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Neuberechnung Verhältnis Psychotherapeut je EW

zippe 05.12.2011, 09:49#1
Hallo zusammen,

vielleicht betrifft das einige von Euch ja auch?
Text der Petition

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Sie zu einer Neuberechnung der nötigen Verhältniszahlen von Psychotherapeut je Einwohner auffordern.
Begründung

Mit Besorgnis nehme ich zur Kenntnis, dass eine Umsetzung des geplanten GKV-Versorgungsstrukturgesetzes zu einer Reduktion der psychotherapeutischen Kassensitze um bis zu 30%, in Deutschland führen kann. Laut Bedarfsplanung ist Deutschland insgesamt mit Psychotherapeuten überversorgt. Faktisch ist es jedoch so, dass selbst in Städten mit einer deutlichen rechnerischen Überversorgung noch immer Wartezeiten von mehreren Wochen bis einigen Monaten bestehen. Ein Zustand, der für die Erkrankten als unzumutbar anzusehen ist.
Während verschiedene Studien der Gesetzlichen Krankenkassen und der Psychotherapeutenkammer darauf hinweisen, dass die Anzahl von Personen, die psychotherapeutischer Hilfe bedürfen, zunimmt und es Aufgrund der Unterversorgung zu einem kontinuierlichen Anstieg der Arbeitsunfähigkeit und Frühberentungen aufgrund von psychischen Erkrankungen kommt, soll nun das bereits jetzt unzureichende Angebot von Psychotherapeuten mit Kassensitz reduziert werden.
Die aus den Praxisschließungen vermeintlich entstehenden Einsparungen werden schnell durch die Folgekosten zunichte gemacht werden. Hierzu gehören vermehrte, mit hohen Kosten verbundene stationäre Aufenthalte von Betroffenen in psychiatrischen Kliniken, eine unnötige, die spätere Behandlung verkomplizierende Chronifizierung von Erkrankungen und nicht zuletzt hohe volkswirtschaftliche Kosten als Folge von Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung.
Die rechnerische Überversorgung mit psychotherapeutischen Leistungen in vielen deutschen Städten geht auf die 1993 eingeführte Bedarfsplanung für Ärzte sowie die 1999 recht willkürlich festgelegte Höchstgrenze für Psychotherapeuten zurück, die sich bereits bei ihrer Einführung nicht am tatsächlichen Bedarf orientierte und deutlich zu niedrig angesetzt war. D.h. eine an der Morbidität der Gesellschaft gemessene Bedarfsplanung hat es nie gegeben. Hinzu kommt der bereits oben erwähnte deutliche Anstieg der psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren, der die Situation zusätzlich verschärfte und zu einem weiteren Anstieg der Wartezeiten für eine psychotherapeutische Behandlung führte.

Ich fordere daher eine Neuberechnung der Verhältniszahlen von Psychotherapeut je Einwohner. Hierbei sollte die tatsächliche Häufigkeit von Krankheiten (Morbidität) als Grundlage für die Bedarfsplanung herangezogen werden.
Mitzeichnung ist nach einer Registrierung möglich auf der HP des Bundestages
Kirsten 14.12.2011, 09:43#2
Petition bzgl. Berechnung psychotherapeutischer Ka

Hallo zusammen,

heute morgen erhielt ich eine email mit Bitte um Mitzeichnung einer Petition, sowie Weiterleitung der email, was ich hiermit erfüllen möchte. Gut wäre es, wenn der Text auch noch weiter gestreut werden könnte.
Gruss Kirsten



Liebe Kolleginnen und Kollegen (und sonstige Interessierte),

wie Sie vermutlich bereits mitbekommen haben, droht im Zuge des geplanten
Versorgungsstrukturgesetztes (VStG) der Abbau von bis zu 30% der aktuell
vorhandenen psychotherapeutischen Kassensitze. Dies ist im Besonderen
deshalb problematisch, da es bereits jetzt oft monatelange Wartezeiten für
ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten gibt. Diese Situation würde
sich durch die Umsetzung des VStG noch deutlich verschärfen, weswegen
es mittlerweile von vielen Seiten massiven Widerstand dagegen gibt. Doch
selbst wenn es nicht zu einer Einführung des VstG kommen sollte, bestünde
weiterhin eine Situation, bei der der Bedarf an Psychotherapie in keinem Verhältnis
zum aktuellen Angebot an Psychotherapeuten mit Kassensitz steht. Dies hat
seinen Ursprung in der 1993 eingeführten Bedarfsplanung für Ärzte sowie in
den 1999 recht willkürlich festgelegten Verhältniszahlen von Psychotherapeut
je Einwohner.
Um diese Situation grundlegend zu verbessern, habe ich mich nun mit einer
Petition an den Bundestag gewandt, in der ich zu einer Neuberechnung dernötigen
Verhältniszahlen von Psychotherapeut je Einwohner auffordere. Damit
diese Petition überhaupt Beachtung erfährt ist es nötig, dass sie von
möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern mitgezeichnet wird (namentlich
mind. 50.000). Die Mitzeichnungsfrist endet am 12.01.12, die Zeit drängt
also.

Hier gehts zur Petition

Zudem wäre es eine große Hilfe (und vermutlich die einzige Möglichkeit an ausreichend Mitzeichner zu kommen),
wenn Sie diesen Link oder auch die
gesamte Email an möglichst viele Personen weiterleiten könnten. Sollten Sie
Mitglied in einem Verband sein, der an diesem Thema interessiert ist, so
würde ich mich freuen, wenn Sie diesen ebenfalls kurz kontaktieren könnten
mit der Bitte, die Mail, bzw. den Link zur Petition über seinen
Mitglieder-Verteiler zu schicken.
Mit freundlichen Grüßen,