Das gesellschaftliche Problembewusstsein für Aggression und Gewalt in der Pflege ist noch wenig entwickelt. Ein öffentlicher Diskurs zum Thema entstand erst in den 90er Jahren, entwickelte sich seitdem eher schleppend und flackert nur punktuell im Fall von skandalisierender Medienberichterstattung auf. [...]Quelle und kompletter Text: Zentrum für Qualität in der Pflege mit einer Übersicht über Hilfsangebote
Herausfordernde Situationen entstehen häufig vor allem dann, wenn sich pflegende Angehörigen überfordert und alleingelassen fühlen, zu wenige Entlastungsmöglichkeiten zur Verfügung haben und eigene Pläne für Leben und Beruf schrittweise aufgeben. Hier besteht ein besonderes Risiko dafür, in eine soziale Isolation zu gleiten oder sogar psychisch zu erkranken. [...]
Pflege ist keine individuelle oder familiäre, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Erst wenn diese Tatsache eine breite öffentliche Anerkennung und Akzeptanz findet, wird es möglich sein, auch diesem sensiblen Thema langfristig wirksam und sinnvoll begegnen zu können.
Pflege und Gewalt – eine Bestandsaufnahme
AW: Pflege und Gewalt – eine Bestandsaufnahme
Hallo Inge,
schön, dass Du dieses Thema aufgreifst.
Bei aller Überforderung wird die Mehrzahl der Pflegekräfte (egal ob Professionelle oder pflegende Angehörige) nicht gewalttätig.
Ich glaube aber, die meisten von uns kennen diese Wut auf die Behinderung bzw. Erkrankung des zu pflegenden Menschen, die dann zu Gewalt führen kann. Und es ist in solchen Momenten immer hilfreich, Abstand zu nehmen und die Situation von "außen" zu betrachten, sich klarzumachen, dass sich die Wut eben nicht auf die Person bezieht, sondern auf die Behinderung/Erkrankung und dass man die letztlich mit nichts "wegprügeln" kann. In diesem Zusammenhang halte ich es auch für wichtig , dass Pflegepersonen sehr gut über die Erkrankung/Behinderung des Pflegebedürftigen informiert sein müssen, um gelassen mit den "Eigenheiten" der ihnen anvertrauten Menschen umgehen zu können.
Hallo Inge,
schön, dass Du dieses Thema aufgreifst.
Bei aller Überforderung wird die Mehrzahl der Pflegekräfte (egal ob Professionelle oder pflegende Angehörige) nicht gewalttätig.
Ich glaube aber, die meisten von uns kennen diese Wut auf die Behinderung bzw. Erkrankung des zu pflegenden Menschen, die dann zu Gewalt führen kann. Und es ist in solchen Momenten immer hilfreich, Abstand zu nehmen und die Situation von "außen" zu betrachten, sich klarzumachen, dass sich die Wut eben nicht auf die Person bezieht, sondern auf die Behinderung/Erkrankung und dass man die letztlich mit nichts "wegprügeln" kann. In diesem Zusammenhang halte ich es auch für wichtig , dass Pflegepersonen sehr gut über die Erkrankung/Behinderung des Pflegebedürftigen informiert sein müssen, um gelassen mit den "Eigenheiten" der ihnen anvertrauten Menschen umgehen zu können.
AW: Pflege und Gewalt – eine Bestandsaufnahme
Ekel und Scham sind auch zwei Themen, die gerne verschwiegen werden. Die schöngeredet werden, bzw. sind ein Tabu, sie überhaupt anzusprechen. Die pauschale Antwort würde eh lauten: "Daran haben wir uns gewöhnt, wir sind Profi´s."
Darüber gibt es ein Heft, das sich einmal mit der Thematik befasst hat:
http://www.mabuse-verlag.de/Zeitschrift-Dr-med-Mabuse/Einzelausgaben/Dr-med-Mabuse/Gesamtprogramm/Einzelausgaben/Dr-med-Mabuse-Nr-181-5-2009/id/23887
Ob Gewalt oder Ekel, beides wird heruntergespielt. Jeder hat mal gute und schlechte Tage.
Micha
Ekel und Scham sind auch zwei Themen, die gerne verschwiegen werden. Die schöngeredet werden, bzw. sind ein Tabu, sie überhaupt anzusprechen. Die pauschale Antwort würde eh lauten: "Daran haben wir uns gewöhnt, wir sind Profi´s."
Darüber gibt es ein Heft, das sich einmal mit der Thematik befasst hat:
http://www.mabuse-verlag.de/Zeitschrift-Dr-med-Mabuse/Einzelausgaben/Dr-med-Mabuse/Gesamtprogramm/Einzelausgaben/Dr-med-Mabuse-Nr-181-5-2009/id/23887
Ob Gewalt oder Ekel, beides wird heruntergespielt. Jeder hat mal gute und schlechte Tage.
Micha
