Bea 24.01.2009, 22:21#5
AW: Spiegel-Artikel: die unverdünnte Hölle

Stimmt, sehe ich auch so. Unsere Hannah geht seit diesem Jahr in eine Außenklasse (Ihr gefällt's sehr gut, aber sie ist auch so gesehen unkompliziert), und da sind sie noch am Experimentieren, wie viel Kooperation den Schüler/innen tatsächlich gut tut - ein Zuviel hat sich bereits als Überforderung erwiesen (wenn die behinderten von den nichtbehinderten Schüler/innen sozusagen "überrannt" werden); andererseit ist eine schwer mehrfachbehinderte Schülerin seit dem Schulwechsel nachmittags viel besser drauf (nach Aussage ihrer Hauptbetreuerin), und das obwohl im Vorfeld schon die Frage im Raum stand, wie viel sie überhaupt von alledem mitbekommt!
MFG
Bea