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Alpakatherapie - eine Alternative

AlpakatherapieEV 29.09.2008, 21:31#1
Hallo zusammen,

also, eingetragen haben wir uns als AlpakatherapieEV - korrekt heißt es: Verein zur Förderung der Alpakatherapie e. V. (in Hamburg).

Dieser Verein besteht aber aus Menschen und Menschlichkeit. Wir arbeiten ehrenamtlich (ausser unsere Therapeuten) seit 2003 daran, das diese tiergestützte Therapieform eines Tages von den Krankenkassen übernommen wird.

Unser Ziel ist es der gesamten Familie eine Hilfe und Unterstützung zu sein, nicht nur ein Familienmitglied zu therapieren.

Über Kontakte freuen wir uns immer - zu Familien und anderen Vereinen.

Die Alpakatherapie stellt eine gleichwertige und kostengünstige Alternative zur Delfintherapie dar. Seit 2003 bieten wir Familien unsere Unterstützung an - alles zu unserem Verein finden Sie unter: www.alpakatherapie.com
Neben vielen Bildern und Pressestimmen finden Sie auch Elternberichte.
Über eine Kontaktaufnahme würden wir uns freuen.
Herzliche Grüße aus Hamburg

Birgit Viett
Simon 13.10.2008, 20:35#2
AW: Alpakatherapie - eine Alternative

Hallo Frau Viett,

vielen Dank für Ihre Infos, ich muss zugeben, dass ich noch nie etwas von der Therapie gehört habe.
Auch nach dem Studium Ihrer Internetseite konnte ich mir nicht alle Fragen beantworten. Googeln half nicht, da ich immer wieder auf Ihre Seite bzw. gleichlautende Forumsbeiträge gekommen bin. Ich stelle einfach mal meine Fragen:
  • Gibt es unabhängige Studien, die den Erfolg beweisen oder handelt es sich bisher nicht um Studien sondern um Erfahrungen?
  • Therapiert nur das Tier oder gibt es auch Therapeuten? Falls es Therapeuten gibt, welche berufliche Qualifikation müssen diese haben?
  • Die Therapie hilft bei allen Diagnosen aus dem psychiatrischen Bereich (laut Ihrer Internetseite). Da gerade die Abhängigkeitserkrankungen (Heroin und Alkohol) aber auch die Demenz in die neurologischen Richtung gehen (nicht nur beispielsweise wegen des Tremors), halten Sie die Therapie auch bei neurologischen Erkrankungen (beispielsweise Parkinson) für erfolgsversprechend?
  • Aufgrund welcher Tatsachen halten Sie Ihr Ziel, dass die Kassen irgendwann die Therapie übernehmen, für realistisch? Meines Wissens gibt es noch keine tiergestützte Therapie deren Kosten regelhaft übernommen werden. Gerne lasse ich mich eines besseren belehren.
Es würde mich freuen, wenn die ein oder andere Frage (wenn auch kritisch gestellt) beantwortet werden würde.
Aufgrund einer Behinderung in der Familie beschäftige ich mich durchaus mit vielen Therapien und der möglichen Kostenübernahme durch die Kasse. Delfine, Hunde, Kühe und Schafe waren mir bekannt, aber Alpakas noch nicht. Ich bin gespannt auf weitere Informationen!
elisabeth 14.10.2008, 07:46#3
AW: Alpakatherapie - eine Alternative

Hallo Simon,
unter der angegebenen Website findest Du auch noch nützliche Infos zur Lama-Therapie.
http://www.initiative-mut.de/index.html

Unser Sohn geht dort in die Einrichtung für behinderte Menschen und bekommt auch die Lamatherapie . Die Kids haben auch letztes Jahr einen neuen Stall für die Lamas gebaut und haben viel Spaß dabei gehabt.:-D
Viele Grüße
Elisabeth
AlpakatherapieEV 14.10.2008, 09:47#4
AW: Alpakatherapie - eine Alternative

Hallo Simon,

gern beantworte ich Ihre Fragen:

1. Studien haben wir derzeit noch nicht sind aber für nächstes Jahr geplant.
2. Auf unserer Seite gibt es umfangreiches Material welches recht zweifelsfrei darlegt, das natürlich der Therapeut die Therapie durchführt und das Tier eine Brückenfunktion übernimmt. Nur fachlich kompetente Therapeuten und gut ausgebildete Tiere sind die Basis für eine erfolgreiche Therapie.
Unsere Therapeuten kommen aus den Gebieten Ergo-, Physio- sowie Psychotherapie und Logopädie.
3. Diese Frage kann und werde ich selbst nicht beantworten, da ich weder Arzt noch Therapeutin bin. Ich spreche es am Wochenende mal im Kreise der Therapeuten an.
4. Ein langes Grundsatzgespräch mit Vertretern der gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherungen hat den Weg aufgezeichnet, den wir gehen müssen. Ein gutes Stück haben wir davon bereits geschafft, der Rest ist auch nicht mehr unmöglich.

Es steht ein fundiertes Konzept hinter unserer Arbeit. Wir sind sehr froh, ein Team aus Therapeuten um uns zu haben, die unseren Vereinsgedanken teilen. Bis auf die Therapeuten arbeiten alle Beteiligten ehrenamtlich. Obwohl neben der eigenen täglichen Arbeit und der Vereinsarbeit kaum private Zeit bleibt, sind wir für jede anreisende Familie jederzeit erreichbar. Im Vorab helfen wir bei der Suche der Unterkunft und geben Tipps, für Unternehmungen in Hamburg.

Aus der Vergangenheit wissen wir, dass viele Familien den Druck mit einem behinderten Familienmitglied nicht standgehalten haben und es zu Trennungen gekommen ist. Oft haben wir es mit allein erziehenden Müttern und auch Vätern zu tun. Nicht selten müssen sie zu Hause bleiben und bekommen Hartz IV. Wir sind der Ansicht, das Hilfe keine Frage des Geldes sein soll - also bringen wir durch gemeinsame Aktivitäten mit dem Elternteil bzw. dessen Familie den Fehlbetrag auf. Wir sind sehr stolz, dass bisher noch keine Therapie am Geld gescheitert ist. Sollte es noch weitere Geschwister geben, die mit anreisen, wird auch für sie kostenfrei ein Rahmenprogramm erstellt. Auch diese Unterstützung leisten wir in unserer Freizeit.

Ich habe so ausführlich geantwortet damit eines klar ist - wir sind keine kommerzielle Einrichtung. Bei uns steht die Gemeinnützigkeit nicht nur auf dem Papier. Wo es uns möglich ist zu helfen, stehen wir auf der Seite der Familien.

Es ist wirklich superlieb, dass wir Telefonnummern von Familien herausgeben dürfen, die bei uns waren. Sie kommen alle nächstes Jahr wieder - sie haben ihren Grund.

Ich hoffe, ich konnte die gestellten Fragen zur Zufriedenheit beantworten. Vielleicht aucht die eine oder andere Frage, die noch nicht gestellt wurde.
Sollte es immer noch eine Offene geben, so würde mich eine persönliche Kontaktaufnahme sehr freuen.

Herzliche Grüße aus Hamburg

Birgit Viett
Simon 14.10.2008, 20:23#5
AW: Alpakatherapie - eine Alternative

Hallo zusammen,

ich danke sehr für die Antworten. Und um die Gegenfrage zu beantworten: Ja, ich bin zufrieden.
Gerade die Betonung, dass es sich in großen Teilen um ehrenamtliche Arbeit handelt, nimmt mir schon viel meiner Skepsis.
Durch die schon von mir kurz genannten anderen "Tiertherapien" oder auch andere (ich denke da an diverseste Ernährungstherapien/ Nahrungsergänzungsprodukte) habe ich mir eine große Portion Skepsis angeeignet, da in manchen Fällen das Geschäftsinteresse der Anbieter überwogen hat.

Für die Zukunft wünsche ich Ihnen viel Erfolg, insbesondere für eine Studie. Diese würde Sie einen großen Schritt weiter bringen. Es würde mich freuen, hier irgendwann von den Ergebnissen zu lesen.
Sofern es sich um eine randomisierte, kontrollierte Studie handelt, die positive Ergebnisse für die Therapie bringen wird, drücke ich die Daumen für eine potentielle Zulassung durch die Kassen