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Anruf aus Termin - bitte viel Brainstorming

**Claudia** 18.06.2009, 21:30#1
....als ich heute vom Wäscheaufhängen zurück in die Wohnung gekommen bin, habe ich eine Berliner Nummer auf meinem Display entdeckt.

So - ich dachte, es handelt sich um Teilnehmer eines Forums und habe schon erfreut die Rückruf-Taste gedrückt...als ich eine nette Sekretärin am Telefon hatte, die mich zu einem netten Herrn durchgestellt hat.

Bis ich irgendwann kapiert habe:
ich spreche mit einem Mitarbeiter aus dem BUNDESTAG! :glubsch:

Ich hatte nämlich vor einigen Wochen eine Partei angeschrieben, die sich pro Pflegeeltern für behinderte Kinder einsetzt.
Da habe ich mir von der Seele getippt, wie schade ich das mangelnde Fortbildungsangebot für (Pflege)eltern von behinderten Kindern ich finde und dass ich es begrüssen würde, wenn wir (Pflege)eltern mehr Fortbildungsmöglichkeiten hätten.

Der nette Herr am anderen Ende der Leitung war sehr an meiner Meinung interessiert und wird das mit dem zuständigen Bundestagsabgeordneten am 29. Juni besprechen.

Irgendwie glaube ich, dass ich gerade im falschen Film bin...

der Anruf war kein Fake, definitiv nicht. Wenn das wirklich konkreter wird, schreibe ich natürlich mehr.

Am Montag habe ich ja auch den von mir lang ersehnten Gesprächstermin im Bezug auf das mangelnde Fortbildungsangebot für (Pflege)eltern.
Da kam der Anruf gerade noch passend.

Leute, wenn Ihr noch Ideen habt:
immer her damit.

Ich muss das jetzt zwar erst mal für mich sortieren...ich meine, wer rechnet schon mit SO einem Anruf....???
Aber vielleicht gibt es ja eine wirkliche Chance, da etwas zur Verbesserung anzuregen???


(Andreas, ich weiss nicht, ob das die richtige Rubrik ist???? Bitte verschieben, wenn nicht....)
HHelmutS 19.06.2009, 13:22#2
AW: Anruf aus Termin - bitte viel Brainstorming

Hallo Claudia,

paß auf das der Ruf nach Weiterbildung für Pflegeeltern nicht böse nach hinten los geht ! Ich hoffe du verstehst das jetzt nicht falsch, aber normaler weise werden Pflegekinder nur an Familien gegeben, die der Situation gewachsen sind, die so ein Kind, mit all seinen Problemen wollen ! Wenn man ein behindertes Kind pflegen will, "sagt man damit im
Umkehrschluß der Vorraussetzungen", das man zumindest glaubt, das man damit fertig wird.

Fängt man nach der Übernahme so einer Pflegschaft an nach Weiterbildung zu fragen, zeigt das zwar einerseits das Interesse am wohl des Kindes, es zeigt aber auch, das man damit nicht fertig wird. Das Eltern mit einem Kind nicht fertig werden, ist EIN Grund dafür das Kinder zu Pflegeeltern kommen.... Daraus folgt, wenn in dem Bereich Weiterbildung erforderlich ist, ist sie in erster Linie für Eltern selbst erforderlich, damit Kinder in solchen fällen....nicht zu Pflegeeltern müssen.

So kann bei deinem streben nach Weiterbildung... ,wie Politiker halt denken .. heraus kommen, das das JA "eins auf den Deckel bekommt", und gebeten wird, in Zukunft bessere Pflegeeltern zu suchen, als solche, die damit, ihrem eigenen handeln zur Folge, überfordert sind.... den sonst würden sie ja nicht nach einer Form von Bildung fragen, die es nichtmal für Eltern ihrer eigenen Kinder gibt. So gut dein tun auch gemeint ist, kann dennoch sowas dabei heraus kommen !

:-) Helmut
**Claudia** 19.06.2009, 14:22#3
AW: Anruf aus Termin - bitte viel Brainstorming

Hallo Helmut,

ich lasse mir gerne auch andere Perspektiven durch den Kopf gehen - und behalte Deine Bedenken mit im Hinterkopf.
Im Moment habe ich durch meine Zusammenarbeit mit "unserer" Beratungsstelle hier ein positives Gefühl, trotzdem halte ich es für sinnvoll auch mit der Vorstellung zu arbeiten, was evtl. "nach hinten" losgehen kann.

Am Montag werde ich das Ganze hier mit "meiner" Beraterin (Supervisorin/Coach -> wir arbeiten schon länger zusammen) durchgehen und gucken, wie man das strategisch am günstigsten "mittig" angeht.
**Claudia** 23.06.2009, 07:43#4
AW: Anruf aus Termin - bitte viel Brainstorming

Mal schnell ein Update:
gestern hatte ich ja den Termin bei der EB (es wird noch einen Folgetermin geben).
Dort haben wir uns gemeinsam erst mal als "Basis" u.a. darauf konzentriert, dass man als Fachkraft nicht in "pauschales Schubladendenken" verfallen darf und dass auch Familienberatungsstellen einen Anteil leisten können, das Selbstvertrauen von Eltern mit behinderten Kindern zu stärken.

Wie gesagt: das war jetzt erst mal die Basis - es wird noch "tiefer" gehen.