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Koalition erwägt Reform der Praxisgebühr

gero 07.12.2011, 07:34#1
Berlin – Die Patienten müssen sich auf eine Reform der Praxisgebühr einstellen. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Jens Spahn (CDU), sagte der Wochenzeitung Das Parlament, die Praxisgebühr wirke nicht so wie ursprünglich erhofft. Beabsichtigt gewesen sei „nämlich ein Nachdenken darüber zu befördern, ob ein Arztbesuch wirklich notwendig ist“.

Spahn sprach sich dafür aus, dass sich die Koalition das Thema noch in dieser Legislaturperiode vornimmt. Die Deutschen gingen nämlich „sehr viel“ zum Arzt, im Schnitt 18 Mal pro Jahr. ....
Mehr Infos: Deutsches Ärzteblatt

Ist ja eigentlich jetzt schon klar, was diese geplante "Reform" bedeutet :wand:
zippe 15.12.2011, 14:13#2
AW: Koalition erwägt Reform der Praxisgebühr
Die Praxisgebühr muss weg
Presseerklärung des Vereins Demokratischer Ärztinnen und Ärzte

Kurz vor Jahresende wird in der Koalition laut über eine Änderung der Praxisgebühr nachgedacht. Die von der rot-grünen Regierung 2004 eingeführte Praxisgebühr von 10 Euro pro Arztbesuch im Quartal hat nie die gewünschte Steuerungsfunktion für Arztkontakte erfüllt – im Gegenteil: Nachweislich wurde von dieser Zuzahlung gerade ärmere Menschen vom Arztbesuch abgehalten. Mit 2,5 Mrd. Euro stellt sie aber eine Zusatzeinnahme der Krankenkasse dar, die allein von den Kranken und nicht von den Versicherten getragen wird.

Jetzt wird diskutiert, eine Gebühr von 5 Euro pro Praxisbesuch zu erheben. Dadurch werden PatientInnen, die chronisch krank sind und deshalb häufiger den Arzt aufsuchen müssen, noch mehr belastet. Finanziell schlechter Gestellte werden vom Arztbesuch abgehalten, während die besser Verdienenden sich auch weiterhin den Arztbesuch „leisten“ können. Nebenbei wird der bürokratische Aufwand in der Arztpraxis noch höher als er jetzt schon ist. [...]
Quelle und kompletter Text: VDÄÄ