Politikerinnen und Politiker sollen sich für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung einsetzen. Dies fordert der Lebenshilfe-Landesverband Bayern anlässlich der Landtags- und Bezirkstagswahlen in Bayern am 28. September 2008.
Vor allem von der Politik müsse das Bewusstsein für die Rechte und Würde von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft gefördert, Barrieren abgebaut und notwendige Unterstützung gewährt werden. Nun hat der Lebenshilfe-Landesverband konkrete Behindertenpolitische Forderungen an die Politik gestellt.
Die Forderungskataloge gibt es hier:
Behindertenpolitische Forderungen zur 16. Legislaturperiode (2008-2013) an Landtag und Staatsregierung
und hier:
Behindertenpolitische Forderungen anlässlich der Bezirkstagswahlen am 28. September 2008
Quelle:
Lebenshilfe-Landesverband BayernAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo Inge,
danke für die Infos!
Weißt du zufällig obs zur Landtagswahl auch Fragen an die Kandidaten gab, so dass man lesen kann, welche Einstellungen sie zu den Forderungen haben?
Gruß
Andreas
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo Andreas,
da hab ich leider keine Ahnung, aber interessieren würde mich das schon sehr.
Edit: hab grad mal den LV angemailt und nachgefragt. Wenn ich eine Antwort bekomme, schreibe ich es hier rein...
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo zusammen,
unter:
http://www.kandidatenwatch.de/wahlen_bayern-398-0.html
kann man den Kandidaten für die Landtagswahl Fragen stellen, natürlich auch was Fragen zur Behindertenpolitik etc. angeht.
LG, amai
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo Andreas,
der LV-Bayern hat sich schon gemeldet!
Die Antworten der angeschriebenen Parteien/Kandidaten zu den "Wahlprüfsteinen" (Kapitel 9 der Behindertenpolitischen Forderungen zu den Landtagswahlen) werden im Info-Dienst veröffentlicht, der regelmäßig an die Mitgliedsorganisationen verschickt wird.
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Super, danke für euere Antworten.
Den Info-Dienst bekomme ich. Schade nur, dass man den hier nicht verlinken kann.
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo zusammen,
amai, Danke für den Tipp mit Kandidatenwatch!
in der letzten Woche habe ich bei
Kandidatenwatch 14 Landtagsabgeordnete bzw. Kandidaten für die Landtagswahl am 28. September aus dem Kreis Aschaffenburg angeschrieben und nach der Umsetzung der UN-Konvention gefragt:
Sehr geehrte/r Herr/Frau....
der Artikel 19 der UN-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Rechte behinderter Menschen „(Unabhängige Lebensführung und Teilhabe an der Gemeinschaft) bestimmt, dass Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit haben müssen, ihren Wohnsitz frei zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie in welcher Wohnform leben wollen. Sie müssen Zugang zu häuslichen, institutionellen und anderen gemeindenahen Assistenz- und Unterstützungsdiensten haben, die zur Teilhabe am Leben der Gemeinschaft notwendig sind.“
Wie werden Sie persönlich sich dafür einsetzen, dass die UN-Konvention auch in Bayern umgesetzt wird und somit eine Wahlfreiheit für die gewünschte Wohnform garantiert ist, damit auch Menschen, die keine „restverwertbare“ Arbeitsleistung erbringen können, in Einrichtungen der Eingliederungshilfe - und damit gemeinsam in Wohngruppen mit weniger stark behinderten Erwachsenen - leben und eine externe Tagesförderstätte besuchen können?
Schon jetzt vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Inge Rosenberger
inzwischen sind folgende Antworten auf meine Frage gekommen (chronologische Reihenfolge):
Reinhold Rückert - die Linke
Bernhard Schmitt - ÖDP
Volker Wissel - ÖDP
Karin Pranghofer - SPD
Franc Zega - Die Linke
Und Rosmarie Fischer, eine Freundin von mir, hat unseren Ministerpräsidenten
Dr. Günther Beckstein angeschrieben.
Dazu ist leider noch keine Antwort eingestellt worden. Wenn man den Link unter der entsprechenden Frage anklickt, wird man aber automatisch über eingehende Antworten informiert.
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo zusammen,
gestern sind weitere Antworten auf die Fragen von Rosmarie und mir eingegangen:
Dr. Helmut Kaltenhauser
Dr. Günther BecksteinAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo Inge,
danke für das Verlinken der Antworten!
Gruß
Andreas
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
und wieder einer:
Thomas Mütze - Die Grünen
Bei kandidatenwatch kann JEDE/R Fragen (auch zu Frühförderung, integrativem Unterricht....) stellen!
Man muss nur seine Daten angeben und fragen - das kostet nicht mal was

AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo Inge,
bin nach Urlaub wieder im Lande und wollte Dir meine Achtung aussprechen für Dein politisches Engagement und einen Dank für das Einstellen der Infos hier.
Gehe gerade durch ne Phase, in der mir momentan ein wenig der Elan dafür fehlt, umso schöner, daß Menschen wie Du da dran bleiben.
lg pauline
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Danke für die Blumen, Pauline
Der Elan ist nun mal - je nach der sonstigen Belastung und dem Befinden unserer Kinder - relativ stark schwankend
heute gab es noch eine Antwort:
Silvia Hein - Die GrünenAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo zusammen,
eine Antwort von
Prof. Dr. Winfried Bausback - CSUAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo zusammen,
hier noch mal Frage (nicht von mir) und Antwort, die auch zum Thema gehören:
Thomas Reinhard - ÖDPAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Sabine Dittmar - SPDAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Dr. Hans Jürgen Fahn - FREIE WÄHLERAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Stefan Bannert - Die LinkeAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Eugen Albert - FREIE WÄHLERAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Zitat von Inge
Sabine Dittmar - SPD
Sabine Dittmar hat noch einmal geantwortet - zu finden unter dem gleichen Link!

AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo Inge,
meine Tochter ist ja nicht mehrfachbehindert, aber ich verstehe das Anliegen.
Die Antworten dazu: viel Blaba, aber besser als nichts...

Bemerkenswert finde ich, daß Fr. Dittmar sich offensichtlich noch mal extra und gezielt kundig gemacht hat.
Nebenbei, was wir als hilfreich erleben in unserem Bezirk, sind Abgeordnete, die gezielt Anfragen zu Behindertenfragen im Landtag stellen. Geht am besten, wenn die/derjenige mit der Problematik vertraut ist.
lg pauline
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo Pauline,
Frau Dittmar hat mir da auch sehr imponiert! Ihre Fraktion - und insbesondere Christine Müller - haben sich auch sehr für uns eingesetzt.
Im November gibt es vielleicht... hoffentlich eine Entscheidung zum Thema "externe Tagesförderstätte".
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo zusammen,
die bayerische Sozialministerin hat geantwortet:
Christa StewensAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hallo Inge,
schöne Worte und sieht die Realität wirklich so aus? Ich bin (wäre) beeindruckt.
Viele Grüße
kirsty
AW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
hallo Kirsten,
hallo zusammen,
bisher habe ich mich bemüht, die Links ohne zusätzliche Bemerkungen einzustellen, aber manche Antworten sind halt schon einen Kommentar wert
z.B. diese Passage aus der Antwort von Ministerpräsidenten Beckstein:
"Wir werden .... zusätzliche Wohnplätze und Räumlichkeiten für die schaffen, die altersbedingt aus den Werkstätten ausscheiden."
Warum soll(t)en Menschen, die nicht mehr in der WfbM arbeiten, in eine andere Einrichtung ziehen? Zieht Herr Beckstein nach Amtsende in eine Einrichtung, in der ausschließlich ehemalige Ministerpräsidenten wohnen?
Auch die Passage aus der Antwort von Frau Stewens
"Selbstverständlich können auch schwer mehrfach behinderte Menschen in anderen Wohnformen leben, wenn sie ... dazu in der Lage sind und die zuständigen Kostenträger ... die entsprechenden Hilfen finanzieren." geht völlig an der Realität vorbei, wie Kirsten schon geschrieben hat..
Denn derzeit wird Menschen, die als "nicht-werkstattfähig" definiert werden, von den restriktiven Kostenträgern ausschließlich eine Unterbringung in Wohnpflegeheimen finanziert. Im Bezirk Unterfranken wird sogar der Besuch einer externen Tagesförderstätte nicht genehmigt.
Ein weiteres Zitat der Sozialministerin:
"Wohnpflegeplätze - auch mit integrierter Tagesstruktur - ... ermöglichen es den behinderten Menschen, ein Leben lang in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben"*)
Was so ein "Leben" für junge und aktive Menschen bedeutet, wird da völlig übersehen.
*) Quelle:
KobinetAW: Wahlen in Bayern: Forderungen der Lebenshilfe
Hi Ihr,
kann mir mal jemand erklären , inwieweit folgendes aus Fr. Stewens Antwort hilfreich ist für Menschen mit Behinderung:
Mit der Verlagerung der Zuständigkeit für die ambulante Eingliederungshilfe auf die Bezirke,
Ich erlebe es eher als Nachteil. Leistungen aus der Eingliederungshilfe unterscheiden sich in der Höhe je nach Bezirken. Zudem bleibt es dem Geschick des Trägers überlassen, wieviel er "rausschlägt". Unser Bezirk gehört z.b. zu denjenigen, die finanziell unterversorgt sind....
Und das soll ein Vorteil sein?
Bitte um Aufklärung
lg pauline