Hier kommt man zu einem Artikel aus der Zeitschrift "Spiegel" vom 10.09.2013 zum Thema "Schreibabys - Erste Hilfe bei
Brüll-Attacken":
AW: Schreibabys
als Oma eines sog. "Schreibabys" bin ich schon ein wenig überfordert, warum hier im Behindertenforum dieses Thema aufgegriffen wird. ???
Regulationsstörungen, Reizüberflutung - warum, wieso kommt es dazu? Das Umfeld eines heutigen Baby´s ist komplett anders geworden, als noch meine Kinder klein waren. Die Babies werden herumgereicht, zu jeder Zeit aus ihrem Bettchen hochgenommen, eine gestresste Mutter soll dann stillen. Besuche sind an der Tagesordnung. Die junge Familie hat eigentlich kaum Zeit sich erstmal auf sich und das neue Leben zu dritt zu besinnen. Im Krankenhaus sind die Frauen in Einzelzimmern untergebracht, sich selbst überlassen. Als ob Muttersein bzw. Elternsein mit dem "ein-Kind-bekommen" gelernt wird, bzw. schon im Blut liegt. Auf Instinkte kann so eine junge Frau immer weniger zurückgreifen.
Wenn Mutter-sein in der Gesellschaft verpönt ist, dann wundert es mich nicht, dass die neugebornenen Menschen dann schreiend gemacht werden. Versetze man sich mal in die Lage eines solchen Babies, das schreit und schreit und wie das Umfeld darauf reagiert. Schreien ist seine Sprache, und diese wurde gelernt. Deswegen ist es auch möglich das Schreien wieder zu verlernen (in sog. Schreiambulanzen).
Vielleicht ist es auch ein Aufschrei dieser Babies: "Lasst mir meine Mama."
lg Micha
AW: Schreibabys
Hallo Micha,
der Link zum Thema "Schreibabys" ist keinesfalls mit einer möglichen "Behinderung" in Zusammenhang zu bringen. Er soll nur zur Information dienen. Ich hoffe, du kannst dich damit arrangieren? Ansonsten finde ich deine Gedanken zum Thema recht interessant und auch zum Nachdenken anregend.
AW: Schreibabys
Auf dem Dorn-Kongress vor zwei Jahren habe ich u.a. von einer Ärztin berichtet, die mit ihrem 4 Monate alten "Schreibaby" 300 km zu Dieter Dorn gefahren war. Der fühlte die Blockade am 6.Brustwirbel. Dort treten die Nerven aus, über die der Magen gesteuert werden soll. Wenn diese Steuerung nicht mehr funktioniert, klappt die Verdauung nicht. Sodbrennen. Das Kind schreit. Es bekommt das Fläschchen. Verdauung klappt weiter nicht. Eine "Teufelsspirale" schraubt die Ver-Wicklung immer tiefer ins Problem hinein.
Sanfte Massage, bis die Blockade gelöst ist. Alles funktioniert wieder normal.
Eigentlich sollte man bei jedem Gesundheitsproblem - wie Dorn - erst einmal die Wirbelsäule abfühlen.
Fühlen sollten wir alle offensichtlich wieder lernen.
Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe
AW: Schreibabys
Hallo Franz Josef Neffe,
von dieser Therapie in Bezug auf die Behandlung von Schreibabys habe ich auch schon gehört und mich belesen. Leider findet man (noch) nicht so viele Anlaufstellen die sich damit befassen, oder doch?
Ich habe mal im Münchner Kinderzentrum mitbekommen, wie Nächte so verlaufen können. Eigentlich können einem Kinder und Eltern leid tun. Warum es scheinbar vermehrt zu diesem seltsamen Verhalten kommt, würde sich mir aber auch durch diese permanente Reizüberflutung unserer heutigen Gesellschaft erklären. Es schockiert mich immer wieder zu sehen, wie frisch geborene Kinder heute dieser Gesellschaft viel zu früh ausgesetzt werden.
AW: Schreibabys
Hallo zusammen,
Adressen von bayerischen Beratungsstellen für Schreibabys gibt es auf der HP des
Bayerischen Sozialministeriums