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Lehrersituation an Förderschulen

Lazarus 29.07.2009, 09:17#1
Hallo miteinander,

aus gegebenen Anlass würde mich interessieren, wie es mit der Lehrersituation an eurer Schule aussieht?

Seid ihr zufrieden?

Müssen bei euch auch junge Lehrer wieder gehen, weil sie keinen festen Vertrag bekommen haben?

Bleiben bei euch Plätze sogar unbesetzt, weil es keine freien Bewerber gibt?

Was denkt ihr zum Thema Inklusion? Haben Förderzentren in Bayern noch eine Zukunft?

Ich stelle die Fragen nur mal so in den Raum. Mich würde auch brennend interessieren, wie es in anderen Bundesländern aussieht.

Ein Link hierzu, der bei einigen von euch vielleicht Interesse findet:

http://www.sopaed.net


Viele Grüße
Lazarus
Guenther 29.07.2009, 09:46#2
AW: Lehrersituation an Förderschulen

Wir haben Riesenprobleme im kommenden Schuljahr. Ein Referendar wird nach bestandener Prüfung abgezogen mit der Begründung, dass erst die Stellen an den staatlichen Schulen besetzt werden müssen, bevor Lehrer den privaten Schulen zugewiesen werden können. Wir sind zwar ein priv Förderzentrum, sind aber eine "Ersatzschule", d.h. eine staatliche Schule gibt es nicht. Wir übernehmen die Aufgaben einer staatlichen Schule, der Staat spart sich eine solche also, und bremst uns dann aus, weil wir ja "nur" eine private Schule sind.
LG Günther
Lazarus 29.07.2009, 12:14#3
AW: Lehrersituation an Förderschulen

Hallo Günther,

es gäbe genug Lehrer, aber die lässt Bayern nach teurer und langwieriger Ausbildung in die anderen Bundesländer abziehen, die dort meist auch auf eine Planstelle gesetzt werden.
Bei uns werden Notenspiegel angesetzt, die kaum ein Anwärter erfüllen kann.
Jährl. befristete Arbeitsverträge, obwohl der Bedarf an der Schule vorhanden ist. Schülerzahlen steigen statt sinken, Mehrfachbehinderungen der einzelnen Schüler nehmen zu und Anforderungen an Lehrkräfte steigen.
Jedes Jahr werden sie nach einem aufreibenden Nervenkrieg erst wenige Tage vor den Sommerferien darüber informiert, ob sie an ihrer Schule bleiben dürfen, oder ob sie gehen müssen und irgend jemand, der vielleicht überhaupt keine Lust und Motivation hat genau an diese Schule zu wechseln, muss dafür kommen.

Wunderlich ist, wenn es heißt, es gibt zu wenig Lehrkräfte. Ist es ein Planspiel oder Realität?

Gruss Lazarus
**Claudia** 29.07.2009, 13:41#4
AW: Lehrersituation an Förderschulen

An "unserer" Schule gibt es pro Klasse 9 Jahre lang ein- und denselben Lehrer (was für ein bindungsgestörtes Kind wie unser Pflegekind geradezu optimal ist) plus eine Erzieherin. Dazu noch zwei Klassenhelfer pro Klasse, die in unserem Fall 8 Schüler umfasst.

Ich wollte auch nicht, dass unser Pflegekind "inklusiert" ;-) wird, ich finde die Schulform, die unser Pflegekind besucht, dem (geistigen) Zustand angemessen und richtig.