Archiv des früheren intakt-Forums (schreibgeschützt, Beiträge bis 2020) · Zum aktuellen Forum: community.intakt.info · www.intakt.info

Organhandel

Myriam 28.08.2013, 18:53#1
Okay man kann heute in den Tageszeitungen, bei uns als Randbericht weil die jährliche spanische Tomatenschlacht die Mitte ausfüllt, von einem brutalen Fall eines Organhandels lesen. Manch einer mag gedacht haben, na ja Peking, also weit weg von uns. Man denkt so an Niere gewaltsam entfernt oder so.......doch dann, schieres Entsetzen beim weiterlesen, es geht um ein Kind. Ein kleiner sechsjähriger Junge, der von den Eltern nach längerer Suche blutend gefunden wurde. Zuerst nahm man an, dass der Junge sich beim Spielen verletzt hat, aber dann mit Blick auf die umgeklappten Augenlider sah man, dass die Augäpfel fehlten. Leere Augenhöhlen! Ermittler fanden dann unweit des Tatorts die Augäpfel. Man hatte die Hornhaut davon entfernt.

Man denkt und vermutet illegale Organspende. Bei diesem brutalen und absolut verwerflichem Vorgehen wundert es mich, dass diese brutalen Menschen den Jungen vorher sogar betäubt haben, aber ich vermute mal, so konnte man die so wertvollen Augäpfel sorgsamer entfernen.

Umgerechnet 12 000€ Belohnung für Hinweise zur Ergreifung der Täter.

Warum ich hier poste? Man vermutet, dass der Sechsjährige im Vorfeld ausgesucht wurde. Ihm wurde wohl zum Verhängnis, dass er eine Gaumenspalte hat.

Warum könnte das der Grund sein? Ist es dann egal, dass er nun auch nichts mehr sieht? Ist der Junge sowie wertlos und man kann ihn "ausschlachten" ? Ist das ein Anfang? Müssen wir künftig noch mehr Sorge um unsere Kinder haben? Nicht nur teilweise Versuchskanninchen, sondern auch Organlieferanten?

Stand nicht erst in den letzten Wochen etwas von dem Rückgang der Organspenden in Deutschland in den Zeitungen zu lesen?

Seien wir wachsam.
editha 01.09.2013, 14:00#2
AW: Organhandel

Hallo zusammen,

Zum Thema: Welchen Stellenwert haben unsere Kinder in der Gesellschaft und wo führt ihr Weg hin? kann ich auch etwas beisteuern. Mir ist ein Fall zu Ohren gekommen, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Eine Mutter wollte für ihre Tochter mit Down Syndrom und weiteren schweren Behinderungen, eine stundenweise Kraft zur häuslichen Betreuung. Das wurde abgelehnt. Begründung: ihr war ja in der frühen Schwangerschaft nahe gelegt worden das Kind abzutreiben. Da sie es nicht getan hat, muss sie eben sehen, wie sie jetzt damit zurechtkommt. Das ist eine Aussage, die in Deutschland bereits getätigt wurde.
Seien wir wirklich wachsam. Nicht nur nach vorne los schießen, erst hinten dicht machen. Die Wahl im September setzt Zeichen und es ist nicht immer der Christliche Sinn von Nächstenliebe dahinter.
zippe 02.09.2013, 15:29#3
AW: Organhandel

Hallo Editha,

solche Aussagen waren für mich bisher nur eine düstere Utopie, die ich zynisch aber schon öfters als "zukünftiges ökonomisches Verursacherprinzip" bezeichnet habe.
Ich finde es unglaublich, dass irgendjemand ein solches Statement trifft und einen Menschen mit Down-Syndrom so abwertet. Die Mutter sollte diese Äußerung öffentlich machen und Anzeige erstatten. Aber vermutlich hat sie das nicht schriftlich. Und vermutlich wird ihr unterstellt, dass sie das bestimmt nur "falsch aufgefasst" hat . . .