Hallo zusammen!
Zur kurzen Erklärung:
Habe Heilerziehungspflegerin gelernt und liebe diesen Beruf über alles.
Leider habe ich während meiner zahlreichen Praktika auch viele nicht so schöne/ optimale Dinge gesehen und erlebt.
Nun haben einige Kollegen (aus der selben Branche) und ich uns überlegt unsere eigene Einrichtung bzw. Angebote für behinderte Menschen auf die Beine zu stellen.
Haben auch schon paar Ideen gesammelt, nur die zündende war leider noch nicht ganz dabei!
Also dachte ich mir, wer kann besser sagen, was für die Klientel benötigt wird, als die Menschen, die mit ihnen zusammen leben, verwandt sind oder gut kennen!?
Was für Arten von Einrichtungen fehlen?
Welche Angebote für behinderte Kinder und/ oder Erwachsene sind Mangelware?
In welchen Bereichen des Lebens fehlt Hilfe oder Unterstützung?
Freue mich auf jede Anregung und Idee.
Vielen Dank im Voraus!
AW: Ideen für Behinderteneinrichtung
Hallo Ruby,
schön, dass ihr euch Gedanken macht und anbeiten wollt, was wirklich benötigt wird.
Also fange ich mal an und sage , es fehlen Angebote für Kurzzeitpflege für Kinder, ausserdem Angebote , die die zusätzlichen Betreuungsleistungen nach § 45 b/c SGB XI für Kinder anbieten.
LG, amai
AW: Ideen für Behinderteneinrichtung
Hallo Ruby,
Welche Angebote für behinderte Kinder und/ oder Erwachsene sind Mangelware?
was ich hier regional erlebe ist, dass hier kaum Elternarbeit geleistet wird im Bezug auf "Stark machen der Eltern".
Persönlich bin ich gerade ganz aktuell an dem Thema dran (habe div. Gespräche mit Einrichtungen, Behörden und werde das nach den Wahlen noch im Gespräch mit einem Politiker in Berlin vertiefen).
Es mangelt z.B. zu einem grossen Teil an Fortbildungsmöglichkeiten für (Pflege)eltern von behinderten Kindern. Die sind zum grössten Teil ausschliesslich Fachkräften vorenthalten.
Mittlerweile konnte ich sogar vernünftig mit einem Behindertenverband darüber reden, dem das durch das mit mir geführte Telefonat bewusst geworden ist.
Morgen habe ich dort das erste Gespräch, weiter folgen in dieser Woche und in der kommenden Woche.
AW: Ideen für Behinderteneinrichtung
Hi Ruby,
ich glaub, wenn du in einem Forum für Bürgermeister oder Krankenkassen fragst, wer im Haushalt noch Geld für Hilfsangebote für Familien mit behinderten Kindern oder Senioren hat, ist das erfolgversprechender, als wenn dir hier jemand aus Hamburg sagt, das er andere Hilfe braucht als jemand aus Bayern

Helmut
AW: Ideen für Behinderteneinrichtung
Danke erstmal für die schnellen Antworten!
@ amai:
Besonders dominant sind heutzutage vorallem Einrichtungen für ältere menschen. Sehr oft werden behinderte Menschen einfach dort mit untergebracht, obwohl für sie ganz andere Voraussetzungen geschafft werden müssten.
Genauso ist das auch mit der Kurzzeitpflege (KZP). Ich habe mich mal etwas umgesehen und es gibt wirklich nicht viele angebote der KZP für Behinderte geschweige denn für behinderte Kinder. Trotz der Gleichsetzung der verhinderungspflege mit der KZP.
@ Claudia:
Es stimmt, viele Angebote der Familienbildung gibt es leider nicht, wenn dann nur in einer bestimmten Region Deutschlands.
Aus welcher Region kommen Sie?
@ Helmut:
Vom Prinzip stimmt das schon. Bei mir würde es sich um Sachsen handeln.
Dennoch möchte ich lieber direkt von den Angehörigen hören/ lesen was sie sich vorstellen bzw. was sie wollen!
Ich rede ja nicht davon die Welt mit meinem Unternehmen zu ändern....
Mein Wunsch ist es einfach etwas zu tun, was angenommen wird, weil es gewünscht und gebraucht wird.
Viele liebe Grüße
Ruby

AW: Ideen für Behinderteneinrichtung
@ Claudia:
Es stimmt, viele Angebote der Familienbildung gibt es leider nicht, wenn dann nur in einer bestimmten Region Deutschlands.
Aus welcher Region kommen Sie?
Guten Morgen,
ich lebe in Mittelfranken, Großraumgebiet Nürnberg - Fürth - Erlangen und ich kann nur ermutigen, an Themen wie diesen auch "deutschlandweit" dranzubleiben.
Beträfe es nur die Region, in der ich lebe, würde ich im Bezug darauf nicht nach Berlin fliegen

.
Wichtig finde ich, sich ins Bewusstsein zu holen, dass das Wohl eines Kindes zuallererst und in erster Linie unmittelbar mit dem Wohl der Eltern einhergeht und dafür alles getan werden sollte, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz und ihrem Selbstwertgefühl durch Fortbildungsmassnahmen (z.B. Workshops, Elterngruppen) zu unterstützen und zu fördern.
Alles Gute!
AW: Ideen für Behinderteneinrichtung
Hallo Ruby,
wünschenswert wären für mich kleine Wohneinrichtungen mitten in der Stadt oder im Dorf, in den Menschen mit Behinderung so normal wie möglich gemeinsam leben können
- unabhängig von ihrem Hilfe- und Betreuungsbedarf
- unabhängig von ihrer Arbeitsfähigkeit
- unabhängig von Art und Schwere ihrer Behinderung
AW: Ideen für Behinderteneinrichtung
Hallo Inge!
Was bedeutet bei Ihnen kleine Wohneinrichtungen?
In Dresden und Berlin kenne ich Wohngruppen (jedoch alle mit ungefähr gleichen Betreuungsbedarf), in der 6 oder 7 behinderte Menschen in einer WG zusammenleben...
Da wird gemeinsam entschieden, wer was zum Zusammenleben beitragen muss (Einkaufen, Putzen,....), was in der Gruppe unternommen wird aber auch, was jeder allein machen möchte.... je nach Wünschen der Bewohner.
Meinen Sie so etwas in der Art nur eben mit unterschiedlichen Behinderungsgraden?
Aber auch dies kann sehr gut funktionieren. Ich habe mal in einem Wohnheim/ Internat für behinderte Kinderund Jugendliche gearbeitet. Dort waren auch die unterschiedlichsten Behinderungen vertreten. Aber alle waren ein starker Verbund und jeder nahm eine gleich starke Rolle in der Gruppe ein.
Viele Grüße Ruby
AW: Ideen für Behinderteneinrichtung
Hallo Ruby,
ja, das sind meine Idealvorstellungen. Und es sollten aber auch Menschen mit hohem Unterstützungs- und Betreuungsbedarf dort wohnen können. Gut gemischt - wie im ganz normalen Leben
