Auf der Internetseite von T4 gibt es die Möglichkeit, einer virtuellen
Gedenkveranstaltung für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde beizuwohnen.
Mehr dazu gibt es auf der Seite von
Gedenkort T4AW: Virtuelles Gedenken am 27.1.
Hallo zusammen,
auch in diesem Jahr gibt es am 27. Januar im Foyer der Berliner Philharmonie wieder eine
Gedenkveranstaltung für die Opfer der Massenmorde der Nationalsozialisten an behinderten und psychisch erkrankten Menschen.
Der Ort für die Gedenkveranstaltung ist nicht zufällig gewählt. Teile des Foyers der heutigen Philharmonie stimmen in den Grundrissen überein mit dem ehemaligen Stadtpalais ‚Tiergartenstraße 4’. Von dort aus planten die Nationalsozialisten 1940-1941 im Rahmen der sogenannten „T4-Aktion“ unter direktem Befehl der „Kanzlei des Führers“ die systematische Zwangssterilisierung und Tötung von Menschen mit sogenannten „geistigen Behinderungen“ oder psychiatrischen Erkrankungen. Diese wurde nach Protesten innerhalb der Bevölkerung dezentralisiert. Die Opfer wurden in ‚Pflegeanstalten’ deportiert und kamen in Gaskammern, bei medizinischen Experimenten oder durch den Hungertod ums Leben. Mehr als 300.000 Menschen mit Behinderungen oder psychiatrischen Erkrankungen fielen der menschenverachtenden Ideologie der Nazis zum Opfer.